Montag, 30. Juli 2007

Der grosse Tag des Cal Ripken Jr.

Wer kennt ihn nicht, den Cal.... ihr nicht? Macht nicht. Wir bis vor kurzem auch nicht. Aber mal von Anfang an.

Sonntag morgen machte ich mich um 9 Uhr mit unserem Mietwagen auf in Richtung Baltimore und sammelte auf dem Weg noch "unsere" beiden Hollaender ein. Da Christine leider wieder arbeiten musste traten wir die knapp einstuendige Reise also nur zu dritt an. Um kurz nach 10 sind wir in Baltimore angekommen und haben uns erst einmal auf die Suche nach einem Parkplatz gemacht, leider ist es dort nicht so wie hier in Washington das man am Wochenende umsonst parken kann. Was soll's, fahren wir halt bis zum Stadion und stellen uns dort auf den Parkplatz, habe ich mir gedacht. Das habe ich dann sogar in die Tat umgesetzt, nur bin ich an der letzten Kreuzung falsch abgebogen und schwupps waren wir wieder auf der Autobahn Richtung New York. Also naechste Abfahrt runter, einmal wenden und wieder rein nach Baltimore, dieses Mal wussten wir ja wie es geht. Am offiziellen Stadionparkplatz machte man uns darauf aufmerksam, dass wir wenn wir da parken 90 Minuten vor dem Spiel wieder vom Parkplatz runter muessen, denn dann steht der Parkplatz exklusiv den Stadionbesuchern zur Verfuegung.... eine Diskussion das wir ja auch zum Spiel wollen brachte nichts, der Parkplatz wird 90 Minuten vor jeden Spiel geraeumt und dann wieder gefuellt. Das findet ihr sinnlos? Wir auch! Also sind wir ein paar Parkplaetze weiter gefahren, bis hinter das in der Naehe liegende Stadion der Baltimore Ravens und da konnten wir dann parken.
Zu Fuss gingen wir in die Stadt (knapp 10 Minuten Fussweg) und schauten uns erst einmal am Hafen um. Das ist auch der wichtigste Punkt Baltimores, denn als einer der wichtigsten Haefen der USA dreht sich hier alles um diesen. Fuer alle die es interessiert, Baltimore hat knapp 660.000 Einwohner, ist der Geburtsort von Edgar Allen Poe und Frank Zappa und hier in den USA vor allem fuer seine hohe Mordrate bekannt (daher auch der Spitzname "Body more"). Nachdem wir uns die Schiffe (alte Windjammern und ein U-Boot aus dem 2.Weltkrieg) angeschaut haben, wollten wir noch ein weiteres Schiff besuchen, und zwar das einzige US Schiff das den Angriff auf Pearl Harbor ueberstanden hat.... aber das haben wir nirgendwo gefunden.... hoffentlich ist es nicht untergegangen ;-)

Nach einer grossen Runde machten wir es und in einer Bar mit schoenem Blick ueber den Hafen bequem und genossen die vereinzelten Sonnenstrahlen und kuemmerten uns nicht um den zwischenzeitlichen Regen. In der Stadt regierten ohne Frage die Fans aus New York, aber das hatte ja auch einen Grund. Dazu spaeter mehr.

Knapp 45 Minuten vor Spielbeginn machten wir uns dann auf den Rueckweg, also nicht nach Washington sondern zu Fuss zurueck zum Stadion. Da es nun wieder anfing zu regnen wurde das Spiel erst einmal um 45 Minuten verschoben und so blieb dem Stadionsprecher genug Zeit, alle Ehrengaeste vorzustellen. Denn heute war ein besonderer Tag, wurde doch der ehemalige Spieler der Orioles, Carl Ripken Jr., in die Hall of Fame aufgenommen. Neben 53 weiteren Hall of Fame Spielern war unter anderem John Travolta im Stadion zu Gast, und das alles obwohl die eigentliche Zeremonie gar nicht im Stadion sondern in seinem Heimatort knapp 10 Autostunden entfernt stattfinden sollte. Daher waren die meisten Fans der Orioles auch nicht im Stadion (unter dem Motto: "No one left in Baltimore" machten sich hunderte Busse auf den Weg) und so waren halt die Gaeste aus New York eindeutig in der Ueberzahl. Das besondere an Cal Ripken ist, dass er eine Serie von 2.632 Spielen in Folge hatte, die er ohne ein einziges zu verpassen auf dem Rasen gestanden hat. Ausserdem hat er von 1981 bis 2001 nur fuer ein einziges Team gespielt, halt die Baltimore Orioles, und in dieser zwanzig jaehrigen Karriere wurde er 19 Mal ins All Star Team berufen. Seine Aufnahme in die Hall of Fame wurde vom "Hall of Fame Ausschuss" (ich weiss nicht wie das heisst, aber ihr wisst ja wohl was ich meine) mit ueber 98,5 % zugestimmt, einer Summe die es bisher nur zweimal in den letzten 60 Jahren gab. In seinem Heimatort (20.000 Einwohner) war seit Monaten jedes Hotelzimmer um Umkreis von 2 Autostunden ausgebucht und insgesamt waren dort gestern 75.000 Fans. Nur um seine Rede zu hoeren. Scheint also schon was besonderes zu sein......

Baseball wurde uebrigens dann auch gespielt. Das besondere an dem Duell dieser beiden Teams ist, dass die New York Yankees damals als Baltimore Orioles gegruendet wurden, spaeter erst nach New York umzogen und den heutigen Namen bekamen (nachdem sie zwischendurch als New York Highlanders spielten). Die heutigen Orioles sind erst spaeter aus St.Louis nach Baltimore umgezogen worden und haben den alten Namen wieder aufgenommen. Nachdem am Freitag und Samstag die Orioles die Spiele gewonnen haben siegten heute die Yankees mit 10:6 in einem mal wirklich interessantem Spiel. Danach ging es mit dem Auto wieder zurueck nach Washington, wo wir durch einen recht langen Stau erst gegen 20 Uhr angekommen sind. Insgesamt aber mal wieder eine lustige Reise und ein gelungener Tag.

Freitag, 27. Juli 2007

Schoenes Wochenende

Wir wuenschen Euch allen ein schoenes Wochenende!

Dieses Wochenende wird mit es mit Sicherheit (und hoffentlich) ein wenig ruhiger als das Letzte. Aber das ist ja auch nicht schwer. Christine muss wieder beide Tage arbeiten, und ich habe zumindest am Samstag tagsueber nichts vor. Abends werden wir ins Kino gehen, in den Simpsons Film.... mit dem habe ich meine Arbeitskollegen ja schon ganz schoen schocken koennen. Denn sie haben nicht verstehen koennen, dass es den Film auch in Deutschland schon in deutscher Sprache im Kino gibt, und das er sogar ueber einen Tag eher erscheint als hier (hier kommt er erst heute, also Freitag!). Dafuer konnte ich sie dann wieder mit Harry Potter beruhigen, da es das Buch ja im Moment noch nicht auf deutsch gibt.
Sonntag fahre ich mit meiner Kollegin aus Holland und ihrem Freund nach Baltimore und schauen uns da mal ein wenig die Stadt an, und natuerlich darf auch der Sport nicht zu kurz kommen. Daher geht's nachmittags zum Baseball Spiel der Orioles gegen die NY Yankees.

Ansonsten ist die Woche recht ruhig verlaufen, es gab nur kleinere Fragen, zum Beispiel ob es ein Zeichen ist das Christine auf der Arbeit von einer Frau Christine Thomas angerufen wurde, oder ob es was zu sagen hat das mein neues Deo von der Marke "Full Throttle" ist...... und darauf moechte ich jetzt keine Antwort haben, jede Aehnlichkeit mit einem deutschen Wort ist rein zufaellig ;-)

Dienstag, 24. Juli 2007

Kreuz gemacht!

Da stand ich also, an meinem Gate, der Bus kam puenktlich und war fast leer, also rein und hinten bequem gemacht. Ich hatte mich ja schlau gemacht, der Bus sollte knapp 15 Minuten fahren und laut Fahrplan musste ich an der zweiten Station raus. Man wuerde das Stadion aber auch sehen, also alles kein Problem. Direkt nachdem wir durch den Tunnel aus Manhattan raus waren, hielt der Bus einmal, dann ein zweites Mal. Das waere ja eigentlich meine Station, oder? Zumindest nach Fahrplan. Aber weit und breit war kein Stadion zu sehen, also blieb ich mal sitzen. Das war auch besser so, denn ab da fuhr der Bus erst richtig und nach weiteren knapp fuenf Minuten erblickte ich das Stadion. Dann wuerde ich wohl den naechsten Stopp nehmen. Wenn denn einer gekommen waere. Der Bus fuhr naemlich am Stadion vorbei und nach ein paar Sekunden machte ich mich auf den Weg zum Fahrer um zu fragen, wann er denn halten wuerde. Wo ich hinwolle, war seine Frage, und als ich sagte Giants Stadion hielt er direkt am Fahrbahnrand und hat mich rausgelassen, dazu noch was gemurmelt was ich nicht verstanden habe..... So ging es also zu Fuss die vielleicht zwei Kilometer zum Stadion zurueck, schoen durch die Hitze. Aber es war immer noch genug Zeit.
Am Stadion angekommen habe ich direkt den Gaesteparkplatz gefunden, auf dem auch schon die beiden Busse aus Washington standen. Nachdem ich "Oscar" gefunden hatte, der meine Karte hatte, bin ich auch mit den ersten ins Gespraech gekommen. Das war super locker und echt interessant, es waren Leute aus Kroatien (Dynamo Zagreb), Polen, England, Australien und auch aus Deutschland mit an Bord, allesamt Leute die in die USA gezogen sind aber den Fussball nicht missen wollen.

Knapp eine halbe Stunde vor Anpfiff ging es dann ins Stadion, und am Eingang gab es die gleichen Diskussionen wie man sie aus der Heimat kennt.... Trommeln sind nicht erlaubt, doch die sind genehmigt, davon wissen wir nichts.... und so weiter. Intelligent war auch, dass die Tueten mit Papierschnippseln nicht mit reingenommen werden durften, direkt hinter dem Eingang aber 20 Kisten mit Stadionheften standen, die man sich kostenlos mitnehmen durfte.... da war das Papier also wieder da.... Das Stadion war recht schwach besucht, die Stimmung im Block von Washington sehr gut, von New York hoerte man nichts. In der Halbzeit bin ich mal unter die Tribuene gegangen und da kam mir doch tatsaechlich jemand im BVB Trikot entgegen. Ich habe ihn dann gefragt, ob er aus Deutschland komme.... "Ne, wie kommst Du darauf?".... war seine Antwort. Natuerlich auf englisch. Ich habe mir eine Erklaerung gespart.

Das Spiel ging mit 1:0 an New York und nach dem Spiel ging es direkt mit dem Bus zurueck. Dort gab es viele interessante Geschichten, denn die Leute reisen wirklich viel mit Fussball. Neben mir sass jemand, der auch aus der USA zur WM nach Deutschland gekommen war (wie uebrigens viele aus dem Bus, die meisten haben zusammen zwei Wochen in Soest gewohnt!) und neun Spiele gesehen hat, der die letzten beiden Wochen bei der U20 WM in Kanada war und ab August jeden Freitag frei hat um verschiedene College Spiele zu besuchen.... ich glaube das nennt man Hopper ;-) Dazu gab es auch viele interessante Geschichten ueber die Fanszenen hier in der USA, die von DC United selbst (inklusive der Amateure) und ich wurde doch auch tatsaechlich ueber Salzburg ausgefragt, ueber die man erstaunlich gut bescheid wusste..... aber kein Wunder, schliesslich hat der Getraenkehersteller hier ja auch seinen Verein und ist daher aeusserst unbeliebt. Gegen 0 Uhr kamen wir wieder in Washington an und jemand hat mich noch bis zur Union Station gebracht, bevor ich dann mit einem Taxi auch die letzten Meter geschafft habe und erschoepft aber zufrieden ins Bett sinken konnte.

Montag, 23. Juli 2007

Und die Stadt? Ach ja, da war ich auch....

Nachdem ja Samstag mehr der sportliche Teil ueberwogen hat gab es dann am Sonntag dann tatsaechlich die Chance etwas Sightseeing zu machen. Zumindest vormittags. Der Plan war, um 8 Uhr aufzustehen, zu fruehstuecken und dann recht schnell wieder in die Stadt zu kommen, denn gegen 14 Uhr wollte ich am Stadion sein (was ja wiederum auch ausserhalb der Stadt ist).

Bevor ich zum Fruehstueck gegangen bin habe ich noch schnell meine E Mails gecheckt und gesehen, dass ich eine E Mail der "Barra Brava" (DC United's Fanclub) hatte, mit Informationen ueber den Bus Trip mit dem ich ja zurueck nach DC kommen sollte. Man rechnet damit, erst kurz nach 15 Uhr am Stadion zu sein, so dass der Treffpunkt dort fuer 15.30 Uhr festgelegt wurde. Das brachte natuerlich ein nicht erwartetes Zeitpolster fuer mich, so dass ich zunaechst das Fruehstueck etwas ausfuehrlicher gestaltet habe. Und das war wirklich sehr gut und hatte alles zu bieten, so dass es auch fuer den ganzen Tag gereicht hat. Um kurz nach 10 fuhr mein Bus in die Stadt, der wieder am Times Square gestoppt hat. Nun ging es zu Fuss los, und bei der Hitze war es ganz schoen anstrengend. Die Stadt war erstaunlich leer, so war mein Eindruck, denn auf den meisten Strassen und selbst am Times Square konnte man ungehindert laufen. Das ist ja nicht immer so.

Am Broadway entlang ging es runter bis an das Flatiron Building, in dessen Naehe ein Esprit Laden ist und ich sollte (durfte) Christine ein paar Sachen mitbringen. Denn Esprit ist hier in den Staaten ja generell kleiner, und in Washington haben sie keinen Laden. Nachdem ich alles gefunden hatte und die Verkaeufer mich dort in der Damenabteilung ein wenig komisch angeschaut haben ging es die Fifth Avenue hoch, vorbei am Empire State Building. Hier merkte ich, dass die Stadt wohl doch nicht so leer ist, denn die Leute standen nicht nur bis draussen sondern auch noch einmal um die naechste Ecke rum. Zum Glueck musste ich aber nicht hoch, und ging weiter zum Rockefeller Center und dann an den bekannten Geschaeften der Fifth Avenue vorbei bis zum Central Park. Nun war es auch schon 13.30 Uhr und ich war 3 Stunden unterwegs und die Fuesse begannen zu brennen. So ging es ueber die Seventh Avenue zurueck zum Times Square. Die Strasse war fuer einen Flohmarkt gesperrt, so dass es einiges zu sehen gab.

Am Busterminal angekommen konnte ich feststellen, dass es bei weitem nicht so voll war wie gestern und das der Bus raus zum Stadion in 15 Minuten fahren sollte, also war ja alles in Butter...... ob das auch wirklich so geklappt hat? Dazu morgen mehr.............

Yankee Day

Samstag morgen, 4.45 Uhr, der Wecker klingelt.... die Frisur sitzt... Na ja, was soll bei den momentan kurzen Haaren auch nicht sitzen... Dementsprechend ging es schon um halb sechs los Richtung Greyhound Bus Station. Ich wollte mal mutig sein und mit der Metro fahren, mutig deshalb da die Busstation ja nicht in der schoensten Ecke der Stadt liegt. Nach dem kleinen Fussmarsch zur Station musste ich dann aber feststellen, dass die Tore noch runtergelassen waren und anscheinend noch keine fahren wuerde. Also habe ich dann doch ein Taxi genommen und war so recht frueh an meinem Gate.

Die Schlange war super lang, aber schliesslich war es auch kurz vorm Boarding fuer den 6 Uhr Bus, meiner sollte um 6.30 Uhr gehen. Vor mir standen offentsichtlich zwei Touristen, der nach ein paar Minuten mit dem Amerikaner davor ins Gespraech kamen und dann wirklich nur Muell geredet haben. Na ja, die paar Minuten gehen schon um, habe ich da nur gedacht. Sind sie auch, nur der Bus hatte das wohl nicht mitbekommen, denn der kam nicht. Warum nicht? Keine Ahnung, kein Hinweis oder eine Durchsage. Dafuer kamen um 7 Uhr dann zwei Busse und ich konnte einsteigen, weit weg von denen die in der Reihe vor mir standen..... und was machen die? Richtig! Setzen sich noch einmal um zwei Reihen vor mich. Aber es ging dann, denn sie fielen in einen langen Schlaf.

Nach einer recht ruhigen Busfahrt von knapp ueber 4 Stunden kam ich dann um kurz nach 11 Uhr am "Port Authority" an, der Busstation am Times Square. Wer jetzt erwartet, etwas ueber die Stadt erzaehlt zu bekommen, den muss ich leider enttaeuschen. Das kommt erst morgen dran ;-) Mit der Metro ging es hoch in die Bronx, und da ich einen "Schnellzug" erwischte war ich recht zeitig am Stadion. Das ist schon eine ganz andere Nummer als in Washington. Schon alleine die Lage, mit vielen Bars und Schops drumherum, dazu natuerlich die Anzahl der Menschen. Zunaechst habe ich mein Ticket abgeholt und dann eine Runde ums Stadion gedreht, ich konnte mir ja schliesslich etwas Zeit lassen. Als ich dann reinwollte, wurde ich deutlich darauf hingewiesen das Rucksaecke nicht erlaubt seien..... als wenn ich mit meiner Unterbuchse oder meinen Socken darin jemanden verletzen koennte (naja, zumindest nicht mit den ungetragenen ;-) ). Also musste ich noch schnell einen Platz suchen, wo man den Rucksack deponieren konnte, und dann ging es rein und hoch zu meinem Platz, den ich etwa 10 Minuten vor Spielbeginn einnehmen konnte. Hat also irgendwie doch alles geklappt.

Das Stadion fuellt sich mehr und mehr und die Zuschauerzahl wurde mit knapp 54.500 angegeben. Das ist etwa so viel wie bei allen Spielen die wir hier in DC gesehen haben zusammen. Nach dem zweiten Inning lagen die Yankees dann durch zwei Homeruns von Tampa Bay mit 2:0 hinten und die ersten Leute wurden unruhig. Schliesslich hatte man am Abend zuvor schon hoch verloren, ebenfalls gegen Tampa. Das Spiel war recht gut, was auch heisst das es recht lange dauerte. Und dazu knallte die Sonne die ganze Zeit auf die Zuschauer, denn das Dach deckt nur die obersten 10 Reihen ab. Und fuer eine Abkuehlung konnte zumindest ein Bier nicht wirklich sorgen, denn was will man bei einem Preis von 9 Dollar fuer einen Becher (oder 12 Dollar wenn man es von den fliegenden Haendlern im Block kauft) schon machen. Da musste doch mal ein Wasser herhalten.

Die Yankees drehten mit der Zeit das Spiel und gewannen am Ende mit 7:3 nach knapp ueber 3 1/2 Stunden, was der Auftakt fuer eine gute Serie werden sollte (das Spiel am Abend gewannen sie mit 17:5 und am Sonntag Mittag mit 21:4.... da ist Tampa doch ganz schoen unter die Raeder gekommen). Und so wurde nach dem Spiel Frank Sinatra's "New York, New York" gespielt, wie nach jedem Sieg (nach einer Niederlage laeuft das Lied uebrigens in der Version von Liza Minelli)

Nachdem ich meinen Rucksack hatte ging es mit der Metro wieder zurueck Richtung Manhattan an das ganz andere Ende, wo ich nach einem kleinen Snack bei McDonalds in die Staten Island Ferry gestiegen bin und an der Freiheitsstatue vorbei zum naechsten Spiel fuhr. Auch hier kam ich rechtzeitig an, knapp 20 Minuten vor Spielbeginn und das Stadion war wirklich suess. Und wie im "Vorbericht" schon geschrieben mit einer tollen Aussicht. Hier war alles guenstiger und irgendwie familiaerer, Amateursport halt. Hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und auch das knapp 20 minuetige Feuerwerk ueber Manhattan sorgte fuer eine tolle Atmosphaere. Nach dem achten Inning musste ich mich dann wieder auf den Weg zur Faehre machen, damit ich nicht danach eine Stunde warten muss, aber die Staten Island Yankees (also das Heimteam) lagen auch schon aussichtslos zurueck.

Mit der Faehre und der Metro ging es zurueck zum Times Square und dann mit dem Bus raus nach Secaucus in New Jersey, wo mein Hotel stand (und uebrigens immer noch steht).... Hoert sich weit an, ist aber nur eine Fahrt von knapp 15 Minuten. Da natuerlich um die Zeit gerade alle Theater und Musicals zuende waren, war es auch entsprechend voll und ich kam in den ersten Bus nicht rein, aber nach ein paar Minuten fuhr schon der naechste. Gegen Mitternacht erreichte ich dann das Hotel und bezog meine Suite, die irgendwie zu gross fuer den kurzen Aufenthalt war.... aber wer will sich da beschweren. Ich nicht, denn ich brauchte dringend ein Bett. Denn morgen geht es ja weiter.... und auch mit dem Bericht geht es morgen weiter!

Freitag, 20. Juli 2007

Regen? Mit Sicherheit nicht!

Hallo zusammen,

da ich aus der Heimat aufgefordert worden bin, mal wieder etwas in den Blogger zu schreiben, will ich dem naetuerlich auch nachkommen. Denn nicht nur ihr, sondern auch ich bekomme ja so die Zeit um. Die Woche ist soweit recht ruhig verlaufen, auch wenn ich gerade wieder gesehen habe das ich auf sechs Ueberstunden diese Woche komme..... was allerdings darauf beruht das ich immer um 7.30 Uhr angefangen habe, nicht das ich abends laenger bleiben musste. Gestern Abend waren wir mit dem Leuten aus dem Buero raus um eine Kollegin zu verabschieden, die heute ihren letzten Tag hat. Direkt von der Arbeit aus sind wir in zwei Happy Hour Bars gegangen, und so fuehle ich mich heute auch.... auch wenn ich um 21 Uhr zuhause war.

Bei Christine wurden kurzfristig die freien Tage getauscht, so dass sie Dienstag und Donnerstag frei hatte, nicht den Mittwoch wie vorher gedacht. Das lag daran, dass am Mittwoch ihre Regionalchefin zur "Inspektion" vorbeigekommen ist und sich erst Dienstag Abend spaet angemeldet hat. Und da sollten wenn moeglich alle im Buero sein, und es scheint sehr gut geklappt zu haben.... nicht nur das alle da waren, sondern auch der Audit an sich.

Morgen geht es ja dann los nach New York, und gerade ist mir mal eingefallen, dass Baseball Spiele bei Regen ja abgesagt und verschoben werden.... da habe ich doch mal schnell nachgeschaut, wie das Wetter morgen werden soll. Waere ja ein wenig aergerlich, wenn ich dahin fahre und dann die beiden Spiele am Samstag ausfallen. Vorhergesagt sind 26 Grad Celsius, leichte Bewoelkung und eine Regenwahrscheinlichkeit von 0 % (!). Und wer Wetterberichte kennt weiss ja nur zu gut, dass diese Voraussage so ziemlich sicher Regen bedeutet ;-)

Montag, 16. Juli 2007

Ich bin da was am planen dran.... Hopping Wochenende in New York

Wie gestern schon erwaehnt steht naechstes Wochenende wieder einmal eine kleine Tour an. Christine muss leider beide Tage arbeiten, so dass ich mich mit meinen Hummeln im Hintern wieder im Internet schlau gemacht habe, was man denn so unternehmen koennte. Mir war schon laenger klar, dass ich das Spiel von DC United bei den New York Red B***s sehen moechte, schliesslich kann man ja nur noch in dieser Saison das Giants Stadium mit Fussball haken, ab der naechsten Saison haben auch sie ihr reines Fussball Stadion. Nur das Rahmenprogramm fehlte noch..... doch das steht nun auch!

Am Samstag Morgen werde ich mit dem Bus nach New York fahren und gegen 11 Uhr ankommen. Vom Busbahnhof aus geht es direkt in die Bronx zum Heimspiel der New York Yankees (Start 13.05 Uhr), in das "legendaere" Yankee Stadium. Immerhin steht dies seit 1923 an seinem Platz, war frueher die Heimat der New York Giants und dann die der Yankees, und dort drin wurden mehr Meisterschaften gefeiert als in jedem anderen Stadion der USA. Ab 2009 werden die Yankees eine neue Heimat haben und es wird fleissig gebaut, so dass ich das auf jeden Fall dieses Jahr noch sehen wollte. Denn man weiss ja nicht, wie die Chancen dazu im naechsten Jahr stehen wenn die Saison erst im April losgeht.

Nach dem Spiel werde ich dann einmal Manhattan unterfahren und am Suedzipfel in die Staten Island Ferry steigen, und um die Freiheitsstaue herum zum naechsten Spiel fahren, die Staten Island Yankees gegen State College Spikes. Die SI Yankees sind das Farmer Team der "grossen" Yankees und haben vielleicht das Stadion mit dem schoensten Panorama. Es ist direkt am Wasser gelegen, mit Blick auf die Skyline von Manhattan. Und da es direkt an der Anlegestelle der Faehre liegt, eigentlich ein Schnaeppchen.

Nach dem Spiel habe ich ein Zimmer im Embassy Suites, auch etwas auserhalb von Manhattan, aber dafuer direkt am Giants Stadium, wo es dann Sonntag hingeht. Da das Spiel erst um 17 Uhr ist, werde ich mich aber vorher wohl noch einmal aufmachen, um doch ein wenig von der Stadt zu sehen. Soll sich ja auch lohnen ;-) Nach dem Spiel geht es dann mit dem Fanbus von DC United wieder zurueck nach Washington und mit Sicherheit erschoepft ins Bett..... oder aber an den Computer, um euch all die Geschichten zu erzaehlen....

Fuer alle, die die Fotos nicht erkennen, die oberen zwei sind das Yankee Stadium, das dritte ist der angesprochene Blick aus dem "Richmond County Bank Ballpark" auf Staten Island auf die Skyline, und das unterste ist das Giants Stadium (das vielleicht am Sonntag nicht so gefuellt sein wird wie auf dem Bild)
Freitag Abend nach der Arbeit.... wohin geht der erste Schritt? Falsch, nicht in eine Bar. Wo denkt ihr hin? Man muss ja nicht gleicht trinken gehen! Also traf ich mich mit meiner Kollegin aus Holland und ihrem Freund, und wir sind in einen "Liquor Shop" gegangen, um fuer den Abend ein paar Getraenke einzukaufen (also doch ;-) ), schliesslich waren wir ja bei unserer koreanischen Kollegin zum Essen eingeladen.

Um 19 Uhr ging es dann los, mit der Metro raus aus der Stadt bis zur Endstelle und dann wurden wir von Gayle abgeholt. Nach etwa 5 Minuten erreichten wir ihre Wohnung, wirklich schoen gelegen und schoen gross, aber halt etwas ab vom Schuss. Nachdem wir die Wohnung genau unter die Lupe genommen hatten gab es auch schon Dinner, und ich habe mich tatsaechlich an das Sushi gewagt, allerdings nur das ohne Fisch und ein Stueck mit Thunfisch, das ging nicht nur, das war sogar sehr gut. Und obwohl wir mit Staebchen gegessen haben sind Christine und ich satt geworden, also hat genug Essen den Weg zum Mund gefunden....

Wir waren bis kurz nach halb eins da und es war super lustig, Gayle hat noch ein paar Mal erzaehlt dass sie sich im November verloben wird und im April heiratet, nur der Mann weiss noch nichts davon. Wie denn auch, sie sind ja nicht zusammen. Aber das kommt noch.... die wirklich lustigen Geschichten kamen diesmal aber aus den Niederlanden, zum Beispiel wie Tessa's Mutter sich auf dem Weg zu einer Beerdigung dem falschen Trauermarsch angeschlossen hat und das erst gemerkt hat, als sie nachher beim Kaffeetrinken sass, oder wie sie und Tessa bei einer Hochzeit die ganze Zeit an der falschen Kirche standen und die eigene Familie sich auf der anderen Strassenseite koestlich amuesierte. Spaeter hat Gayle uns dann nach Hause gefahren, und da waren wir gar nicht boese drum, denn die Lust mitten in der Nacht mit der Metro zu fahren war doch sehr gering.

Ansonsten haben wir es das Wochenende ruhiger angehen lassen, Christine musste auch am Samstag und Sonntag arbeiten, waehrend ich neben einem Frisoerbesuch und einem Einkauf eigentlich die meiste Zeit am Pool und im Bett verbracht habe, denn das naechste Wochenende wird anstrengend genug..... dazu aber morgen in einem neuen Bericht mehr......

Samstag Abend haben wir oben auf dem Dach gegrillt, und die Sachen waren verdammt gut. Die Zeit ist auch super schnell vergangen, denn wir haben gar nicht gemerkt das wir ganze drei Stunden oben gesessen haben. So ein Grill ist schon eine gute Erfindung, und am naechsten Morgen mussten wir entsprechend weniger fruehstuecken ;-)

Freitag, 13. Juli 2007

Nur kein Fisch....

Und wieder ist eine Woche fast geschafft. Christine hatte am Montag und Dienstag noch frei, dafeur muss sie aber dieses Wochenende beide Tage arbeiten. Bei mir war auf der Arbeit viel zu tun, musste ich doch einen Empfang fuer die "African Union" organisieren, die mehrere Botschafter eingeladen haben. Das war schon spannend und zerrte ein wenig an den Nerven, aber dafuer hat alles sehr gut geklappt und war fuer den Kunden eine lohnende Veranstaltung.... und fuer uns auch ;-)

Ansonsten waren wir am Donnerstag Abend im Kino, im neuen Harry Potter, und haben zum ersten Mal hier ein volles Kino erlebt. Scheinen also doch ein paar Leute hier zu kennen, obwohl ich das zuvor bezweifelt habe. Denn keiner meiner Arbeitskollegen hatte bisher nur eins der Buecher gelesen oder einen der Filme gesehen. "Ich mag solche Science Fiction Filme nicht, wie Harry Potter oder Star Wars oder so...." klingt mir da noch in den Ohren.

Heute Abend sind wir bei meiner koreanischen Kollegin zum Essen eingeladen. Sie hat mich extra gefragt, was ich nicht mag, damit sie nichts falsches macht. Ich habe nur gemeint alles ausser Fisch und Pilze ist ok..... jetzt gibt es Sushi..... Da werde ich mich wohl an die Pilse halten.... Bin mir aber ziemlich sicher, dass es dann morgen einiges lustiges zu erzaehlen gibt. Ihr duerft also gespannt sein......

Montag, 9. Juli 2007

Moechten sie Eis?

Nachdem die letzten beiden Wochenenden doch Spuren hinterlassen haben wollten wir es dieses Mal ein wenig ruhiger angehen lassen. Christine musste auch am Samstag arbeiten, so dass ich den Tag in Ruhe auf dem Sofa haette verbringen koennen.... richtig... koennen. Denn statt dessen habe ich schon seit Mittwoch gesucht, was ich denn so machen kann, und doch tatsaechlich was gefunden.

So machte ich mich nach einem gemeinsamen Fruehstueck und ein paar Telefonaten auf den Weg zum Museum for American Art, in dem ich bisher auch noch nicht war. Neben vielen Bildern und Statuen war dort heute der "Baseball Family Day", mit Spielern der Washington Nationals. Diese haben zunaechst etwas aus Baseball Buechern vorgelesen, dann haben sie sich mit den Kindern oder Familien (oder mir) fotografieren lassen. Ich habe einfach gesagt "Jetzt kommen die grossen Kinder", das fanden sie lustig und schon war das Bild im Kasten. Dazu habe ich noch eine Baseballmuetze und eine Nationals/Miller Bier Kuehltasche geschenkt bekommen und zwei Buttons. Passt doch fuer einen Samstag Morgen. Anschliessend gab es noch eine Fuehrung durch das Museum unter dem Motto "Sport", wozu es dort auch gerade eine Sonderausstellung gibt.

Vom Museum ging es dann mit der Metro zur George Washington University und von dort zu Fuss nach Georgetown.... wieder am schoenen Hafen von Washington vorbei. Ich hatte dort als wir mit Ronny und Britta unterwegs waren eine kurze Buchse gesehen und natuerlich nach langem ueberlegen nicht gekauft, und das wollte ich nun nachholen. Zu Fuss ging es zurueck zum Jefferson, und erst einmal fuer eine halbe Stunde ins Fitnesscenter, dann zur Erholung an den Pool.

Als Christine um halb sieben nach Hause gekommen ist, hat sie sich nur schnell umgezogen und wir sind essen gegangen, ins Cafe Mozart. Das ist der Laden, von dem wir schon einmal berichtet haben, wo es auch all die Sachen zu kaufen gibt die man hier in den Staaten nicht kennt. Angeschlossen ist dann ein deutsch/oesterreichisches Restaurant, und das wollten wir einmal probieren.... was eine gute Entscheidung war. Nach ein paar Woertern enttarnte uns die Kellnerin auch als deutsche und wir konnten alles weitere auf deutsch besprechen (auch wenn das irgendwie komisch und fremd wirkte). Man konnte in die Kueche schauen und dort stand die Tuete, mit denen man wohl die Broetchen bekommen hat.... und der Lieferant hat dann mal zur Sicherheit drauf geschrieben wo es hingehen soll: "Cafe Motzat" Fast!

Aber wollen wir uns ja nicht nur ueber andere lustig machen.... ich habe mir auch meinen Klops gerissen (dabei haben wir gar keine gegessen). Die Kellnerin fragte nach dem Essen, als Christine noch eine Cola bestellt hat, ob sie Eis wolle..... also im Glas. Als sie das verneinte, bin ich direkt eingestiegen und habe gesagt "Nein Danke, ich bin auch satt!".... da hat sich dann meine Tischpartnerin koestlich amuesiert! Das kommt davon wenn man immer ans Dessert denkt! Zu essen gab es uebrigens fuer Christine erst eine Kartoffelsuppe und dann ein Jaegerschnitzel, fuer mich erst Reibeplaetzchen mit Apfelmus und dann Cordon Bleu mit Bratkartoffeln und Spaetzle..... wirklich verdammt lecker. Mit vollem Bauch ging es zurueck, und nachdem der Concierge uns noch ein paar lustige Geschichten aus seiner Army Zeit in Deutschland erzaehlt hat, ging es dann ins Bett.

Freitag, 6. Juli 2007

Independence Day

Nachdem ich nach drei freien Tagen ja wie bereits erwaehnt am Dienstag arbeiten musste, hatte ich mir Mittwoch mal wieder einen freien Tag verdient ;-) Denn schliesslich war Independence Day und Christine hatte auch frei. Den Vormittag haben wir erst einmal genutzt um auszuschlafen und dann gemuetlich zu fruehstuecken. Und schwupps, war es schon 11 Uhr durch. Wir hatten am Tag zuvor das "Eventprogramm" durchgesehen, und ausser der Parade und dem Feuerwerk abends war eigentlich nichts was uns vom Hocker gerissen haette.... wir haben ja auch gar keinen....

Da die Parade aber schon um 11.45 Uhr losging, entschied sich Christine doch zuhause zu bleiben. Die wuerde doch bestimmt so werden wie die letzten beiden die wir gesehen haben. Aber ihr kennt ja auch mich, mit meinen Hummeln im Hintern bin ich dann doch gegangen und musste feststellen, dass Christine recht hatte. Es war zwar ganz nett und es gab ein paar mehr Wagen als sonst, aber im grossen und ganzen sind die Paraden schon immer sehr aehnlich. Ob jetzt die Marching Band aus North Carolina oder aus South Dakota mitmarschiert, oder ob dieses mal statt dem Corvette Club der Ford Mustang Club mitfaehrt, macht alles keinen wirklichen Unterschied. Lustig war ein Mann auf seinen Stelzen, der freundlich gewunken hat und direkt vor mir dann von seinen Stelzen gefallen ist. Den mussten dann zwei Polizisten von der Strasse tragen, aber passiert ist ihm nichts. Da die Parade ein wenig kuerzer war als gedacht bin ich schon um 2 Uhr wieder zuhause gewesen und wir konnten uns etwas ausruhen.

Abends wollten wir uns mit meinen Arbeitskollegen wieder an der Mall treffen fuer das Feuerwerk, sie waren schon so ab 17 Uhr da und wir wollten ein wenig spaeter kommen. Das war auch nicht die duemmste Idee, schliesslich hatten sie im TV ein Gewitter und sogar eine Tornado Warnung durchgegeben. Das Gewitter ist auch gekommen und wir haben einen Anruf bekommen, dass meine Arbeitskollegen wieder von der Mall runter geschickt wurden wegen dem Tornado.... Amerikaner uebertreiben in ihren Massnahmen ja gerne ein wenig. Nachdem es knapp 30 Minuten geregnet hat sind wir losgegangen und waren gegen 20 Uhr am Washington Monument und haben es uns da gemuetlich gemacht..... soweit man das zwischen tausenden von Leuten machen kann. Um kurz vor neun kamen dann auch die anderen, und zwei Minuten spaeter ging das Feuerwerk los. Es war ganz nett und dauerte knapp 30 Minuten, dazu so flotte Musik wie die amerikanische Nationalhymne ;-) Da es sehr windig war (ihr wisst ja, kurz vor einem Tornado...) sind leider ein paar Bilder die sich in der Luft aus verschiedenen Raketen bilden sollten verweht worden, aber wie schon gesagt war es insgesamt sehr gut. Nach dem Feuerwerk haben wir noch ein paar Minuten gewartet bis die meisten Leute weg waren und sind dann auch nach Hause gelaufen, so dass wir gegen 22.15 Uhr wieder da waren.

Mittwoch? Oder Montag? Oder wie?

Montag morgen..... diesmal treffen wir uns schon um halb neun bei uns im Appartment, schliesslich muss Christine heute arbeiten und ich darf alleine den Reisefuehrer machen.... Christine trinkt noch einen Kaffee mit uns, waehrend wir gemuetlich fruehstuecken. Um neun Uhr geht sie zur Arbeit, die Reisegruppe schmeisst eine Maschine Waesche an und ich telefoniere erst einmal mit Keule und gratuliere zum Geburtstag. Gegen halb elf geht es dann wieder los.... wie die Sklaven schleife ich die beiden durch die Stadt ;-)

Heute fahren wir mit der Metro erst einmal zum Zoo, schliesslich muss der Ground ja auch gemacht werden. Der Zoo Informer will ja voll werden. Nachdem wir den Asia Trail abgelaufen sind und uns die Pandas angschaut haben, wollten Ronny und ich erst einmal das "Reisetagebuch" auf die Videokamera sprechen und haben uns dafuer vor die Elefanten gestellt..... wer jetzt meint "das passt ja!", dem sagen wir danke, denn die Alternative waeren die Affen gewesen ;-) Bei den Grosskatzen war heute anscheinend Damentag, denn die Herren der Schoepfung duerften eine Kneipentour gemacht haben.... ist vielleicht so etwas wie Vatertag heute. Denn weder der maennliche Loewe noch der Tiger noch irgendein Leopard waren da, und das war die einzige Erklaerung die Ronny und ich finden konnten.

Nach dem Zoo sind wir nach Georgetown gefahren, wobei fahren ein wenig uebertrieben ist. Denn wir konnten nur eine Station fahren und mussten dann knapp 25 Minuten laufen, denn in Georgetown gibt es keine Metro. Typisch war natuerlich, dass wir nachdem wir angekommen sind gesehen haben, dass von dort zu den beiden naechsten Metro Stationen ein Shuttle faehrt.... das haette der Reiseleiter aber auch ruhig mal sagen koennen. Der kennt sich ja gar nicht aus.... Das wohl groesste Highlight war aber der Hafen von Washington.... der uns empfohlen wurde. Ich war selbst auch noch nicht da, aber da koenne man schoen sitzen und die Boote anschauen, wurde mir gesagt. Konnte man auch, in den zwei Restaurants die da waren, und man hatte einen tollen Blick auf die fuenf Boote die da lagen. Nur fuenf? War der Hafen so leer?..... Nein, mehr Platz war nicht, denn der Hafen besteht nur aus einem Steg. Ist bei einer solchen Kleinstadt aber auch nicht verwunderlich.

Auch zurueck ging es dann zu Fuss, und waehrend Britta schon einmal packen gegangen ist machten es sich Ronny und ich noch fuer ein halbes Stuendchen im Post Pub bequem, bevor wir dann zurueck zu unserem Appartment gegangen sind und zum Pool hoch. Die kleine Erfrischung tat wirklich gut, zwischendurch kam auch Christine mit einem "Interessenten" vorbei, da sie gerade eine Fuehrung gegeben hat. Um kurz nach sechs, Christine hatte endlich Feierabend, sind wir vier dann zu den Washington Nationals gefahren zum Spiel gegen die Chicago Cups. Erstaunlich viele Leute aus Chicago waren da, aber da am Mittwoch Feiertag ist laesst sich das wohl gut verbinden. Bevor wir die Regeln komplett erklaeren konnten war auch schon das vierte Inning um und Washington lag mit 0:7 hinten. Super! Sie holten zwar noch zum 2:7 auf, das war es dann aber auch. Nach dem Spiel packten Ronny und Britta dann weiter Koffer, wir alle warfen noch einen Mitternachts Snack ein und quatschten dann noch bis halb drei. Ronny und ich haben es uns auch nicht nehmen lassen, noch einmal diesen Tag fuer die Videokamera und damit fuer die Nachwelt zusammen zu fassen.... leider war es da schon sehr spaet und die Biervorraete teilweise geleert.... ich fasse nur mal den Auftakt zusammen Ronny: "Hallo zusammen, wir haben heute Mittwoch..." Thomas: "Stimmt nicht, wir haben Montag"..... Christine aus dem Hintergrund: "Um euch zu helfen, es ist Dienstag Morgen!"..... weiss nicht ob ich das noch einmal sehen moechte ;-)

Am Dienstag morgen war es dann umgekehrt.... Christine hatte frei und ich musste arbeiten, auch wenn ich mich nicht wirklich danach fuehlte..... waehrend ich mich also an den Schreibtisch bequemte hat Christine noch Ronny und Britta zum Flughafen nach Dulles begeleitet und nach Florida verabschiedet.

Donnerstag, 5. Juli 2007

No Pictures!

Auch heute, also Sonntag, trafen wir uns wieder um 9 Uhr morgens zum Fruehstueck..... 09 Uhr ist halt so eine Zeit die wir moegen ;-) Dieses Mal musste aber keiner Broetchen kaufen gehen und da Ronny schon fleissig am spuelen war konnten wir direkt den Tisch decken. Danach haben wir erst einmal Mirko angerufen um zum Geburtstag zu gratulieren und uns anschliessend wieder als Touristen verkleidet und uns auf den Weg gemacht.

Zunaechst wieder vorbei am Weissen Haus, das liegt halt auf dem Weg, und dann runter zur Mall. Jetzt fragt ihr euch bestimmt "Waren die da nicht gestern schon?".... doch, waren wir. Aber dieses Mal sind wir rechts rum gegangen, was mehr die Memorial Strecke ist. Gestern war es ja links rum und die Museum Strecke. So kamen wir erst am Washington Monument vorbei, und hier konnte ich meine Schaetzkunst unter Beweis stellen. Die beiden fragten naemlich, wie hoch es sei, und ich habe einfach glaubwuerdig 169 Meter gesagt.... ohne eine Ahnung zu haben. Abends habe ich es dann mal gegoogelt, es sind 161 Meter. Das geht noch als Rundungsfehler durch ;-)

Danach kam dann das World War II Memorial an die Reihe, das Korean War Memorial, das Vietnam War Memorial und zu guter letzt das Lincoln Memorial. War also die klassische 1-3-1 Aufstellung, ein Praesidenten Denkmal, drei Kriegsdenkmaeler und ein weiteres fuer einen Praesidenten. Vor dem letzten stand ein junger Mann mit einem Schild "Free Huggs", was so viel heisst wie kostenfreie Umarmung. Fast alle Maedels sind dahin gelaufen und haben sich umarmen und mit ihm fotografieren lassen, auch Christine konnte ich nicht zurueck halten..... ich werde mir fuer die naechsten Tage auch mal ein Schild malen..... Ihr koennt ja mal Vorschlage einreichen was ich draufschreiben soll.....

Ueber die Arlington Bridge ging es zum gleichnamigen Friedhof und zum Grab von John F Kennedy, und so langsam wurde die Haut immer roeter. Also nicht die von Herrn Kennedy, sondern unsere. Und nicht weil wir uns schaemten, sondern weil die Sonne den ganzen Tag knallte und man es durch den Wind nicht so wirklich gemerkt hat. Aber nun war die meiste Zeit der Fussmaersche auch vorbei und wir fuhren mit der Metro zur Pentagon City Fashion Mall, einem Einkaufszentrum. Und was kauften wir als erstes? Ein Eis! Das tat auch gut. Nachdem wir ein paar Runden gedreht haben sind wir von da wieder eine Metro Station zurueck gelaufen, da steht naemlich das Pentagon. So konnten wir aus einiger Entfernung noch ein Foto davon machen, was ja eigentlich verboten ist, und aus einem Polizeiwagen kam auch direkt die entsprechende Ansage: "No Pictures".
Von dort ging es dann aber wieder mit der Metro zurueck nach Hause, wobei Ronny und ich eigentlich einen Stopp im Post Pub einlegen wollten, dieser hatte aber zu..... na ja, wenn er sich selbst um die Millionen bringen will.... Zurueck im Appartment haben wir dann uns erst einmal ein wenig erholt, bevor wir dann Pizza holen gegangen sind und es uns auf dem Dach bequem gemacht haben. Mit einigen Getraenken haben wir es da auch bis 23 Uhr ausgehalten, auch wenn da oben eigentlich um 22 Uhr dicht gemacht wird. Doch wenn man eine Mitarbeiterin in seiner Gruppe hat, kann es schon einmal eine Sonderregelung geben...... Ronny und ich haben sich dann auch noch im Synchronschwimmen versucht, aber nach dem "Becken der Schande" von Barcelona gibt es da fuer Dortmunder ja nicht mehr viel zu holen ;-)

Mittwoch, 4. Juli 2007

Ich fuehl mich wie ein Tourist....

Samstag Morgen, 9 Uhr.... Zeit zum Fruehstueck. Nach einer etwas unruhigen Nacht (wir sind es halt nicht gewohnt das immer wieder Katzen ins Bett huepfen um gekrault zu werden) trafen wir uns zur besagten Uhrzeit oben in unserem Appartment. Christine und Britta machten sich dann auch direkt auf den Weg, um im Wholefood frische Broetchen zu holen, und Ronny und ich deckten den Tisch.... die wahren Hausmaenner eben ;-)

Nach einer ausfuehrlichen Mahlzeit starteten wir das Sightseeing. Zuerst vorbei am Weissen Haus, dann runter zur Mall und links herum. Links hiess dann erst einmal ueber das "Smithsonian Folklife Festival", dass zu Zeit auf der Mall ist und wo sich jaehrlich einige Laender praesentieren. Dieses Jahr war es unter anderm Nordirland, die eine Whiskey Brennerei aufgebaut hatten, wo es aber keinen Alkohol gab. Das klingt sinnlos? Fanden Ronny und ich auch, die Maedels waren eher froh.... Als kulturinteressierte Touristen besuchten wir anschliessend das National Museum of Natural History (also quasi das Naturkunde Museum) und das Air and Space Museum, wo sich Ronny als Astronauten Fan heraus stellte (Original Zitat Britta: "Das hat er mir bisher auch noch nicht gesagt").

Den Hoehepunkt der Museumstour sollte aber das National Museum of the American Indian bilden, das Indianermuseum. Draussen gab es einige Sicherheits Vorkehrungen und ich halte immer noch Ronnys Theorie am wahrscheinlichsten, das sie sichere Hinweise haben das Cowboys das stuermen wollen. Spaetestens wenn Dallas bei den Redskins spielt ;-).... jetzt fragt ihr euch warum das der Hoehepunkt werden sollte? Weil wir den beiden von Anfang an erzaehlt haben, dass es dort eine Tafel gibt mit allen Indianerstaemmen... und wenn man auf die jeweiligen Knoepfe drueckt werden die Namen ausgesprochen. Unser Favorit war ja der Stamm "Wokwakawok", dessen Knopf ich beim letzten Mal 10 mal hintereinander gedrueckt habe. Wir wollten nur schnell rein, die Knoepfe druecken, lachen und wieder raus, aber wir haben die Tafel nicht mehr gefunden. Also sind wir doch ueberall lang gegangen um am Ende festzustellen, dass sie Teil einer Wanderausstellung war und nicht mehr da ist. Super!

Von dort aus ging es dann zum Capitol und auf den Turm vom Old Post Office, von dem man eine schoene Sicht ueber die ganze Stadt hat. Da nun langsam die Fuesse weh taten ging es auch zurueck zu unserem Appartment, schliesslich waren wir nun schon knapp ueber 7 Stunden gelaufen, da darf man auch mal schnwaecheln..... und Hunger kriegen. Um dem entgegen zu wirken sind Ronny und ich dann einkaufen gegangen. Eigentlich sollten wir nur Spaghetti und gruene Pesto besorgen, doch dann wurde es immer mehr so das wir beiden doch einen Zettel zur Hilfe genommen haben.... sicher ist sicher! Ihr kennt uns beiden Experten ja. Und wir haben auch alles gefunden, nur die falschen Spaghetti gekauft (nach dem Kochen waren die total klein und duenn, ich weiss uebrigens bis jetzt nicht warum), dafuer aber das richtige Bier.... war ja klar.
Nach dem Essen haben wir uns ein wenig ausgeruht und spaeter "Mensch aerger dich nicht" gespielt..... ratet mal wer gewonnen hat ;-) Ronny hat sich uebrigens immer gefreut, wenn er geschmissen wurde (und das kam oft vor).... denn er hatte die Blauen! Irgendwann gegen 23 Uhr sind wir dann zu Bett gegangen, um auch fuer morgen wieder fit zu sein..... und auch in dieser Nacht waren es die Katzen, die lange fit waren..... Alles ueber den Sonntag gibt es dann morgen!

Dienstag, 3. Juli 2007

Besuch aus der Heimat - Teil 1

So, da sind wir wieder..... sorry erst einmal, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben, aber wir hatten hohen Besuch aus der Heimat..... wie die meisten von Euch ja wissen waren Britta und Ronny von Freitag bis Dienstag Mittag bei uns und da haben wir die Abende nicht vor dem Computer verbracht ;-)

Freitag war also der grosse Tag. Lange haben wir uns schon darauf gefreut, und seit 45 Tagen die Tage am Kalender runtergezaehlt. Die beiden waren fuenf Tage in New York und sind mit dem Greyhound Bus rueber gekommen, der eigentlich um 17.30 Uhr ankommen sollte. Soweit die groben Planungen. Da Christine bis 18 Uhr arbeiten musste, habe ich natuerlich gesagt, dass ich sie abholen komme. Sollte ja kein Problem sein, da gehe ich ein paar Minuten eher zur Arbeit und hau um 16 Uhr ab, dann bin ich rechtzeitig da und auch fuer den Fall gewappnet, dass sie wie wir bei der letzten Fahrt eher als geplant ankommen. Doch dann wurde mir kurz vorher ein Training aufgebrummt..... von 9 bis 17 Uhr. Und da das anscheinend noch nicht genug war, noch ein "All Managers Meeting" von 15 bis 17 Uhr (wie das passen sollte wusste uebrigens keiner). Dann wurde aber dieses Meeting zwei Tage vorher gestrichen, und wir bekamen die Info, dass das Training doch schon um 15 Uhr endet.... also wieder alles bestens. Doch zu frueh gefreut..... Ich hatte eine Gruppe eingebucht, die Freitag im Hotel angekommen ist, und die Ansprechpartnerin wollte mich dann noch einmal kurz kennenlernen. Schliesslich haben wir ja ein paar Monate miteinander telefoniert. Sie sollte um nach 14.30 Uhr ankommen, was ja wundervoll gepasst haette.... haette! Denn ihr Flieger hatte ueber eine Stunde Verspaetung, und am Flughafen sass sie noch 20 Minuten im Flieger weil man die Tueren nicht aufbekommen hat. So erreichte sie das Hotel erst um kurz vor halb fuenf, wahrend Ronny mir schon mitteilte "Wir fahren gerade in Washington ein"..... da hiess es also beeilen. Schnell "Hallo" gesagt, ihr meine Handynummer gegeben (jaja, ich habe seit Freitag ein Firmen Handy, oder besser gesagt ein BlackBerry) und dann umziehen, zur Metro sprinten, und ab zur Union Station.

Als ich um die Ecke bog und die Busstation erblickte, kamen gerade Ronny und Britta raus und stellten ihre Koffer ab..... also habe ich mein "Welcome to DC" Schild hochgehalten und sie haben mich erkannt ;-) Scheine ich mich hier ja doch nicht so veraendert zu haben. Mit den Koffern kam einem der Rueckweg zur Union Station doch ein wenig laenger vor, nach einmal umsteigen und den letzten paar Metern zu Fuss kamen wir fast genau um 18 Uhr im Jefferson an, und stoppten erst einmal bei Christine im Buero! Hatte ich also meine Aufgabe erfuellt, die sie mir morgens gegeben hat.... "Bringst Du mir was mit? Was spannendes.... und was zum spielen..... und Ronny und Britta!"

Oben konnten wir dann erst einmal die Koffer abstellen (wir ist uebrigens gut, ich musste ja nichts tragen ;-) ) und haben dann auf Christine gewartet, die ein paar Minuten laenger machen musste. Dann haben wir eine kleine Tour durch das Haus gemacht und mal gezeigt, wie wir hier so wohnen. Und natuerlich haben wir uns ausfuehrlich ueber New York erzaehlen lassen, die Foto DVD's der Hochzeiten der letzten beiden Wochen geschaut und uns auch an die Bilder der Junggesellenabschiede getraut..... Dann haben wir die Gruesse aus DO entgegen genommen, Ronny hat extra einen Zettel gehabt wo er alle Namen aufgeschrieben hat.... liebe Gruesse zurueck ;-)

Spaeter sind wir Essen gegangen, in die ESPN Sportsbar, haben schon einmal einen Blick auf das Capitol bei Nacht geworfen und den Abend dann gemuetlich in der Capitol City Brewing Company ausklingen lassen, bei einem dort gebrauten Hefeweizen. Als wir um kurz nach 1 Uhr wieder zuhause waren, haben wir den beiden unser Appartment ueberlassen, denn wir haben bei Christines Chefin im Gaestezimmer uebernachtet..... diese ist naemlich auch bis Ende dieser Woche nicht da und war so nett, uns dort schlafen zu lassen..... so koennen wir auch besser auf die Katzen aufpassen. Und es ist ja viel besser, als wenn wir oben zu viert haetten schlafen muessen, denn dann haetten zwei auf jeden Fall auf dem Boden liegen muessen..... Und es galt ja Kraft zu sammeln fuer die naechsten Tage..... dazu dann morgen mehr!