Montag, 30. April 2007

Ein Tretboot in Seenot....

Ein Glueck... nachdem gestern das Wetter wieder schlecht zu werden schien und dicke Regenwolken und Wind das Wetter bestimmten, strahlte heute morgen ein blauer Himmel ueber unseren Fruehstueckstisch. Also das soll nicht heissen das uns das Dach weggeweht wurde, sondern das es draussen wirklich schoen war ;-)

So nutzen wir unseren gemeinsamen freien Nachmittag, um ein wenig raus zu kommen. Zunaechst ging es am Weissen Haus vorbei.... wie eigentlich immer. Hoert sich langweilig an, aber wir muessen halt da vorbei. Dieses Mal war die Strasse davor abgesperrt und es scheint heute Abend ein Empfang da zu sein, denn die Sicherheitsschleusen wurden schon aufgebaut. Sehen konnten wir aber nichts. Auf dem Weg zur Mall kam uns dann ein Tross entgegen mit ein paar Motorraedern, einigen Secret Service Wagen, dann schicke schwarze Limousinen und dann wieder Secret Service. Dahinter ein paar Polizeiwagen, ein Krankenwagen und noch einmal Motorraeder. Wer unsere Seite aufmerksam gelesen hat weiss, dass so der Herr Praesident transportiert wird. Ob er nun aber in den Autos war oder "nur" jemand anderes wichtiges, wissen wir natuerlich nicht.

Danach sind wir erst einmal an so einer Art Sued- und Mittelamerika Festival vorbeigekommen, wo Livemusik war und alle Laender einen Stand hatten mit typischen Speisen und Getraenken aus ihrer Heimat. Da war schon maechtig was los. Den spanischen Stand konnten wir aufgrund der Sprachverwandheit ja noch verstehen, was die Italiener allerdings da gemacht haben wissen wir nicht.... aber man muss ja auch nicht alles hier verstehen.

Eigentlich wollten wir dann einmal um den Tidal Basin laufen, einen See kurz hinter der Mall an dem das Thomas Jefferson Denkmal steht, allerdings sah der Weg dann doch sehr lang und der Bootsverleih vor uns zu verlockend aus. Daher entschieden wir uns, ein Boot fuer ein Stuendchen zu leihen und uns ueber den See treiben zu lassen. Also treiben ist gut, nach ein paar Minuten brannten mir schon die Oberschenkel vom treten, und Christine strampelte immer noch munter weiter. Wir machten uns dann auf, ein wenig von der Masse weg zu kommen, denn die Amis schwammen alle um den Steg herum... keine Lust sich zu bewegen. So fuehlten wir uns auf der anderen Seite des Sees fast wie alleine auf dem Wasser und genossen die Sonne. Nachdem die Stunde um war kamen wir zurueck zum Steg, und da anscheinend keiner unser Boot haben wollte versuchten wir alleine da raus zu klettern, was zum Glueck auch klappte. Ich habe mich schon mit meiner schicken Rettungsweste (muss man da tragen) im Wasser gesehen.... das waere dann ein Bericht geworden ;-) So konnten wir uns aber trocken auf den Heimweg machen... natuerlich mal wieder am Weissen Haus vorbei. Aber auch dieses Mal hat der George uns nicht auf ein Kaeffchen reingebeten. Der hat auch keine Manieren, so unter Nachbarn ;-)

Mittwoch, 25. April 2007

Na ja, Hauptsache mal ans Tageslicht!

Gestern und heute hatte ich meine ersten beiden Termine “ausser Haus”, und natuerlich lief mal wieder nicht alles glatt und so wurde es ganz lustig. Gestern sollten wir einem Kunden, der mehrere Meetings im Jahr bei uns bucht, als Dankeschoen ein Mittagessen vorbeibringen und uns gleichzeitig als neue Ansprechpartner vorstellen. Das Office ist nur zwei Blocks entfernt, also knapp fuenf Minuten zu Fuss, und das Essen sollte schoen in Form eines Picknicks eingepackt werden, dass wir es in zwei bis drei Koerben rueber tragen koennen. Hat natuerlich nicht geklappt und alles ist auf Tellern und Platten angerichtet worden…. so mussten wir uns dann einen kleinen Rollwagen suchen und die ganzen Sachen da rueber fahren…. Fuer insgesamt 17 Personen inklusive Getraenke und so weiter. Und das bei den Bordsteinen hier in DC…. wo alle zwei Meter ein Schlagloch ist. Zu allem Ueberfluss haben wir uns auch noch in der Strasse vertan und sind den falschen Block langgelaufen, schoen im dunklen Anzug bei knapp 30 Grad Celsius. Was fuer ein Spass. Alle paar Meter mussten wir halten und die Sachen neu ausrichten, damit wir nichts verlieren. Einmal ist und dann das Besteck runtergesegelt, natuerlich mitten auf der K Street, die viel befahren ist, und kurz vor dem Buero sind uns dann ein paar Cola Dosen auf den Gehweg geknallt, eine davon ist natuerlich auch geplatzt und spruehte dann ueberall rum, zum Glueck nicht auf mich….

Anstatt also ein paar Minuten eher da zu sein wie geplant waren wir 5 Minuten zu spaet und voellig durchgeschwitzt, die Leute waren aber super nett und wir waren fast zwei Stunden da und haben gequatscht. Zum Glueck waren auch zwei Sales Mitarbeiter von uns da, die die ganzen Fragen beantworten konnten…. Ich habe mich dann mehr bei so Themen wie American Idol, Sport und den Terrorwarnungen in Deutschland einmischen koennen. “Haben sie noch Familie in Deutschland? Haben sie keine Angst um die?” “Nein, wir wohnen nicht in der Naehe von amerikanischen Einrichtungen, das meiste ist in Berlin.” Darauf kam dann die Antwort vom Kunden “Ach so, dann wohnen sie eher auf dem Land. Haben sie eine Farm?”…… Klar in Deutschland gibt es nur Berlin und ein paar Bauern drumherum….habe ich nur gedacht, nicht gesagt…. Den Rueckweg haben wir uebrigens in zwei Etappen gemacht, damit wir alles wieder sicher ins Hotel bekommen….

Heute waren wir dann auf einem Meeting im Convention Center, also den Messehallen, fuer eine Veranstaltung die sich im Oktober auf die ganze Stadt auswirken wird. Da waren dann alle Vertragshotels und die Mitarbeiter der Organisation haben die Details bekannt gegeben. Immerhin bringen sie dann fuer eine Woche 11.000 Teilnehmer in die Stadt, mit geschaetzten 28.000 Hotel Uebernachtungen….. das waeren 147 ausgebuchte Tage im Hilton Dortmund am Stueck…..

Das Convention Center ist nicht weit von uns weg, mit dem Taxi knappe fuenf Minuten. Wie lang diese Fahrt aber werden konnte habe ich gemerkt, als ich hinten in der Mitte sass und sich meine drei Kolleginnen darueber unterhalten haben, wie sie sich die Beine rasieren und was es da so fuer Tricks gibt…. Habe mich aus der Diskussion dann mal geschickt rausgehalten. Als wir angekommen sind hat die Kundin uns dann begruesst, zuerst meine Chefin, mit der sie schon die letzten zwei Jahre zusammengearbeitet hat (“ach ja, ihren Namen kenne ich irgendwo her”) und dann mich…. “Wir haben uns ja schon getroffen…. Schoen das wir uns wiedersehen.” Das war mir zwar neu, aber ich habe da mal mitgespielt. Konnte ja schlecht sagen, “da muss ich aber betrunken gewesen sein, ich kenne sie naemlich nicht”. Na ja, auf jeden Fall waren es zwei Tage wo ich mal aus dem Buero rausgekommen bin und die Sonne zumindest ein wenig sehen konnte…. Und ich habe schon gesagt, beim naechsten Mal koennen sie wieder mich schicken. Wer weiss wen ich dann wieder so bekanntes treffe ;-)

Dienstag, 24. April 2007

Vielen Dank

Gerne moechte ich mich auf diesem Weg schon einmal bei allen bedanken, die mir per Telefon, E Mail, per Brieftaube und Trommel oder Rohrpost alles Gute gewuenscht haben. Ich habe mich sehr gefreut, von so vielen wieder zu hoeren. Keine Angst, ich werde alle E Mails beantworten, das kann aber ein wenig dauern ;-)

Wir werden nun ins Bett sinken und wuenschen euch auf der anderen Seite schon einmal einen Guten Morgen....

Montag, 23. April 2007

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Guten Morgen zusammen,

hier meldet sich mal wieder Washington DC mit den neuesten Meldungen, wie es uns so geht. Hier hat uns nun auch das gute Wetter erreicht, nachdem es am letzten Wochenende durchgehend geregnet hat. Aber das ist ja auch ganz gut so, denn da mussten wir beide ja auch arbeiten, und jetzt haben wir beide Sonntag und Montag frei... ich auch noch den Samstag. So konnten wir das schoene Wetter ein wenig geniessen.

Am Freitag haben wir in unserem Courtyard, also im Innenhof zum ersten Mal gepicknickt (schreibt man das so???), auf unser Dach koennen wir leider noch nicht sonst haette mit Sicherheit auch der Grill zum ersten Mal dran glauben muessen. Aber auch so gab es Frikos und Nudelsalat, dazu selbstgemachte Kraeuterbutter auf frischem Baguette..... Frikos sind immer gut ;-)

Samstag sind wir dann nach Christine's Feierabend ein wenig rausgegangen und haben eine kleine Runde gedreht, einmal am Weissen Haus vorbei, zum World War II Memorial und einmal um das Monument wieder zurueck. Sieht auf dem Stadtplan aus wie ein paar Meter, hat aber doch fast zwei Stunden gedauert. Und anscheinend hatten wir (mal wieder) das Schild Info auf der Stirn, denn andauernd wurden wir angesprochen.... was ist das fuer ein Denkmal?.... kann man da drueben hin laufen?..... wie spaet ist es?.... und so weiter. Anscheinend sehen wir besonders nett und schlau aus (nicht schwer zwischen all den Amis). Und auch im Supermarkt werden wir andauernd angesprochen (was sind das fuer Kartoffeln? Wo ist die Butter? wo wird sie schon sein.... im Kino?)

Heute haben wir uns dann nach einem ausgiebigen Fruehstueck mit frischen Broetchen (so etwas gibt es hier wirklich) verkleidet.... als Touristen. Also Rucksack auf, Kubu an, Fotoapparat um Bauch und los. Mit der Metro sind wir bis Capitol South gefahren und haben uns einmal hinter dem Kapitol umgeschaut, da waren wir bisher noch gar nicht und da liegt (besser steht) so etwas wie der Supreme Court und die Library of Congress (wohl eine Art Stadtbibliothek ;-)). Von da auch sind wir um das Kapitol rumgelaufen, die Mall entlang bis kurz vor das Monument und dann haben wir uns erst einmal in den Schatten gehauen und das Picknick ausgepackt. Jawohl, jetzt sind wir im Rausch! Nach dieser Staerkung ging es dann wieder um das Monument rum, und wir haben sogar eine neue Sportart entdeckt. Denn da war eine Art Turnier auf den Wiesen (nicht die in Muenchen), und der Sport heisst Kickball. Ist vom Spielfeld und den Regeln wie Baseball, allerdings wird der Ball nicht geschlagen sondern geschossen und der Ball ist von der Groesse her auch wie ein Basketball und aus Gummi. Werden uns mal die Internetseite anschauen (www.playkickball.com), denn es sah ganz interessant aus. Die Teams hatten alle viel Spass....

Nach knapp vier Stunden waren wir wieder zurueck und werden uns nun erst einmal ausruhen... oder was auch immer Christine mit mir vor hat....

Donnerstag, 19. April 2007

Soweit so gut.....

Auch wenn es diesmal keine grossen Neuigkeiten gibt wollten wir uns mal kurz melden..... Christine's Training in Virginia hat einigen Stoff geboten.... vielleicht nicht so viel zum lernen aber viel um es hier zu schreiben... das werden wir in den naechsten Tagen mal nachholen.

Bei mir auf der Arbeit ist es diese Woche wieder ein wenig ruhiger, trotzdem sehne ich dem Wochenende entgegen, denn ich habe dann ja drei Tage am Stueck frei..... den Montag habe ich mit den Ueberstunden aus der letzten Woche frei bekommen... also fuer jeden der Montag zufaellig den Kontakt zu uns sucht.... ich bin zumindest nicht auf der Arbeit. Was sonst geplant ist weiss ich (noch) nicht, aber das werde ich ja dann sehen.

Dienstag Abend waren wir bei unserem ersten NBA Spiel, bei den Wizards gegen Orlando Magic. War eigentlich ganz nett, allerdings macht College Basketball deutlich mehr Spass, denn wie schon beschrieben ist da ja einiges los, was Dienstag gar nicht der Fall war. Ganz gut war wohl die Nummer 3+1 von den Wizards, der alleine 48 Punkte gemacht hat. Das sollte aber nicht reichen, denn Orlando gewann 95:89. Irgendwie scheinen wir den Teams aus DC kein Glueck zu bringen.... nur wo soll das sein? In Dortmund haben wir es ja anscheinend auch nicht vergessen....

Ganz lustig war nur eine meiner Kolleginnen gestern, sie hat im Moment eine sehr nervige Gruppe hier im Haus die immer alle Planungen in der letzten Minute wieder umschmeissen. Irgendwann mittags hat sie dann gesagt, dass sie mal fuer ein paar Minute raus muss, um dem ganzen Chaos zu entkommen, und in den paar Minuten hat ihr dann natuerlich draussen ein Vogel auf den Kopf geschissen. Muss selbst jetzt beim schreiben noch darueber lachen.... auch wenn sie mir ein wenig leid tat.... da bringt auch der Satz "Kopf hoch" nichts mehr ;-)

Dienstag, 17. April 2007

Onkel Tom in Texas

Nun ist also auch mein erstes Training in der Ferne angesetzt worden. Wie schon einmal berichtet soll ich ja nach Dallas, Texas zum Event Service College. Was man da genau macht? Keine Ahnung! Soll aber sehr interessant sein.

Den Kurs gibt es zweimal im Jahr, einmal ist er diese Woche und da sind auch drei Kolleginnen von mir. Der andere ist dann im August, natuerlich genau das richtige Wetter fuer Texas, da koennen 40 Grad Celsius schon einmal drin sein…. ich hoffe ich bin dann auch drin…. mit einer Klimaanlage im Raum.

Eigentlich hat man versucht, mich auch noch fuer den Kurs in dieser Woche zu registrieren, allerdings war er schon voll und ich kam auf die Warteliste. Die Trainerin hat mir aber sofort gesagt, dass da schon einige vor mir auf der Warteliste sind, und ich mich lieber fuer den August Termin anmelden soll, denn der waere auch schon fast voll. Meine Chefin meinte aber, ich solle lieber warten, ich komme bestimmt noch in den April Kurs rein. Kam ich natuerlich nicht, und als ich mich dann fuer den August Kurs registrieren wollte war der auch voll…. Wen wundert’s. Dann habe ich aber eine E Mail dahin geschrieben und auch direkt die Bestaetigung bekommen. Das Training ist vom 13.-18.08., also Montags (abends) bis Freitags (morgens). Ich werde aber schon Samstags Vormittags fliegen, da das der selbe Flugpreis ist uebernimmt das Hotel das auch und das Zimmer ist umsonst, so kann ich mir auch noch zwei Tage die Stadt anschauen….. oder besser die Stadien. Denn natuerlich habe ich sofort geschaut, am Samstag Abend spielt der FC Texas (Fussball - im Pizza Hut Park... mein Gott!) zuhause und am Sonntag dann die Texas Rangers (Baseball)… was habt ihr auch sonst von mir erwartet ;-)

Christine ist im uebrigen heute und morgen auch auf einem Training, in Virginia…. passt ja gerade gut. Da sind wir beide auch mal gespannt, was sie da so erleben wird, wir werden bestimmt wieder einige lustige Geschichten da rauszuckern koennen……

Samstag, 14. April 2007

Bin ich hier im Zirkus?

Auch wenn es nun ein paar Tage her ist, moechten wir einmal kurz ueber unseren Zirkusbesuch berichten. Der Zirkus Ringling Bros & Barnum war in der Stadt, nach eigenen Aussagen der groesste Zirkus der Welt und daher trug die Show auch den Namen "The Greatest Show on Earth". Der Zirkus ist uebrigens der, aus dem George Clooney und Brad Pitt bei Oceans Eleven den kleinen Asiaten raus geholt haben..... insgesamt hat das Unternehmen (kann man schon eher sagen als Zirkus) drei Shows, die zeitgleich in verschiedenen Staedten unterwegs sind. Man hat auch nicht immer ein eigenes Zelt dabei, so dass die Vorstellungen meistens in grossen Hallen stattfinden, hier in Washington im Verizon Center (wo auch sonst, nachdem wir da schon Eishockey, Basketball und Konzerte gesehen haben).

In der Stunde vor der Show koennen die Kinder (ob gross oder klein... wir haben uns mal dazu gezaehlt) in der Manege rumlaufen und schon einmal die Tiere anschauen, zum Beispiel wie ein Elefant ein Bild malt.... war in etwa so gut wie wenn ich ein Bild malen wuerde.... aber von der Figur her sehe ich zum Glueck doch noch unterschiede... Auch die Artisten und natuerlich massig Clowns waren da und haben kleinere Sachen vorgefuehrt.

Die Show begann dann, wie soll es anders sein, mit der amerikanischen Nationalhymne. Selbst im Zirkus entkommt man dem Patriotismus nicht, aber was soll's. Danach war es dann so eine Mischung aus Musical und Zirkus, es gab auch eine durchlaufende Story durch die ganze Show, in die quasi die Vorfuehrungen eingebaut wurden. Da haette mir eine "klassische" Art einer Zirkus Vorfuehrung besser gefallen, aber die Showteile an sich waren schon wirklich sehr gut, auch viele Sachen die man so noch nicht gesehen hat. Das meiste war Artistik, als Tiere gab es Weisse Tiger, die schon angesprochenen Elefanten und ein paar dressierte Hunde und natuerlich die Pferde der Kossacken (ohne Zipfel?). Insgesamt war es schon ganz nett, und man muss anmerken dass auch die Eintrittspreise sehr familienfreundlich waren (so konnten wir uns auch zum ersten Mal einen Platz im Unterrang leisten, was ja bei Sportveranstaltungen dort direkt mindestens 70 Dollar pro Ticket kostet).

Donnerstag, 12. April 2007

Neuer Tisch - voller Tisch

Nach so vielen Berichten ueber unsere Freizeit moechte ich auch kurz einmal schreiben, was es bei mir im beruflichen Alltag so neues gibt.

Seit Montag habe ich ja endlich meinen eigenen Schreibtisch und Arbeitsplatz, und sitze nun nicht mehr in der Mitte des Bueros wie auf einem Marktplatz, wo sich alle moeglichen Leute treffen. Aber viel Freude hatte ich noch nicht daran, denn diese Woche geht es fuer mich dann auch richtig los.

Ich war vor ein paar Wochen bei meiner Chefin und habe gesagt, dass ich gerne auch einmal etwas groessere Gruppen betreuen moechte, das groesste war ja bis Ende letzter Woche eine eintaegige Veranstaltung mit 15 Leuten…. Nicht wirklich aufregend. Und dann hat sie mir gesagt, dass ich gerne an einer ihrer Gruppen mit arbeiten kann. Aus dem mitarbeiten ist es nun so geworden, dass ich die Gruppe quasi uebernommen habe und hier intern als Ansprechpartner Nummer 1 genannt wurde. Und das sind 361 Personen und sie sind seit gestern bis Freitag im Haus. Das ist schon ein kleiner Sprung….. Aber es ist eine recht einfache Gruppe, so dass bisher alles recht gut geklappt hat, und mein Stundenkonto fuellt sich auch immer mehr. Ich weiss schon ziemlich genau, bis wann und ab wann ich diese Woche noch hier sein muss, und werde wohl auf 18 Ueberstunden diese Woche kommen. Das gute daran ist aber, im Vergleich zu deutschen Verhaeltnissen, dass ich diese direkt in der naechsten Woche mit dem naechsten Gehaltsscheck ausgezahlt bekomme. Auch wenn es nicht so ein toller Stundensatz ist, werde ich so auf knapp 130 Dollar netto mehr kommen. Fuer eine Woche nicht schlecht, das koennte ruhig jede Woche so sein ;-)

Wird es aber nicht… leider oder zum Glueck ? Weiss man nicht so genau. Auf jeden Fall arbeite ich auch mit meiner Chefin an den naechsten beiden grossen Gruppen von ihr, auch immer um die 400 Personen fuer mehrere Tage. Da werde ich aber nicht ganz so involviert sein wie aktuell, und das ist auch gut so, denn eine davon ist an meinem Geburtstag da, und den habe ich so gestern frei bekommen. Christine hat auch frei, das passt also ganz gut.
Aber das es nicht immer so ernst hier auf der Arbeit ist, hat der Dienstag Nachmittag gezeigt, da hatten wir naemlich eine Stadtrundfahrt mit unserem Event Sales Team und dem aus dem anderen Hilton Washington und dem Sales Team von beiden Haeusern. Ich sass in der vorletzten Reihe im Bus, in der letzte Reihe stand das gekuehlte Bier. So wurde es eine sehr lustige Fahrt, wir haben zwei Stopps gemacht, im Air & Space Museum und am Mahnmal des Zweiten Weltkrieges. Danach gab es noch einen Empfang bei uns im Hotel und gegen 19 Uhr war ich dann wieder zuhause. Aber schon interessant zu sehen, wie wenig die Leute ueber ihre eigene Stadt wissen, auch wenn sie schon ein paar Jahre hier wohnen…...

Montag, 9. April 2007

Drei "geschlagene" Stunden

Und weiter geht das sportliche Wochenende…. Nach dem Besuch des letzten Heimspiels der Capitals gegen Buffalo gestern stand heute die erste Stippvisite beim Baseball auf dem Programm. Jawohl, Baseball.

Die Vorbereitung begann schon am Freitag….. Nicht das wir da schon in eine Kneipe gegangen waeren und angefangen haetten zu trinken oder den Picknick Korb zu packen, nein, ich habe mir auf der Arbeit von einem Kollegen mal die Regeln erklaeren lassen. Die Grundsaetze kannten wir ja schon, aber damit ist es ja leider nicht getan. Trotz allem haben wir noch unseren Gameboy eingepackt, falls es doch zu langweilig werden sollte. Gegen Mittag ging es dann los, Spielbeginn war 13.35 Uhr. Komische Zeit? Nicht wirklich, die Spiele beginnen alle um fuenf nach oder fuenf nach halb. Ausser von einem Team, dessen Sponsor die Supermarktkette "711" ist, die spielen jetzt jedes Spiel um 7.11 Uhr abends…. Die Baseball Saison hat am letzten Sonntag begonnen, Washington hatte das erste Spiel am Montag mit einem Heimspiel, und seit dem jeden Tag ein Heimspiel, also war es heute das siebte Heimspiel in sieben Tagen…. Das sollte man sich in Dortmund mal vorstellen. Insgesamt hat jedes Team 82 Heimspiele, und natuerlich auch 82 auswaerts. Da sieht es fuer Allesfahrer schon schlecht aus, denn danach kommen ja auch noch die Playoffs. Aber wohl nicht fuer Washington, denn die haben von den ersten sechs Heimspielen schon einmal fuenf verloren.

Wir kamen recht puenktlich im Stadion an und nachdem wir unseren Platz gefunden hatten und gerade zwei Sekunden auf unserem Popo sassen, mussten wir schon wieder aufstehen denn die Nationalhymne wurde gesungen. Fuer uns schon zum dritten mal diese Woche. Dann begann das Spiel, und wir haben es tatsaechlich verstanden und wussten wer wann und warum laeuft ;-) Mit der Zeit wurde es dann aber ein wenig langweiliger, denn Washington traf keinen Ball und der Gegner aus Arizona tat nur so viel wie noetig, nachdem sie schon im ersten Inning mit 2:0 in Fuehrung gegangen sind. So wurde die naechste Zeit erst einmal gar nicht gepunktet, doch dann traf mal ein Spieler aus DC einen Ball. Und was passierte? Sein Schlaeger ist durchgebrochen. Na ja, dann war er halt auch raus, da die Gegner den Ball natuerlich sofort hatten.

Aber wir machten uns die Zeit schon recht lustig. Es schien auch alles auf Ostersonntag abgestimmt zu sein. Denn ein Spieler hiess mit Vornamen Jesus, ein anderer mit Nachnamen Zimmerman (diesen Beruf hatte der junge Herr ja), ein anderer hiess Church (Kirche). Daher war auch der offizielle Werbeslogan fuer heute "Go to Church on Easter Sunday". Nur die Nummer 13 von Washington passte da nicht so ganz "rein"… Robert Fick. Wenn er an der Reihe war, blinkte sein Nachname immer in riesigen Buchstaben ueber die ganze Anzeigetafel auf…. Schon lustig.

Auch lustig war die nicht gerade von Schoenheit reich beschenkte Familie vor uns. Wahnsinn, was die alles gegessen haben. Neben allen Sachen die sie selbst mitgebracht haben, haben sie fuer die kleine erst ein paar Cola, Popcorn, Cracker und andere Suessigkeiten gekauft, dazu dann der Vater zwei Hotdogs (je 6,50 Dollar) und fuenf Bier (0.33 Dose fuer lockere 5.50 Dollar, zuerst haben wir ja gedacht er will sich seine Familie schoen trinken, aber dann haben wir sein eigenes Gesicht gesehen). Sie duerften fuer die paar Sachen auf ueber 60 Dollar gekommen sein, dazu die Karten und wir wissen noch nicht, was in der Tuete vom Fanshop noch drin war. Und ich erinnere auch noch einmal an die 82 Heimspiele….

Das Spiel gewann Arizona nach drei Stunden mit 3:1, wie sollte es auch anders sein, und das duerfte man dann mal als Fehlstart der Nationals bezeichnen… aber da passen sie sich ja gut an die Leistungen der anderen Teams hier in der Hauptstadt an. Mal sehen, wann es uns wieder zum Baseball "verschlagen" wird, aber so wie ich uns kenne dauert das nicht mehr so lange ;-)

Freitag, 6. April 2007

Hausmeister Krause laesst gruessen, denn Ordnung muss sein!!!



Ach ja, das faulenzen ist nun wirklich vorbei.... Fehlen tut es mir nicht!! Endlich kann ich arbeiten, das Gefuehl gebraucht zu werden, Geld verdienen mit Kollegen quatschen und scherzen....

Am Montag sollte es um 9 Uhr fuer mich losgehen. Ja, genau sollte... Ich war ueberpuenktlich(ist ja auch sehr weit fuer mich) in der Lobby und wartete auf meine Kollegen... ein paar Minuten spaeter kam noch jemand, wie sich dann heraustellte ein neuer Kollege.... So warteten wir.... um kurz nach neun kam dann Shawn (aus unserem Buero), er stellte sich dann bei dem neuen Kollegen erst einmal vor, mich kennt er ja schon... Dann machten wir eine Tour durch das Haus... Nun ja, kam mir doch alles sehr bekannt vor.. Doch mein neuer Kollege hatte das noch nicht gesehen. Dann waren wir um halb 10 wieder in der Lobby, dann bekamen wir die Info das wir erst um 10 Uhr anfangen, da Kristie, die uns die Kurse geben sollte, noch nicht fertig war. Also ging ich wieder zurueck in unser Apartment und machte mir noch 'nen Kaffee...

Dann ging es um 10 Uhr los (glaubt ihr das wirklich?) Es was 10.20 Uhr... Dann sollte ich erst einmal zwei Tage Orientation (Orientierung) bekommen, da habe ich dann 8 Stunden auf meinem Popo gesessen und musste mich unheimlich konzentrieren (ist ja nun mal alles auf Englisch....) Ich habe meinen Arbeitgeber kennengelernt, was er fuer mich tut und was ich fuer ihn tun und lassen muss. Das heisst ich lernte jede Menge Regeln, Verordnungen und Gesetze kennen. Hier ein paar Beispiele: Es herrscht auf dem gesamten Gelaende Rauchverbot, das heisst wenn jemand Rauchen moechte, muss er auf die andere Strassenseite des Gebaeudes. Ich lernte den Dressing Code kennen, wie ich mich anzuziehen habe, das man sich waschen soll, Deo benutzen u.s.w. (Kannte ich vorher noch nicht... habe mich in Deutschland nie gewaschen....) Ich lernte die Schimmel und Feuchtigkeitsverordnung kennen und musste sie unterschreiben.... Was ist bei Schimmel zu tun? Als erstes ein Formblatt ausfuellen... wo ist der Schimmel, wie gross ist die Flaeche.... Dann vergleicht man die Daten mit dem Formblatt der Nationalen Schimmel und Feuchtigkeits Association ab und dann wird man erst taetig, um den Schimmel vielleicht zu beseitigen... Schimmel ist fuer die Amis nichts besonderes da es hier recht oft vorkommt, da hier vornehmlich mit Trockenmauern gebaut wird. Da zieht gerne mal Wasser rein... Es gibt hier auch oefter Rohrschaeden wo dann Wasser austritt...Ich lernte auch einen Feuerloescher zu benutzen, es kommt im Sommer hier schon mal haeufiger zu kleinen Braenden, im Garten oder auch im Vorgarten....

Also mal zusammengefasst: Ich muss wenn ich Rauchen gehe ein Schimmelformblatt ausfuellen, den Feuerloescher benutzen wenn ich ein Rohrschaden sehe und den Schimmel wenn Wasser austritt abbrennen..????

Desweiteren habe ich noch mal drei Kurse mit anschliessenden Tests machen muessen, ich habe sie bestanden... Juhu!! Es ging um Fair Housing... (Faires Vermieten) Ich lernte alle Arten der Diskriminierung kennen und wieviele Leute in einem Apartment wohnen duerfen. Welche Fragen man Bewohnern oder Besuchern, die sich fuer ein Apartment intressieren nicht stellen darf... z.B. Sind sie ein Terrorist? Sind sie schwanger? Haben sie Kinder? Das ist alles diskriminierent!!

Nachdem ich dann am Dienstag noch bestimmt 10 Formulare ausgefuellt habe, fuer Steuern fuer Schweigepflichten u.s.w. Durfte ich dann am Mittwoch endlich richtig starten. Ich bin nun fuer die Oeffentlichen Bereiche zustaendig, das alles ordentlich, sauber und alles vorhanden ist (im Buissness Center Papier fuer den Drucker, im Pub Kaffee fuer die Maschine...) Am liebsten bin ich den Beispiel Apartments, das sind zwei Apartments die Komplett eingerichtet sind und den Interessenten gezeigt werden. Die sind so nett eingerichtet und sehr gemuetlich!! Nix schwieriges und bestimmt nicht meine Erfuellung, doch es gibt ein gutes Gehalt und einen Rabatt auf unsere Miete, da ich da wohne wo ich arbeite, ich kann in der Mittagpause nach Hause, habe es nicht weit und brauche somit kein Metro- oder Busticket.

Bisher hat meine Arbeit noch keiner kontrolliert oder mich begleitet.... Da ich mich auch noch nicht ein oder ausstempeln kann, koennte ich auch ganz lange Mittagspause machen... Es weiss keiner so genau wo ich mich im Haus aufhalte... Und wenn einer was von mir will kann er mich ueber ein Walkie-Talkie rufen... Kam aber bisher noch nicht vor... Auch meine Arbeitszeiten kann ich mir aussuchen, es interssiert keinen... Die Arbeitstage waren bis gerade auch nicht klar.... Erst hiess es Dienstag bis Samstag... dann Montags bis Freitags... dann wieder nicht... denn leider hat mein Supervisor nicht mit mir darueber gesprochen... und als ich ihn darauf ansprechen wollte hatte er schon Feierabend gemacht... Um 14 Uhr??? Habe aber nun mit ihm telefoniert und soll Dienstag bis Samstag machen... Das heisst habe nun drei Tage frei, da ich dann erst am Dienstag wieder arbeiten gehe...na gut... Weiss auch nicht was mein Supervisor fuer 'ne Funktion hat... habe ich bisher noch nicht herausbekommen... meisst laueft er irgendwie durchs Haus... aber nur im Schneckentempo.. oder sitzt in seinem Buero und isst....noch Fragen?

So... Borussia hat gerade 1:3+1 gewonnen... Das kann ein gutes Wochenende werden!! Wir wuenschen Euch frohe Ostern und ein schoenes langes Wochenende!!!!
P.S.: Hier noch ein lustiger Fund, im Business Center habe ich am letzten Mittwoch beim leeren der Muelleimer eine Maenner-Unterhose gefunden. Aber keine nette Shorts oder so, sondern einen ordinaeren Boffi.... Ob sie benutzt war kann ich nicht sagen, ich habe sie auch nur mit Handschuhen an entsorgt.... und keinen Geruchstest gemacht ;-)

X-Tina

Nun machen wir einen kleinen Sprung und ueberfliegen einmal Christine's ersten Arbeitstag, der Bericht wird dann spaeter folgen. Es war also am Montag, nachdem ich normal arbeiten war, als ich zuhause das leckere Abendessen geniessen konnte und mich dann auf den Weg zum Verizon Center machte. Christine ist zuhause geblieben, schliesslich interessierte die Dame auf der Buehne sie nicht ganz so doll. Fuer mich aber war es eine nette Kombination, sollten doch im Vorprogram die Pussycat Dolls auftreten.

Als ich in die Halle kam, waren diese Dolls schon am singen und ich dachte nur, was fuer ein schwacher Auftritt. Die Zuschauer gingen aber ganz schoen mit, also scheint es ihnen zumindest gefallen zu haben, aber diese Damen haben mir mal gar nicht gefallen....Nach der Show machte ich mich erst einmal auf eine Runde durch die Halle, doch auf einmal ging das Licht aus. Oh my god.... Christina tritt auf. Also schnell wieder zurueck auf meinen Platz, und was sah ich da? Nein, Christina sass nicht auf meinem Stuhl, sie war noch nicht mal auf der Buehne. Aber wer war diese Gruppe dann ? Es waren die echten Pussycat Dolls, das davor habe ich fuer sie gehalten... war wohl eine andere Gruppe. Na ja, so ganz bin ich in dem Thema auch nicht drin ;-) Schande ueber mich.

Danach kam dann aber Christina.... Den ersten Teil des Konzertes habe ich mir von meinem Platz aus im Oberrang angeschaut, und bin dann nach unten gewechselt. Nachdem alle Bierstaende oben geschlossen waren, habe ich mich auf ein kuehles Getraenk unten gefreut, aber dann hiess es auf einmal "Kein Bier waehrend der Show...." Meine Antwort war typisch deutsch: W-A-T- Wat????? Aber es gab wirklich kein Bier mehr , nirgendwo in der Halle. Trotzdem suchte ich mir dann einen Platz im Unterrang und kurz vor Ende des Konzertes schaffte ich es dann bis in Reihe fuenf...Hier in Amerika ist ja bei Konzerten auch der Innenraum bestuhlt.... also mit Stuehlen versehen, nicht was ihr jetzt wieder denkt ;-)

Insgesamt war das Konzert ganz ok, der zweite Teil war deutlich besser als der erste und demnach hat es sich dann auch gelohnt..... das naechste Konzert was wir besuchen ist Gwen Stefani, dann auch gemeinsam....

Donnerstag, 5. April 2007

New York Teil 2

Der zweite Tag begann gegen 8 Uhr morgens mit dem Klingeln des Weckers und mit einem netten Fruehstueck. Man hatte uns vorher gesagt, dass es nur ein bisschen Toast mit Butter vom Pappteller geben wird.... die Pappteller gab es auch (gibt es aber in vielen Hotels hier...) aber ansonsten ein wirklich nettes Buffet mit allem von Hamburgern bis zu Obst, von Bageln bis zu Corn Flakes.
Mit vollem Bauch ging es dann die paar Meter zur Penn Station, der Metro Station am Madison Square Garden und dann runter zur Freiheitsstatue. Dieses Mal wussten wir ja wie es geht, denn die Station dort ist so klein, dass nur die ersten fuenf Wagen geoeffnet werden koennen. Der Rest steht noch im Tunnel. Also sind wir zur Sicherheit weit vorne eingestiegen und waren dann nach knapp 10 Minuten Fahrt am Suedzipfel. Eine Ueberfahrt haben wir uns aufgrund der angegebenen Wartezeit von 2 Stunden gespart, schliesslich muss man ja zurueck dann noch einmal die gleiche Zeit anstehen und dann waere der Tag ja fast schon umgewesen. Trotzdem machten wir es uns auf einer Bank (nicht einer aus der Wall Street...) gemuetlich und schauten dem Treiben ein wenig zu.

Zu Fuss ging es dann erst einmal zum Ground Zero. Ist natuerlich schon ein bedrueckender Platz, und das einem von "fliegenden Haendlern" (vielleicht auch an dieser Stelle der falsche Ausdruck) Fotoalben mit den brennenden Tuermen angeboten werden fanden wir schon ein wenig geschmacklos. Vor allem, wenn sie dann noch vor der Feuerwehrwache stehen, von der die meisten Feuerwehrleute damals kamen und die direkt an der heutigen Baustelle liegt.

Nach einem kurzen Blick in die Wall Street holten wir uns einen Kaffee bei Starbucks und machten es uns auf dem Platz vor dem Woolworth Building (quasi "anne Wollwort") gemuetlich. Direkt dort dran beginnt der Aufgang auf die Brooklyn Bridge, fuer mich immer noch eines der Sehenswertesten Dinge in New York. Vielleicht weil trotz der bildlichen Erklaerung auf der Bruecke nicht in meinen Kopf geht, wie man so etwas schon vor 125 Jahren bauen konnte. Ein weiteres Highlight war dann Chinatown... nicht weil wir auf einmal die groessten Menschen waren, sondern einfach was da auf den Strassen los war. Und als wir um eine Ecke bogen waren wir schon in Little Italy. Nur diese Weltmeister Poster haben da ein wenig gestoert....

Anschliessend sind wir dann noch ein wenig durch die Geschaefte gestoebert, bis dann der touristische Teil durch qualmende Fuesse beendet wurde.

Der Sonntag war ja eigentlich nur als Abreisetag eingeplant, da unser Bus aber erst um 15.30 ging (oder fuhr) blieb uns noch genug Zeit etwas zu unternehmen.... Nach dem Fruehstueck (und ja, ich habe noch mal eine Schueppe zum Vortag drauf gelegt) wollten wir zur Grand Central Station und kamen auf dem Weg an Macy's vorbei, wo gerade eine Tierparade oder Party (oder was auch immer) startete. Alle Tiere (fast alles Hunde, aber auch ein Schwein wurde gesichtet und das war nicht ich) waren in Kleider oder Blumen gesteckt und ihre Besitzer strahlten wie Honigkuchenpferde. War schon ganz lustig. An der Grand Central Station drehte man gerade eine Szene fuer eine neue Seifenoper, die im naechsten Jahr hier im TV starten soll, und wir liefen natuerlich erst einmal ins Bild und schauten uns um..... allerdings wurde die Szene danach noch ein paar Mal gedreht, weil immer irgendjemand in die Kamera getappst ist oder mit Blitz fotografiert hat.

Weiter ging es zum Waldorf Astoria Hotel (um da einmal schoen auf Toilette zu gehen) und noch einmal zum Central Park und dann ueber den Times Square und die M&M's World (wahnsinn... drei Etagen voller Schokolade und Werbeartikeln) zurueck zum Hotel, um die Taschen abzuholen. Auch dieses Mal fuhr der Bus puenktlich ab und war sogar 45 Minuten schneller als er laut Fahrplan sein sollte, so dass wir schon um 19.15 Uhr wieder in Washington waren. Zwar erschoepft aber schon am planen fuer die naechste Reise dran.... schliesslich will ich ja noch einmal die Yankees und die Rangers spielen sehen....

Dienstag, 3. April 2007

Der fruehe Vogel - New York Teil 1


Der fruehe Vogel faengt den Wurm… nach diesem Motto machten wir uns schon um kurz vor sechs auf den Weg zur Greyhound Bus Station, um rechtzeitig fuer unsere Abfahrt da zu sein. Diese war zwar erst fuer sieben Uhr angesetzt, aber auf den Tickets stand extra das man mindestens eine Stunde eher da sein solle. Diese Stunde konnten wir dann damit verbringen, vor der geschlossenen Tuer zu stehen, die dann um kurz vor sieben geoeffnet wurde. Den Sinn dieser Stunde haben wir nicht verstanden, aber da hier ja nicht immer alles so rund laeuft ist es so wohl sicherer. Immerhin konnten wir die Zeit damit verbringen, eine Blondine mit ihrer Mutter zu beobachten, die nach Christines Meinung auf dem Weg zum Dummchen Wettbewerb waren. Um die ordentliche Kleidung dafuer zu haben, hat sie sich waehrend der Wartezeit dann mal eben zwei neue T-Shirts rueckenfrei geschnitten. Die zieht sie dann bestimmt falschrum an ;-)

Das aber das fruehe Aufstehen auch nicht spurlos an uns vorbei gegangen ist sieht man daran, dass unsere Sprueche nicht die ganz Grossen waren. Unser Bus fuhr naemlich ab Gate O-P, was mich natuerlich zu einem Krankenhaus Witz verleitete. Christine meinte dann nur, dass wir zum Glueck nicht von Gate Q fahren, denn da kommen die Busse nicht aus dem Quark. Na ja, Schwamm drueber ;-) Der Bus kam aber ganz gut aus dem Quark, fuhr 5 Minuten vor der normalen Zeit ab und war sogar knapp 45 Minuten eher da. Die Station in New York ist direkt am Times Square, also sehr zentral, und fuer einen Busbahnhof schon ganz schoen beeindruckend. Denn hier werden taeglich 1700 Busse abgefertigt. Da unser Hotel auch recht zentral lag konnten wir vom Busbahnhof aus laufen und taten dies dann auch, denn auf den Strassen ging ueberraschenderweise nichts. Unser Hotel lag direkt in einer Seitenstrasse vom Madison Square Garden, fuenf Minuten zu Fuss zum Empire State Building und 10 Minuten zum Times Square.

Wir hatten ein Rollstuhlfahrer gerechtes Zimmer, was dementsprechend Platz bot. Nachdem wir die Tasche ausgepackt hatten, machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Der erste Weg fuehrte uns ueber den Times Square zum Central Park, und dort in den Central Park Zoo. Der ist nicht besonders gross, dafuer aber ganz nett gemacht und fuer New Yorker Verhaeltnisse auch ganz guenstig vom Eintritt her. Neben der Pinguin Fuetterung konnten wir auch beobachten, wie ein Eisbaer seinen Kaefig sauber haelt…. In dem er ganz gekonnt seinen Popo ueber das Wasser haelt und so…. Ins Detail gehen wir besser nicht…. ;-)

Anschliessend machten wir uns auf den Weg ueber die Fifth Avenue und schauten uns die Sachen dort an… den Spielzeugladen FAO Schwarz (jaja, Zoo und Spielzeuge…. Kinder in Manhattan), die St Patrick’s Cathedral, das Rockefeller Center (wo man uebrigens noch immer Schlittschuh laufen kann) und runter bis zum Flatiron Building. Nach einem kurzen Stopp zum ausruhen im Hotel ging es dann wieder zum Empire State Building, und dieses Mal war die Schlange dort auch nicht so lang wie bei unserem letzten Besuch. Erwartete Wartezeit 60-90 Minuten. Seit wir das letzte Mal dort oben waren hat man den Preis doch tatsaechlich um weitere 4 Dollar erhoeht, so dass man nun 18 Dollar pro Person zahlen muss. Aber schliesslich waren wir ja beim letzten Mal tagsueber oben, nun wurde es schon langsam dunkel. Da wirkt das ganze noch einmal mehr beeindruckend. Die Sicht war total klar und man konnte die Lichter bis in weite Ferne sehen. Unter einem strahlte der Times Square und die ganzen Hochhaeuser, muss man wirklich einmal gesehen haben. Eine Frau neben uns meinte dann auch wie beeindruckend diese Stadt ist, hier noch die Hochhaeuser und ein paar Meter weiter schon das Meer…. Das dies nur der Hudson River war, auf den sie gezeigt hat, haben wir dann mal fuer uns behalten. Waere auch ein sehr kleines Meer gewesen. Gegen 22 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg nach unten, wo man natuerlich auch noch einmal ein wenig anstehen musste, und dann auf zum Times Square, der ja auch erst im dunkeln richtig wirkt. Dort haben wir dann auch zu Abend gegessen (um 22.30!) und sind danach wieder zurueck zum Hotel gegangen. Schliesslich steht ja morgen ein weiterer Tag voller Wanderschaft an…

Den zweiten Teil werden wir dann morgen hier rein setzen. Im Moment haben wir ja viel zu erzaehlen…. New York, Christine’s erste Arbeitstage, ich war gestern auf einem Konzert, heute hatten wir ein tolles Training bei Bob Brown (wer immer das ist) und heute Abend gehen wir zu den Capitals… Also insgesamt viel zu erzaehlen aber wenig Zeit was zu schreiben….. Aber wir geloben Besserung ;-)

Montag, 2. April 2007

2 Birnen im Big Apple.....

Wir wollten Euch nur kurz sagen, dass alles gut geklappt hat und wir auch heile wieder in Washington angekommen sind. Es waren schoene und erlebnisreiche Tage, da werden wir Euch dann morgen in Ruhe von berichten. Jetzt sind wir aber verstaendlicher Weise ein wenig muede (und hungrig) und werden daher mal unser Appartment aufsuchen....