Mittwoch, 30. Mai 2007

Wichtige Eilmeldung!!

Thomas' weggeflogenes Brötchen ist in San Diego, Kalifornien gelandet und hat ein Verbrechen verübt. Siehe beiliegenden Zeitungsausschnitt:


Vom Winde verweht....

Wie schon erwaehnt hatten wir auch hier in den Staaten ein verlaengertes Wochenende, wenn auch nicht wegen Pfingsten sondern wegen dem “Memorial Day” am Montag. So konnten wir das Wochenende ein wenig mehr als sonst geniessen, und auch das Wetter sollte mitspielen. Am Samstag und Sonntag waren es knapp ueber 30 Grad Celsius, und am Montag immerhin noch 28.

So machten wir uns am Sonntag morgen auf, mit der Metro zum Arlington Friedhof zu fahren. Nicht aber um auf den Friedhof zu gehen (was tausende andere machten), sondern um uns an die Arlington Memorial Bridge zu stellen, ueber die der “Rolling Thunder” rollen sollte. Wie schon erwaehnt ist dies eine Motorrad “Parade”, die an die “Pow Mia” erinnern soll. Wer sich nun fragt was das ist, dem geht es genauso wie uns am Sonntag. Zum Glueck gibt es ja Wikipedia, und so konnten wir dies spaeter nachschauen. Pow Mia steht fuer “Prisoner of war” & “Missing in action”, also fuer die Kriegsgefangenen und Vermissten der Kriege (immerhin noch 88.000 Amerikaner).
Schon das gesamte Wochenende hatte man die Motorraeder in der Stadt gehoert, nun aber sah man erst wie viele es waren. Die Schaetzungen liegen bei knapp 35.000, davon 90 Prozent Harley Davidson und natuerlich auch alles Typen, wie man sie sich vorstellt. Graue Baerte, Bierbauch, Lederkutte, Tatoos…. Ich denke das “Kumpeltypen” Foto sagt alles. Insgesamt war es schon recht interessant anzuschauen, auch wenn uns nach knapp einer Stunde etwas die Ohren droehnten und wir langsam auch genug von den Abgasen hatten. So gingen wir schon einmal Richtung Lincoln Memorial, wo spaeter die Kundgebung stattfinden sollte, und schauten uns dort noch einmal ein wenig um. Zu den einzelnen Memorials sind wir aber nicht noch einmal gegangen, dass sollen heute mal die Leute machen die jemanden dort kennen oder selbst da waren….
Zu Fuss ging es dann zurueck und an jeder Ecke kamen einem noch die Motorraeder entgegen, schliesslich waren nach nun knapp 2 Stunden immer noch nicht die letzten ueber die Bruecke gekommen.
Zuhause machten wir es uns dann zum ersten Mal richtig am Pool gemuetlich und ich bin auch einmal reingehuepft…. Schon lustig, der Pool ist 7x3 Meter gross und geht mir an der tiefsten Stelle bis zur Brust, aber wir muessen dort eine Rettungsschwimmerin haben. Die muss jeden Tag von 10 Uhr bis 22 Uhr da sein und freut sich natuerlich riesig ueber diesen spannenden Job. Abends haben wir dann auch unsere Kuehltasche gepackt und uns oben schoen den Tisch gedeckt. Als gerade die ersten Sachen auf dem BBQ Grill lagen kam einer unserer Nachbarn hoch und meinte nur, dass sie gerade ein Gewitter (hier heisst es ja Thunderstorm, hoert sich noch ein wenig dramatischer an) angekuendigt haben, dass in den naechsten Minuten hier sein soll. Da wir noch schoen in der Sonne sassen haben wir uns etwas unglaeubig umgedreht, und wie in einem Film zog da eine schwarze Front auf und der Himmel war wirklich komplett dunkel. Also habe ich schnell die Sachen zusammengepackt und runtergebracht, Christine hat das restliche Fleisch auf den Grill gelegt und als ich wieder nach oben kam (alles in allem vielleicht nach fuenf Minuten) sah ich nur den ersten Schirm Richtung Christine fliegen, inklusive dem Tisch unten dran. Dieser ist dann natuerlich auch in der Mitte durchgebrochen, wir haben nur schnell der Rettungs-Schwimmerin geholfen die Sachen in Sicherheit zu bringen und uns dann unser Fleisch geschnappt. Mein Broetchen, was zum toasten da drauf lag, hat sich dann mal direkt selbststaendig gemacht und ist im hohen Bogen davon geflogen, den Rest haben wir aber sicher nach unten gebracht und haben unser Barbeque dann in der Wohnung fortgesetzt. Ging aber auch….. draussen hat es ueber eine Stunde lang richtig doll gewittert, aber das sollte uns ja nun egal sein. Nur meinem armen Broetchen ging es bestimmt schlecht ;-)

Am Sonntag sind wir zur offiziellen Memorial Day Parade gegangen. Die erste Stunde war es ganz nett anzuschauen, dann wiederholte sich aber das Meiste und die Leute wurden auch nicht mehr juenger ;-) Vorne sind halt Leute gelaufen, die in den Uniformen und Kostuemen der fruehen Kriege waren, also Buergerkrieg und so weiter, ab dem ersten Weltkrieg wurde es dann ein wenig mau. Irgendwelche Generaele, die sie wahrscheinlich jedes Jahr ausbuddeln, wurden auf oder in Autos gesetzt und dann herum gefahren, bei manchen hatte man den Eindruck sie wissen gar nicht wie ihnen geschieht. Trotzdem musste Christine einmal die Beine in die Hand nehmen, denn jemand fuhr an uns vorbei, den sie zuerst nicht erkannt hat (war auch schwer bei Muetze und Sonnenbrille) - Gary Sinise, Schauspieler in Forrest Gump und CSI New York. Da er schon vorbei war als ich die Kamera rausgeholt hatte, musste sie dem Wagen halt hinterher rennen, und das geht gut bei den Temperaturen ;-)
Dann kamen halt Wagen mit Ueberlebenden von Pearl Harbour und so weiter… auch hier gingen wir nach einiger Zeit der Parade entgegen und kuerzten die Zeit so etwas ab, denn alles in allem dauerte es auch hier knapp ueber 2 Stunden. Von da aus ging es dann wieder nach Hause, wo wir uns einen gemuetlichen Abend gemacht haben und das erste Spiel der Eishockey Stanley Cup Finals im TV geschaut haben, in dem die Anaheim Ducks gegen Ottawa mit 3:2 gewonnen haben, nach zweimaligem Rueckstand.

Gary Sinise - bekannt als Lieutenant Dan in Forrest Gump und aus CSI New York



Einfach mal anklicken und auf das Schild achten....

Sonntag, 27. Mai 2007

Katzen(kinder), Biker und Memorial Day

Auch hier bei uns gibt es ein verlaengertes Wochenende.... aber keine Angst, hier kuemmert sich niemand um Pfingsten. Statt dessen feiern "wir" den Memorial Day. Dabei gedenkt man den gefallenen Soldaten, und davon gibt es hier in den Staaten ja einige.

Da der Montag also ein nationaler Feiertag ist, treibt es viele Leute zu einem Kurzurlaub. So auch die Chefin von Christine, die ja auch hier im Haus wohnt. Allerdings konnte sie weder uns noch ihre beiden Katzen mitnehmen, und so einigten wir uns ueber eine neue "WG". Zweimal am Tag schauen wir nun nach den beiden und geben neues Futter, reinigen die Katzenklos und kraulen die verwoehnten Tierchen ein wenig. Das heisst, eine von den beiden. Denn die andere (natuerlich die Frau) hat Angst vor uns und versteckt sich immer. Meist aber nur so, dass der Kopf irgendwo drunter ist nach dem Motto "seh ich euch nicht, seht ihr mich nicht". So koennen wir zum Beispiel das zweite Bild unter das Motto stellen "Finden sie die Katze"..... schwierig! Die beiden sind Himalaya Katzen und heissen Stoddler und Marmelade (sieht ein wenig doof aus wenn man es schreibt, geht aber wenn man es auf englisch spricht), daher sehr edel und so verhalten sie sich auch.... ein wenig so wie Loewen... halt Koenige unter den Katzen.

Morgen werden wir uns dann in den Memorial Day Trubel stuerzen, zuerst einmal zur "Rolling Thunder Motorcycle Rallye". Das ist ein Motorrad Umzug durch die Stadt, an dem zum Beispiel im letzten Jahr 30.000 Motorraeder teilgenommen haben. Dieses Mal erwarten sie ein wenig mehr, da es das 20. Jubilaeum dieser Tour ist. Los ging es auch schon am Freitag, so dass man das ganze Wochenende schon die Motoren in der Stadt hoert. Aber schliesslich ist Washington selbst ja genauseo gross (von den Einwohnern her) wie Dortmund, und da wuerde eine solche Anzahl an Motorraedern ja wohl auch auffallen. Los geht es um 12 Uhr, dann faehrt man 90 Minuten durch die Stadt und hat am Ende eine Kundgebung am Reflecting Pool (den man ja unter anderem aus Forrest Gump kennt, auch ansonsten sollen sa solche Reden wie "I have a dream" gehalten worden sein).

Montag geht es dann zur offiziellen Memorial Day Parade, was wohl eher nicht so viel Spass bringt wie die St Patricks Day Parade, dafuer aber fuer das Land umso typischer ist. Auf jeden Fall werden wir darueber nachher mal berichten. http://www.nationalmemorialdayparade.com/

Diese Woche haben wir uebrigens noch etwas nettes gefunden. Wir waren in der Stadt und sind einen "neuen" Rueckweg gelaufen, nur eine Strasse parallel zu dem Weg den wir sonst immer nehmen. Und auf einmal sehe ich nur die Aufschrift "German Cafe".... und wie hiess es natuerlich? "Mozart". Kein Wunder das die Amis den Arnold fuer einen Deutschen halten. Wir sind aber dennoch rein, und das war neben einem Restaurant auch ein deutscher Supermarkt. Christine hat sich gar nicht mehr einbekommen, denn wir haben alles gefunden, was es sonst hier nicht gibt: Katjes Katzenkinder, Fix Beutel, Sahnesteif, Milka Schokolade (auch weisse!), Nivea Creme, Knoedel, Ue-Eier, Rotkohl.... fast wie zuhause. Zwar ein wenig teurer, aber was soll's. Ab und zu werden wir da nun wohl einmal hingehen, und auch das Restaurant kann man ja mal ausprobieren. Wie heisst es so schoen... ein Stueck Heimat in der Fremde, auch wenn es Mozart ist ;-) (http://www.cafemozartgermandeli.com)

Freitag, 25. Mai 2007

Donnerstag, 24. Mai 2007

Kurzgeschichten aus einer anderen Welt

So, nach all den langen Berichten hier mal wieder ein paar kleine Anekdoten fuer zwischendurch.

Frisoer, die dritte:
Diese Woche war es mal wieder soweit. Mein dritter Frisoerbesuch wurde noetig, und einige Zeit ueberlegte ich, ob ich wieder den selben Barber Shop wie beim letzten Mal aufsuchen soll. Denn auch wenn es beim ersten Mal richtig gut war, beim zweiten glich die Haarlaenge eher der Alpe D’Huez Etappe bei der Tour de France… am Anfang ganz flach und zur anderen Seite wurde es immer hoeher. Damals hatte ich das ja erst zuhause bemerkt und bin dann auch wirklich noch einmal hingegangen, um das korrigieren zu lassen.
Aber der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und so ging ich wieder zu Mr. Duvall, der dieses Mal nicht selbst Zeit fuer mich hatte. Also geriet ich an seinen Kollegen. Wer sich noch an den ersten Bericht aus dem Januar erinnern kann…. das war der nette Herr der die ganze Zeit beim Radio laut mitsingt, tanzt, beim Schneiden gar nicht auf die Haare guckt und nur auf seinem Zahnstocher kaut. Was soll’s… Als ich dann im Stuhl sass erst einmal wieder die uebliche Geschichte…. “Wo kommen Sie denn her? Deutschland? Wow, ich war auch drei Jahre in Deutschland…. In Heidelberg.” Jaja, wir wissen schon bescheid. Ich hatte mein schwarzes T-Shirt von der islaendischen U 21 an, und mein Zahnstocher Frisoer dachte, dass waere deutsch hinten drauf und hat mich gefragt, wie man das ausspricht. Da ich keine Ahnung hatte habe ich ihm dann erklaert, dass das Shirt islaendisch ist. Woher ich das denn haette, wollte er wissen.
Ok… was nun? Soll ich ihm die wahre Geschichte erzaehlen? Das uns das die Spieler der islaendischen U21 in Luebeck geschenkt haben, als wir nach dem Spiel im selben Hotel waren, weil wir nicht in der Lage waren in unserer gemieteten Wohnung die Eingangstuer zu finden und so nicht da reingekommen sind? Das es aber noch am Anfang war, noch bevor Marcel mit den Islaendern in Unterhose ueber die Flure gerannt ist und nachher mit Zahniel und dem “geliehenen” Fahrrad beinah in den Graben gefahren ist…… Ich dachte besser nicht und habe nur “hab ich mal gekauft” gesagt……
Und fuer alle, die es interessiert, dieses Mal war der Haarschnitt wieder absolut ok……

Non smoking, please:
Keine Kurzgeschichten ohne eine neue Anekdote ueber einen meiner Kunden…. Eine Firma die demnaechst kommt hat an einem der Tage eine Fuehrung durch das Weisse Haus. Als ich nun am Montag die Details fuer ihre Veranstaltung bekommen habe, stand da nur drin, dass ich bitte am Weissen Haus keine Ausschilderung machen soll die besagt, dass die Gruppe da ist. Ausserdem soll ich bitte darauf achten, dass alle Raeume und Zimmer “Nichtraucher” Zimmer sind. Das gelte auch fuer das Weisse Haus und waere zu beruecksichtigen…. Na klar. Ich rufe mal eben den George an, dass ich doch keine Poster an den Hauswaenden anbringen will, und das er bitte zumindest fuer den einen Tag mal das Rauchen unterlassen soll….. Er hat es dann auch sofort eingesehen……

1 + 1 = 2:
Nachdem eine meiner Gruppen abgereist ist, hat mich der Ansprechpartner noch einmal angerufen und wollte die Anzahl der Zimmer haben, die nun wirklich von seiner Gruppe in Anspruch genommen worden sind. Ich habe ihm die folgende Aufstellung geschickt…. Genau so sah es aus (nur halt auf englisch):
May 16: 7 Uebernachtungen
May 17: 5 Uebernachtungen
May 18: 2 Uebernachtungen
Und, was kam als Antwort? Er braeuchte es gar nicht pro Nacht aufgeschluesselt, ich solle ihm doch bitte die Gesamtanzahl schicken. Na ja, man kann ja nicht unbedingt erwarten das er 7+5+2 rechnen kann…. Muss auch nicht sein. Ich habe das dann mal fuer ihn gemacht und stolz eine E Mail mit “14” geschickt….

Montag, 21. Mai 2007

Oh Shrek, Oh Shrek....

Passend zum Bundesliga Finale hatten wir dieses Wochenende beide frei, muss ja Christine seit letzter Woche nicht mehr Dienstags bis Samstags sondern nun normal von Montags bis Freitags arbeiten. Anders als letzte Woche haben wir es leider nicht ins Stadion geschafft, aber puenktlich um 9.30 Uhr morgens nahmen wir vor dem Radio platz. Eine schnelle Stuttgarter Fuehrung hatten wir uns gewuenscht, um die Nerven ein wenig zu beruhigen, aber es kam ja wie ihr wisst erst einmal anders, so dass wir schon ein paar Sorgenfalten auf der Stirn hatten. Was der nette Mann am dritten Computer gedacht haben muss, als wie beide auf einmal wie auf Commando (Cannstatt) anfingen zu jubeln, moechte ich gar nicht wissen. Wahrscheinlich hat er nur gedacht, jetzt drehen die deutschen voellig durch. Und das sind wir dann auch, von dieser Stelle noch einmal Glueckwunsch nach Stuttgart.... und Danke!

Nach dem Spiel gingen wir dann erst einmal wieder nach oben und haben uns noch einmal hingelegt und ein Stuendchen geschlafen, danach haben wir den Nachmittag ueber unsere Wohnung aufgeraeumt und so eine Art Fruehjahrsputz gemacht... muss auch mal sein. Spaeter haben wir dann einen Stadionkuchen gebacken, mit der Backform die ich zum Geburtstag bekommen habe.... auch wenn wir alles versucht haben um ein kleines Flugzeug darueber kreisen zu lassen.... es hat nicht geklappt. Aber wir haben ja gehoert, dass es anderso umso besser geklappt hat ;-)

Abends waren wir im Kino, in Shrek 3. War wieder einmal ganz nett, und die Sprache macht uns weiterhin bei so Filmen keine Probleme. Lustig auch mal wieder, dass trotz der recht fruehen Anfangszeit von 19.30 Uhr mehr Erwachsene als Kinder in diesem Film waren. Am Sonntag konnten wir dann zum ersten Mal seit langem wieder ausschlafen, was aber auch nicht laenger als bis 09 Uhr gehen sollte. Der erste Griff ging zum Telefon, um zuhause zu erfragen wie es beim RWE steht, und diesmal waren die News ja nicht so gut. Vor dem Fruehstueck hoerte ich mir dann auch noch die letzten Minuten der zweiten Liga im Radio an, bevor das ausgiebige Fruehstueck dann auch bis knapp 11 Uhr gehen sollte. Anschliessend stand der zweite Besuch bei einem Baseball Spiel an, die Freude war auf Christine's Gesicht quasi abzulesen.... ;-)

Aber ich wollte mir dieses "Derby" gerne anschauen, denn heute spielte Baltimore hier in Washington.... was allerdings auch schon Freitag und Samstag der Fall war, und danach noch sechsmal diese Saison. Ein Glueck gibt es sowas bei uns beim Fussball nicht... drei Tage hintereinander zu den Blauen.... gar nicht auszudenken. Dementsprechend war das Stadion auch nicht voll, aber so gut 25.000 moegen es schon gewesen sein. Dafuer gab es dann auch direkt Topzuschlag, so dass die Karte 9 Dollar anstatt der sonst ueblichen fuenf kostete. Das Spiel war am Anfang wirklich recht mau, so dass Christine auch ein- zweimal die Augen zufielen. Diese Zeit habe ich dann genutzt, um meine Arbeitskollegin (Baltimore Fan) aufzusuchen und ihr ein Bierchen auszugeben, war sie es doch die uns am Donnerstag zum Konzert gefahren hatte und damit einige an Dollar erspart hat. Baltimore fuehrte nach sieben von neun Innings mit 3:1, und sie hatten ja auch schon die beiden Spiele am Freitag und Samstag gewonnen. Im achten Inning schaffte Washington dann aber 3 Punkte (und sie haetten noch mehr machen koennen, das war wirklich super gespielt), und da Baltimore danach nicht mehr gepunktet hat ging das Spiel mit 4:3 an Washington. Der Grossteil der Zuschauer war ganz aus dem Haeuschen, was sich hier in einem circa 30 Sekunden andauernden Applaus kennzeichnet... wow!

Auf der Rueckfahrt in der Metro wurde dann wieder alles geboten.... eine Dame zeigte mit ihrem Aussehen ganz deutlich das der Mensch vom Affen abstammt, der Mann neben ihr starrte sie die ganze Zeit mit offenem Mund (und ohne Zaehne) an und wurde nur manchmal durch den Bierbauch des Mannes davor (Zitat Christine: "Haengt da eine Schweinehaelfte?") verdeckt. Zuhause haben wir uns dann nur noch eine Lasagne in den Ofen geschoben und uns ein wenig ausgeruht, schliesslich ging es ja heute wieder frueh raus und zur Arbeit..... was diese Woche dann so bringen wird, werden wir euch wissen lassen. Mittwoch bin ich auf jeden Fall auf einem Training im Hilton Washington.... und dieses Mal wirklich ;-)

Freitag, 18. Mai 2007

A sweet escape....

May 17, Washington DC.... so stand es auf dem Tourplan von Gwen Stefani. Na, der Termin ist dann aber gesetzt. Schnell war der Tag des Vorverkaufbeginns gefunden, nur um noch einmal sicher zu gehen wo das Konzert ist haben wir danach geschaut.... Nissan Pavilion. Aha. Nie gehoert. Aber wozu gibt es dieses Internet, in dem konnten wir schnell finden das dieser in Bristow, Virginia ist, was knapp 40 Meilen, also 64 Kilometer ausserhalb ist. Einfach auf dem Land.

Daher haben wir erst einmal mit dem Kauf der Karten gewartet und eine E Mail dorthin geschickt, wie man denn mit oeffentlichen Verkehrsmitteln dahin kommt. Die Antwort war einfach. Gar nicht. Man koenne bis zur Vienna Metrostation fahren (hat nichts mit dem Wien in Euopa am Hut, obwohl mich das auch nicht gewundert haette) und von da faehrt bestimmt ein Taxi. Klar, ist ja dann auch nur noch 20 Meilen. Nach einigem hin und her haben wir uns dann die Karten von meinen Eltern zu meinem Geburtstag schenken lassen, dann koennen wir ein wenig mehr Geld in die Fahrt investieren und so passt das schon.

Am Mittwoch habe ich dann einfach mal eine Kollegin angesprochen, von der ich weiss das sie immer bis zur Station Vienna mit dem Auto faehrt und dann mit der Metro nach DC rein, und siehe da, sie hat versprochen uns dort hinzubringen. Auch wenn es fuer sie ein Umweg ist. Und sie hat es nicht nur versprochen, sie hat es auch gemacht. So bin ich gestern nach meinem Feierabend schnell nach Hause, hab mich umgezogen und danach sind Christine und ich wieder zum Hotel und haben uns mit ihr getroffen. Die Metrofahrt von knapp 30 Minuten verging recht schnell, und schon sassen wir im Auto und waren auf dem Highway.... auf dem Highway ist die Hoelle los? Richtig! Es ging naemlich kaum voran, und nach einiger Zeit war dann auch in meiner Blase die Hoelle los. Ich haette vielleicht doch nicht auf die schnelle beim umziehen ein Bierchen trinken sollen. Aber bei dem Gedanken an die Preise bei den Veranstaltungen hier dachte ich, besser zuhause als spaeter. Na ja, mal einfach nichts anmerken lassen. Das ging auch einige Zeit gut, aber nachdem die Strecke sich immer mehr zog (wie Duisburg) war das Mass voll (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich bettelte um einen Stopp an der Tankstelle. Die war auch nicht mehr weit. Nur dumm, dass davor Stau war. Als wir endlich ankamen, war das Klo natuerlich auch noch besetzt und ein anderer wartete schon. Wie das halt so ist..... Aber ich habe es geschafft!!!! ;-)

So, nach diesem kleinen Ausflug wieder zurueck zum "Ernst" der Sache. Der Nissan Pavilion ist schon recht nett, dass Wetter spielte nach dem Regen tagsueber auch wieder mit und es war strahlender Sonnenschein. Das ist auch gut so, denn die Anlage dort ist so eine Art Freilichtbuehne, wo nur die Sitzplaetze ueberdacht sind, und die Stehplaetze dahinter nur aus einer Wiese gebildet werden. Aber echt schoen und zur Sicherheit hatten wir ja auch Sitzplaetze. Das Vorprogramm bildete Lady Sovereign und Akon, was uns nicht ganz so doll interessierte und so haben wir es uns noch draussen bei Nachos, Pommes und einem Bierchen bequem gemacht (also doch... aber hier waren die Klos ja nah). Interessant war, dass eine Dose Bier (ca 0,6l) 10 Dollar kostete, ein frisch gezapftes in der selben Groesse aber "nur" 8 Dollar. Und ratet mal, was die meisten gekauft haben.... die spinnen echt!

Zum Ende der zweiten Vor"band" gingen wir dann auch rein und sahen, wie die Leute total abgingen. Aber wirklich.... selten so etwas gesehen. Zumindest nicht bei einem Konzert, beim Fussball kann ich mich da an ein Ereignis vor ein paar Tagen erinnern, wo mehr los war ;-) War auf jeden Fall interessant anzuschauen, und gegen 21 Uhr begann dann das eigentliche Konzert. Los ging es direkt mit "Sweet escape", also dem Titel zum letzten Album und der Tour, und auch hier war die Stimmung richtig gut. Passte eigentlich alles.... Musik, Stimmung, Anlage, Buehnenshow... kann man nichts gegen sagen. In der Mitte des Konzerts wollte Gwen dann einmal naeher an die Leute hinten auf der Wiese, und rannte durch das Publikum in die Mitte der Sitzplaetze auf eine kleine Buehne, um dann festzustellen, dass sie immer noch weit weg ist und dann sehr zur Freude der Security noch weiter davon rannte und sich auf einen Wellenbrecher stellte und von dort ein Lied sang. Da waren wir dann auch nah dran. Die Leute auf den Stehplaetzen nutzten das natuerlich, um die Ordner zu ueberrennen und auf die Sitzplaetze zu kommen, also alles richtig gemacht.

Um kurz vor 11 war dann das Konzert zu Ende, und wir sollten langsam beginnen uns Gedanken ueber den Heimweg zu machen. Draussen auf den Parkplaetzen schauten wir, ob ein Auto zufaellig aus DC kommt, aber es kamen alle aus Virginia, Maryland oder von noch weiter weg, so dass uns nur das gute alte Taxi blieb. Aber hatten wir ja eigentlich auch so einkalkuliert. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem netten Parkwaechter begleitet, der uns auf jeder "Strasse" (also den Schotterwegen runter vom Parkplatz) mit seinem Leuchtsaebchen den Weg freimachte und die Autos anhielt. Mit dem Taxi brauchten wir dann gute 50 Minuten, was uns 70 Dollar kosten sollte, was halt knapp ueber 50 Euro sind. Aber die haette man in Deutschland ja fuer die Strecke und Zeit auch locker bezaehlt. Auf dem Highway war zum Glueck nichts mehr los, die Blase blieb auch ruhig, Christine fielen langsam die Augen zu und wie ueberholten ein Auto mit deutschen Fahnen aus dem Fenster.... eine ganz normale Fahrt also. Kurz vor Mitternacht erreichten wir "unser" Jefferson und wir koennen auf jeden Fall sagen, dass es ein absolut gelungener Abend war.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Kurzurlaub nach Hause - Teil 3+1

Eine sanfte Musik erklingt, Voegel zwitschern, die ersten Sonnenstrahlen scheinen durch das Fenster, und ein putzmunterer Thomas springt aus dem Bett und macht sich fertig zum Fruehstueck….

Na ja, der erste Teil stimmt. Denn das war mein Wecker. Nur der putzmuntere Thomas entspricht nicht so ganz der Wirklichkeit. Irgendwie hatte die Anstrengung der letzten Tage und wohl auch die Feier des gestrigen Abends dazu beigetragen, dass ich lieber noch einmal den Wecker ein wenig vorgestellt und das Fruehstuck mal glatt ausgelassen habe. Christine war aber unten und hat noch einmal mit ihren Eltern gespeist, bevor uns dann meine Eltern abgeholt haben und wir uns wieder auf den Rueckweg machen mussten.

Erste Etappe war wieder Frankfurt, kurz vor 12 Uhr kamen wir dort an und drehten erst einmal ein paar Ehrenrunden auf der Suche nach einem freien Parkhaus, bevor es dann mit der Skytrain und einigen Fussmaerschen knapp 15 Minuten bis zum Schalter dauern sollte…. Dieser war aber ganz leer und so hatten wir schnell alles erledigt, es blieb noch genug Zeit um was trinken zu gehen. Das obligatorische “Vor-Flug-Bier” schenkte ich mir aber, dass gab es ja gestern schon zur genuege und um Punkt 14 Uhr starteten wir wieder Richtung Island (man erinnere sich, Reykjavik-Keflavik). Lange blieb der Platz neben mir frei, doch kurz vor Ende des Boardings kam noch eine junge Dame herein mit einer Muetze auf dem Kopf, die passend zum gestrigen Tag das VfB Wappen zierte. “Na, einen schoenen Samstag gehabt?” fragte ich, aber zurueck bekam ich nur ein kurzes “Mmh…”, bevor ihr Kopf zu einer roten Bombe anschwoll und sie ganz nervoes wurde. Wohl noch nicht so oft geflogen die kleine….

Der Flug verlief ganz gut, ich konnte noch einmal ein paar Minuten schlafen und nach guten drei Stunden erreichten wir Island. Auch diesmal hatten wir nur eine Stunde Aufenthalt, ich versuchte diesmal nicht einen Stempel in den Ausweis zu bekommen und hatte so auch keine weiteren Diskussionen mit den Zollbeamten, und wir sind quasi nur raus, einmal auf’s Klo und wieder in den naechsten Flieger rein. Dieser sollte uns nach 5 ½ Stunden wieder sicher gegen 19 Uhr (US Zeit) auf amerikanischem Boden aufsetzen lassen, und die erste erfreuliche Ueberraschung gab es dann bei der Einreise. Da wir fast nur US Buerger an Bord hatten (die dann in einer anderen Schlange stehen mussten) kamen wir fast direkt dran und mussten nicht wie zum Beispiel einmal in New York 90 Minuten anstehen…. Der Beamte fragte dann noch einmal die ueblichen Sachen, warum wir hier sind und so weiter, und ob wir in Deutschland Urlaub gemacht haetten…. “Na ja, als Urlaub wuerde ich es nicht bezeichnen”. Aber einen Kommentar wie “Wat, Urlaub…. War doch Derby” ersparte ich mir.

Draussen kam dann recht rasch der Bus der uns wieder zur Metro bringen sollte, und im Vergleich zur Hinfahrt war er rappelvoll. Wir bekamen aber einen Sitzplatz und das tat nach den Anstrengungen auch gut. In Greenbelt verpassten wir die Metro um ein paar Sekunden und mussten so 15 Minuten warten, so dass wir am Ende gegen 21.30 Uhr wieder in unserem Appartment waren. Die Tasche haben wir nur schnell abgestellt und sind dann totmuede ins Bett gefallen, denn schliesslich mussten wir ja beide ja auch wieder am Montag frueh arbeiten.

So gingen ein paar unvergessliche Tage zuende, und ganz im Ernst, es war noch besser als wir es uns in den besten Traeumen gedacht haben. Euch alle wieder zu sehen, sich wieder zuhause zu fuehlen und das Derby zu gewinnen, einfach nur wahnsinn. Jetzt geht es hier wieder zurueck in den Alltag, aber auch hier koennen wir nur sagen…. To be continued. Wenn auch wieder mit amerikanischen Geschichten.

Kurzurlaub nach Hause - Teil 3

Wie versprochen hier der naechste Akt. Freitag Abend, 17 Uhr.... mein Vater und ich stehen vor dem Hilton und warten auf Christine.... dann kommt der Anruf, dass sie ein wenig spaeter kommen wird da die Verabschiedung doch laenger gedauert hat. Das darf es ja bei einem solch kurzen Besuch auch, allerdings musste mein Vater schon um 18 Uhr in Essen sein um wieder rum seine Freundin zu verabschieden, die zwar nicht ein Jahr in die Staaten dafuer aber drei Tage nach Dublin fliegt. Und das mit dem ersten Flug im Leben ueberhaupt. Also entliess ich ihn schon einmal Richtung Autobahn, nachdem Regina uns zugesichert hat uns nach Essen zu bringen. Da es auch noch richtig Stau gab, hatte mein Vater nachher wieder Zeit um zur Autobahn nach Kray zu kommen und uns da wieder einzusammeln.

Von da aus machten wir uns mit einem kurzen Stopp in Ueberruhr auf den Weg zu Keule und Britta (und natuerlich Liv), wo schon Nadine, Marcus und Tobias warteten. Dachten wir zumindest.... denn nach der Begruessung schaute ich mich noch einmal um und dachte nur wo denn Keule sei.... "In Paris." Ah ja, aber er musste nur heute schnell beruflich da hin, der Flieger landete dann auch puenktlich um kurz vor neun in Duesseldorf und er konnte nachkommen. In der Zeit dazwischen durften wir uns schon einmal ueber die Nudelauflaeufe her machen, und Liv stand mindestens genauso im Mittelpunkt wie wir. Waehrend wir die lustigsten Geschichten aus den Staaten erzaehlten, erzaehlte sie auch etwas.... in Babysprache. Einfach nur suess. Die Muetze, die wir vom Bubba Gump Laden am Times Square mitgebracht haben war zwar noch ein wenig gross (ging bis ueber die Augen...) aber mit einmal umschlagen vorne passte es dann schon. Und vielleicht wird sie ja auch noch groesser? Interessant war dann als nach einigen von unseren Geschichten die Frage kam, was denn hier in den USA besser waere als in Deutschland.... da schauten wir uns nur an. Darauf waren wir nicht gefasst, und das wir erst eine ganze Zeit ueberlegen mussten sagt ja auch einiges. Am Ende kamen wir aber immerhin auf die Ampeln (zeigen die Sekunden an bis es rot wird), das alles behinderten gerecht ist und das es fast ueberall absolutes Rauchverbot gibt. Aber dabei merkten wir auch, dass das alles ja auch in Deutschland gerade so anlaeuft...

Kurz nach 1 Uhr brachten uns dann Britta und Keule mit der schlafenden Liv noch zum Hilton Dortmund, wo wir heute Nacht ein Zimmer hatten.... ein Zimmer? Fast, denn da es ausgebucht war haben wir einen Bankettraum bekommen. Aber das wussten wir auch schon vorher und war kein wenig schlimm, schliesslich sassen wir ja auch noch bis halb drei an der Bar und mussten auch schon frueh wieder raus....

Denn am Samstag stand das Derby auf dem Programm. Das Spiel der Spiele, wie es schon Wochen vorher hiess, und das war auch kein wenig uebertrieben. Immer mehr stieg natuerlich die Vorfreude auf all die erstaunten Gesichter, die uns erwarteten (gerade weil man uns nicht erwartete), zuvor gingen wir aber noch mit KJ und Meike im Alex fruehstuecken. Denn ein bisschen Staerkung muss ja sein, und wir haben ja so wenig gegessen in den letzten Tagen. Um 11 Uhr machten wir uns dann auf zum Friedensplatz, und kamen am Gaensemarkt vorbei. Mmh, Gaensemarkt. Eigentlich muesste ich ja da ein Bierchen trinken, so aus Tradition.... dachte ich mir. Aber wir gingen vorbei. Doch nur ein paar Schritte, denn auf einmal hoerten wir nur ein "Thomas?" hinter uns, und Kai aus Schwerte stand da. Dann sind wir also doch noch in den Gaensemarkt gegangen, wo schon die ersten Jungs sassen und nicht wenig verdutzte Gesichter machten. Also gab es doch noch ein Stoesschen und immer mal wieder fiel der Satz "Mensch, da seid ihr wirklich hier... ich glaub's nicht!" Weiter ging es danach ueber den Alten Markt, doch auch hier kamen wir nicht weit. Denn Kramer und Co erblickten uns auch sofort und auch hier gab es natuerlich einiges zu erzaehlen. Kramer konnte es sich dann auch nicht nehmen lassen, uns als Touristen zu bezeichnen... was Christine nicht auf sich sitzen lassen wollte und mit einem "Du siehst schei.. aus auf dem Kopf" konterte.... jaja, das hatte sich schon bis zu uns rumgesprochen, als wir noch hier waren. Letztendlich kamen wir aber doch am Friedensplatz an, gerade als der Tross sich in Bewegung setzte.

Durch ein geschicktes Taeuschungsmanoever um das Rathaus herum waren wir auf einmal an der Spitze, wo uns Wolle und der Rest erblickten. Die naechsten Sekunden erlebten wir nur unter einem Pulk von Leuten, die uns umarmten und begruessten. Endlich zuhause!!!! "Warum habt ihr denn nichts gesagt?".... tja, genau wegen diesem Moment. Und die einstimmige Meinung war: "Jetzt gewinnen wir!" Hoffentlich kommt das auch bei der Mannschaft an, dachten wir nur. Da wir Ronny nicht erblicken konnten, haben wir mal auf dem Handy angerufen, und er war noch zuhause mit ein paar Leuten am fruehstuecken. "Warum ruft Christine mich denn aus den USA auf dem Handy an?" dachte er nur. Als dann aber im Hintergrund das "Hier regiert der BVB" kam war schnell klar, dass wir wohl weder vor dem Weissen Haus stehen noch bei Familie Bush zum Fruehstueck sind (auch wenn wir da eigentlich eingeladen waren.... aber ihr wisst ja, diese Hochzeit in Deutschland ;-) ). Danach versuchte erst einmal Christine die Nina zu erblicken, was in einem Marsch mit mehreren tausend Leuten nicht so einfach war, also musste auch hier das Handy herhalten. Nachdem man sich mehrmals verfehlt hatte und immer ein anderer vorne war (waehrend der andere hinten war) hat es dann aber doch geklappt. Die beste Frage auf dem Marsch war dann an die beiden, ob sie denn auch zum Spiel gehen wuerden.... Nein, wir sind gerade auf dem Weg zur Kik-Modenschau. Nachdem noch ein Polizeipferd gestreichelt wurde erreichten wir das Stadion, wo die Blauen nicht gestreichelt werden sollten. Drinnen haben wir natuerlich auch die meiste Zeit genutzt um mit allen zu quatschen, trotzdem ging es aber zeitig in den Block, schliesslich stehen wir ja da eh zusammen.

Ueber das Spiel brauchen wir ja nicht viel zu schreiben, es war besser als wir uns ertraeumt haben und mit Sicherheit fuer uns beide trotz allem was wir bisher erlebt haben eins der groessten Highlights der Fankarriere. Wahnsinn, wie in den letzten Minuten die Sitzplaetze mitgegangen sind, und alleine fuer das "Ihr koennt nach Hause fahren" von 60.000 Leuten hat sich der ganze Aufwand schon gelohnt. Sicherlich sind wir wieder ein paar Jahre gealtert, aber nach dem 2:0 war es dafuer auch eine der groessten Erleichterungen. Ansonsten faellt es einfach schwer, fuer das erlebte Worte zu finden....

Nach dem Spiel ging es dann zur Sonne (welche Ueberraschung), die schon rappelvoll war so dass wir gar nicht mehr reinkamen. War aber auch nicht schlimm, denn die meisten standen eh draussen. Natuerlich wurden ein paar Bierchen und Sektchen geleert, und sogar ein Puntigamer konnte ich mal wieder geniessen (aber nur eins, schliesslich muss man ja die Dortmunder Brauereien unterstuetzen). Nachdem sich wohl ein paar Anwohner beschwert hatten dass die Feierei zu laut waere kamen auch noch einmal die gruenen Herren vorbei, die aber nichts machen konnten und so schickten sie die Strassenreinigung, die uns anscheinend von der Strasse kehren sollte. Es war wirklich toll, alle wieder zu sehen, und in so einer Laune trifft man sich ja auch nicht alle Tage. Schoen war auch der Kommentar: "Danke, ihr habt den Tag heute perfekt gemacht." Das koennen wir aber nur zurueck geben!!!!

Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten (von manchen auch 2-15 mal) gingen wir noch mit auf einen Absacker zu Britta und Ronny, denn wir wollten ja auch einmal Basti wiedersehen und seine neue Freundin kennen lernen. Man, man, haben die beiden es gut bei denen. Wer nicht weiss ueber wen wir reden... macht nichts ;-) Spaeter riefen wir dann ein Fan-Taxi und hatten heute Nacht sogar ein richtiges Zimmer im Hilton.... die 402. Vor dem Spiel haetten wir ja mit dieser Zimmernummer nicht geschlafen da auf dieser Etage die Blauen Spieler uebernachtet haben... die lagen aber bestimmt schon wieder in den heimischen Betten.... weinend! Wie immer!
Was dann der Sonntag morgen und der Flug noch gebracht haben.... folgt im Teil 3+1.

To be continued
Jaja, wir hauen in die Tasten ;-)

Dienstag, 15. Mai 2007

Kurzurlaub nach Hause - Teil 2

Na, koennt ihr euch noch erinnern wie der erste Teil unseres Berichtes aufgehoert hat? Richtig..... wir sind in Frankfurt gelandet und meine Eltern haben uns schon erwartet.....

Da waren wir also wieder, auf deutschem Boden. Und es gab natuerlich viel zu erzaehlen..... Zunaechst einmal erzaehlten sie uns aber ueber ein paar Schwaben, die neben ihnen in der Wartehalle sassen und nur dummes Zeug geredet haben.... und wir wussten schon wen die abholen. Denn vor uns im Flieger sass auch eine Gruppe Schwaben, die nur sinnlos geredet hat (Dialoge wie "Es zieht hier".... "Dann dreh dich um, dann drueckt's" die ganze Zeit).... aber nichts fuer ungut Loercher. Wir haben ja an dem Wochenende auch erlebt, dass Schwaben was gutes haben ;-)

Die Fahrt verging sehr schnell..... erst Jubel beim Schild "NRW", dann beim "Ruhrgebiet" und schliesslich erblickten wir Dortmund auf den Schildern... die Heimat hat uns wieder!!!! Thomas haben wir dann am Hilton Hotel raus gelassen, wo er von seiner Mutter abgeholt wurde.... aus zeittechnischen Gruenden mussten wir uns naemlich heute Abend trennen, damit jeder seine Familie sehen kann.... was soll man sonst machen bei weniger als 72 Stunden Zeit.....

Verfolgen wir also nun erst einmal den jungen Herrn Sztrajt..... daher gebe ich die Tastatur nun weiter.... Danke! Mit kurzen Umweg ueber die Wohnung meiner Mutter machten ich mich dann auf den Weg nach Essen.... zum Essen. Damit auch ja kein Platz im Magen frei bleiben sollte gab es Raclette. Und wer das bei der Familie Sztrajt schon einmal erleben durfte, weiss was es heisst. Viel Kaese.... lecker knusprig. Als wir mit den Taschen und Koerben voll essen ankamen mussten wir uns erst einmal etwas Platz verschaffen, denn der Kuehlschrank war voll mit Bier... aber ist ja nicht so als wenn mir das nicht gefallen haette ;-)

Schoen zu sehen war auch, dass sich nichts veraendert hat. Also in der Wohnung schon, aber sonst ist alles beim alten. Wenn man ein maennliches Mitglied der Sztrajt's zum Helfen bei der Essenszubereitung bittet, muss man halt damit rechnen das man sie statt dessen beim Zeigen der neuesten Modellautos oder beim Fussballschauen vor dem Fernseher wiederfindet. Und das war nicht ich ;-) Ich sass statt dessen am Computer und musste noch schnell schauen, ob nicht jemand per E Mail fragt wo wir sind und Verdacht schoepft.... war tatsaechlich so. Aber ich konnte ja noch nicht antworten, schliesslich war in Amerika ja gerade frueher Nachmittag... da sitzt der Thomas ja noch in seinem Training ;-)

Den Abend verbrachten wir dann gemuetlich beim Essen und ich konnte ein paar Geschichten aus Amerika erzaehlen, aber viele waren ja aufgrund einer einschlaegig bekannten Internetseite schon nicht mehr so ganz neu. Das lustigste war allerdings, als Jutta fragte wann denn jetzt die Hochzeit sei.... ich schaltete nicht ganz so schnell. Denn welche Hochzeit? "Ja, ist nicht neben dem Derby auch noch eine Hochzeit dieses Wochenende?".... da scheinen wir die Geschichte wie wir sie hier unseren Bossen erzaehlt haben recht glaubwuerdig verkauft zu haben... denn selbst mein Vater ist davon ausgegangen das wir auch noch zu einer solchen gehen....

Alles in allem ein sehr schoener Abend, irgendwie kam ich mir schon vor als waere ich nie weg gewesen.... aber das ist ein Gefuehl das wir beide die ganzen Tage hatten. Gegen 1 Uhr nachts ging es dann zurueck nach Dortmund, wo ich dann bei meiner Mutter uebernachtet habe, aber natuerlich nicht ohne noch ein wenig bei einem Glaeschen Wein und Bier zu quatschen, so dass das Bett erst um halb drei erreicht wurde.

Dementsprechend begann der naechste Tag auch erst um 11 Uhr und mit nicht ganz so viel Hunger in der Magengegend. Leider liess ja das Wetter zu wuenschen uebrig und so wurde auch nichts aus unserem geplanten Besuch im Zoo, denn der hatte heute geschlossen wegen Unwetterwarnung. Und in die Stadt konnten wir ja schlecht, denn die Gefahr gesehen zu werden war einfach zu gross und dann waere die ganze schoene Ueberraschung fuer Samstag dahin gewesen... daher ueberliess ich das Einkaufen einfach Christine und wir machten uns eher einen gemuetlichen Nachmittag. Gegen 17 Uhr ging es dann wieder Richtung Hilton, wo die grosse "Wiedersehens Party" mit Christine gefeiert werden sollte.... Daher gebe ich nun auch wieder ab an die "Chefredakteuerin"

So, da bin ich wieder... Zeitsprung zurueck, wir sind wieder bei Donnerstag.... Meine Ellis und ich machten uns dann auf dem Weg nach Hamm... auf der B1 habe ich mich im Auto etwas versteckt... nicht das mich zufaellig mal einer im Auto sieht.. koennte ja sein, wie es der Zufall ja manchmal so will... Doch ohne erkannt zu werden kamen wir bei meinem Elternhaus an. Dort begutachtete ich erst einmal die Arbeit von meinem Pa, denn meine Ellis haben ja fast unseren kompletten Hausstand zur Aufbewahrung... (ausser ein paar Modellautos, die bei Thomas Papa eingelagert sind). Unsere Sachen sind komplett eingemauert und Luftdicht abgeschlossen... damit nichts verstaubt... das hat der Pa aber gut gemacht!! Danke nochmals dafuer hier an dieser Stelle. Danach gingen wir dann ins Haus, hier hatte es sich auch nicht veraendert... als wenn man nie weg war... ich machte mich etwas frisch, ein paar neue Sachen angezogen und schon kam der Kaffeebesuch. Zu Kaffee und Kuchen kamen meine Grosseltern und Tante Anne... eine sehr nette Runde.. so erzaehlte ich und erzaehlte ich und... meine Oma meinte dann nur das ihr mein Gequatsche doch gefehlt haette... mein Opa ist etwas schwerhoerig geworden und es kamen dadurch ein paar lustige Sachen dabei herum... Der Nachmittag klang gemuetlich aus! Am Abend sind dann meine Ellis und ich zu Hagedorn gefahren um lecker zu speisen.. Eigentlich wollten wir laufen, aber es goss in Stroemen.... Bei Hagedorn gibt es neuerdings jeden zweiten Donnerstag im Monat Fingerfood Buffet, kann ich sehr empfehlen! Ist nicht nur das schnoede Fingerfood was man so kennt, sondern mit vielen verschiedenen Zutaten originell kreirt! Schoen war auch der Schokobrunnen, wo man nach Herzenslust verschiedenes Obst drin baden konnte!! Mhh lecker!! Da wird der Thomas aber neidisch sein.... der koennte sich ja da komplett reinlegen (dann wuerden wohl nur die anderen Leute ihr Obst nicht mehr da rein tun...). Waerend des Essens machten meine Eltern noch den Termin des 100 Geburtstages naechtes Jahr dort mit der Chefin fest... da freu ich mich jetzt schon drauf... wenn die Fete genau so wird wie der 80 Geburtstag!!!! Ist ja zumindest schon mal die gleiche Location. Zufrieden und satt fuhren wir wieder zurueck! Ich machte es mir dann noch ein paar Stunden vor dem Computer gemuetlich.. und bin so gegen 0.30 ins Bett... obwohl ich ueberhaupt nicht muede war.. doch ich bin dann irgendwann eingeschlafen...

Um 7 Uhr weckte mich dann meine Ma... denn wir hatten viel vor an diesem Tag!!! Dann waren wir erst einmal in den Bauernschaften Walken... war das eine herrliche Luft, klar und kuehl!!! Und wir hatten echt Glueck, denn als wir unterwegs waren hatte es nicht geregnet!! Erst als wir wieder im Auto waren um Broetchen bei Schuette zu kaufen... Mhh lecker Schuette Broetchen!!! Dann stand ein ausfuerliches Fruehstuck auf dem Plan... mit allem was ich mir gewuenscht hatte!! Also was es hier nicht gibt.... Mit vollem Bauch machten wir uns dann ausgehfertig und fuhren nach Hamm in die Innenstadt... Dort wollte ich zuerst einmal zu Heiden und Doemer.... also meiner alten Arbeitsstaette um meine lieben Kollegen zu sehen!!! Diese wussten auch nicht das ich komme!!! Dementsprechend fielen sie aus allen Wolken und guckten mich an als ob ich ein Geist waere... die Freude war auch ganz auf meiner Seiten. Nach 1.5 Stunden musste ich dann leider wieder los... doch welch ein Glueck, da kam gerade mein Chef... der guckte nur und sagte... "Ich glaube meine Brille ist beschlagen..." Nein, sie war es wirklich...

Mit der gelungenen Ueberraschung gingen wir dann ins Allee Center um verschiedene Besorgungen zu machen... halt Sachen die es hier so nicht gibt... Creme... medizinisches Shampoo... und eine neue Anzughose fuer Thomas, die sich durchgesessen hatte.. Dann meine Ma im Massagesessel geparkt um ein Muttertagsgeschenk zu kaufen... und schon ging es wieder zurueck... Wir besuchten dann noch meine andere Oma die im Heim lebt, die staunte auch nicht schlecht mich zu sehen... doch sie wusste das Thomas und ich kommen wuerden.... Nun war es dann auch schon wieder Zeit nach Dortmund zu fahren um sich mit Thomas zu treffen... die Zeit war so schnell um....

Was der Freitagabend und der Samstag (war da was besonderes? :-) ) gebracht haben, gibt es dann im naechten Teil!!!

To be continued...

Kurzurlaub nach Hause - Teil 1

Tja, die Staaten haben uns wieder... das wir gut angekommen sind hatte Thomas ja schon als Kommentar geschrieben... sind dann gestern recht schnell ins Bett da wir heute ja auch beide wieder arbeiten mussten... ist aber auch ganz gut so, denn dann kommt man besser mit der Zeitumstellung zurecht!!! Da so viel an den Tagen in und vor Deutschland war, werden wir dies in mehreren Berichten unterbringen, damit die Ereignisse auch die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdient haben!!!

Nun die Vorgeschichte:
Nach der Niederlage des BVB in Bochum, war uns klar, nun geht es um alles und das kann ohne uns nicht gut ausgehen. Also buchten wir schon Sonntags den Flug fuer das alles entscheidende Spiel... das Derby!!!! Aber wir wollten noch mehr.... Wir wollten die verbluefften Gesichter der Jungs und Maedels sehen, wenn wir einfach auftauchen. Daher haben wir nur KJ eingeweiht.... denn einen mussten wir es ja sagen... woher sollten wir denn sonst die Karten bekommen? KJ war auch sofort damit einverstanden und freute sich auch riesig, so wie wir!!

Die Reise sollte uns von Baltimore ueber Reykjavik nach Frankfurt bringen. Aber so etwas braucht natuerlich einiges an Vorbereitung! Erstmal brauchten wir beide Urlaub! Hoert sich leichter an als getan.... da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gearbeitet habe... :-) Bei Thomas war es einfacher.... Auch wenn zur Erklaerung eine Hochzeit herhalten musste, denn was Fussball oder ein Derby oder Abstieg bedeutet bekommen die Leute hier nicht in ihren Kopf.... Aber auch bei mir klappte es nachher, wenn auch als unbezahlter Urlaub! Dann wollten wir klaeren, ob wir mit unserem Visum einfach so aus und wieder einreisen koennen, oder ob man dieses vorher irgendwo anmelden muss. Denn da sind die Amis ja manchmal komisch! Also schilderten wir in einer E Mail an die Deutsche Botschaft unser Anliegen (auch hier musste die Hochzeit herhalten) und ob es an der amerikanischen Grenze dann Probleme geben wuerde. Nachdem die erste E Mail gar nicht beantwortet wurde, kam auf die zweite diese tolle Antwort: "Sie koennen mit einem Deutschen Pass jederzeit nach Deutschland einreisen!" Ach, was!!! Das muss ein amerikanischer deutscher gewesen sein....

Thomas Chef wollte als Dankeschoen dafuer das er ihm frei gegeben hat etwas typisch deutsches haben. Auf Thomas Frage was fuer ihn typisch deutsch sei antwortete er: "Schnaps!" Wir koennen schon vorweg nehemen das er einen Dortmunder Tropfen bekommen hat.

Als ich dann hier auf der Arbeit erzaehlte das ich nach Deutschland reise wurde ich kurze Zeit spaeter von einem Kollegen, der das nur halb mitbekommen hat, angesprochen wo ich nochmal genau hinfahren wuerde.... "nach Europa oder Deutschland?" oehh??? Nach Hause!

Am Mittwoch, den 09. Mai machten wir beide frueh Feierabend und riefen bei Jens zum Geburtstag an, um unsere Glueckwuensche auszurichten. "Habt ihr schon Feierabend?" "Thomas ja, ich muss gleich nochmal arbeiten" ...... dabei hatten wir den gepackten Koffer schon in der Hand! Und machten uns kurz nach dem Telefonat auf den Weg! Noch schnell auf dieser Seite was von einem Training erzaehlt, was Thomas angeblich Donnerstag und Freitag hat.... falls jemand mal anruft oder E-Mails zu seiner Firmenadresse schicken sollte, und dann gings los.

Zuerst gingen wir zur Metro und fuhren knappe 35 min (mit einmal umsteigen) bis zur Station Greenbelt... der gruene Guertel Washingtons... diesen legten wir uns nicht um, sondern fuhren von dort mit den Bus zum Flughafen BWI (Baltimore Washington International), nochmal knapp 40 Minuten. Dort angekommen suchten wir uns von den zwei Haltestellen natuerlich die falsche aus und mussten dann einmal quer durch den Flughafen zu unserem Schalter.... nur 15 min Fussweg! Der Flughafen schien wie ausgestorben... Am Icelandair Schalter checkten wir ein und machten es uns noch ein wenig in der Panorama Lounge bequem... Anfangs sassen noch ein paar Leute bei uns.... doch schnell waren wir allein... es war doch erst der Anfang der Tour... die Frikos oder wir konnten doch noch gar nicht so riechen, oder?
Lange mussten wir aber nicht warten, dann wurde auch schon unser Flug aufgerufen und wir konnten an Bord! Der Flug von knapp 5 einhalb Stunden verging wie im Fluge (Sorry, musste sein!! Nein war wirklich schnell um...) und schon landeten wir auf Island in Reykjavik Keflavik.... sag das mal nach 'nen paar Bier...

Nach kurzen Klobesuch fiel Thomas ein, dass er gerne einen Stempel in seinen Reisepass haette und ging rueckwaerts (also von der falschen Seite) durch die Kontrolle.... "Who are you?" What do you want" waren nur die Aussagen der Beamten (die ihm natuerlich keinen Stempel gaben). Dann konnten wir schon wieder ins naechte Flugzeug einsteigen... mit dem Ziel Frankfurt... neben Thomas sass ein Pole, der in Island arbeitet..... zwei Wochen am Stueck jeweils 12.5 Stunden pro Tag, dann aber zwei Wochen frei und wieder von vorne.... gibt aber "Good Money". Na dann! Gegen 13.30 deutscher Zeit erreichten wir dann deutschen Boden... und draussen erwartete uns dann schon das Abholkommando Regina und Roland Meusel mit dem Schild "Mr. & Mrs. Sztrajt"

To be continued.......

Sonntag, 13. Mai 2007

Derbysieg!



War schön mit euch! Tolle Überraschung, toller Sieg, toller Tag!
Wir hoffen ihr seid gut zurück in die Staaten gekommen.

Mittwoch, 9. Mai 2007

TRAINING wird hier gross geschrieben…..

Damit man die Qualitaet seiner Arbeitnehmer auch gewaehrleistet, macht hier jedes Unternehmen seine regelmaessigen Trainings. Ich hatte ja ein paar Tage Ruhe seit dem letzten, aber darueber wollte ich euch noch kurz berichten. Nicht ueber die Ruhe, sondern ueber das Training ;-)

Um acht Uhr morgens sollte es losgehen, und ich bin zum Hilton Washington hoch gelaufen. Es ist schon ein Stueckchen bis dahin, knappe 25 Minuten habe ich gebraucht. Meine Kollegen haben mich fuer bekloppt gehalten, warum ich denn nicht mit der Metro fahren wuerde. Na ja, vielleicht weil ich 10 Minuten bis zur Station laufe, dann nur eine Station fahren kann und dann wieder 10 Minuten zum Hotel brauche….. wuerde ich also nicht wirklich was gewinnen. Aber ich glaube sie haben es nicht kapiert.

Um zehn vor acht war ich dann da, zusammen mit einer Kollegin von mir war ich der Erste. Wohlgemerkt in einem Raum, der fuer 100 Leute eingedeckt war. Und genauso sah es auch noch um 8 Uhr aus, dem eigentlichen Trainingsbeginn. Da war dann aber immerhin schon der Trainer da….. Bob Brown … der Name kommt euch bekannt vor? Wundert Euch nicht. So wie erzaehlt hat war er mal ein Weltstar, und hat unter anderem mit Celine Dion gesungen… Na ja, vielleicht in der Karaoke Bar. Spaeter stellte sich dann heraus, dass er frueher Kellner war und ein Service Experte ist. Wir wunderten uns schon ein wenig, allerdings nur bis wir merkten das wir die einzigen “Nicht-Kellner” waren. Denn so langsam trudelten die Leute alle ein, um kurz vor neun ging es dann los.

Ich glaube, Herr Brown hat sich selbst fuer einen Motivations Kuenstler gehalten. Immer wieder mussten wir aufstehen, rumlaufen, laut schreien, und sonstige Spielchen mitmachen. Da ich natuerlich in der zweiten Reihe direkt am Gang sass, war ich immer einer der Dummen der mitmachen musste. Sehr motivierend wirkte auch sein Satz: “Wo kommen Sie her? Sie sehen aus wie ein Franzose.” Danke! Er hat auch immer kleine Geschichten aus seinem Leben erzaehlt, und dann immer gesagt “Ton, Klappe…” und alle mussten dann “Action” rufen. Bin ich hier beim Film? Ich kam mir eher vor wie in einem…. von der versteckten Kamera. Aber es war alles Ernst, die Leute haben riesen Spass gehabt und ich habe nachher noch ein tolles Geschenk bekommen…. Das kleine braune Buch des Service. Was fuer ein Wortspiel, Herr Brown. Von den anderen Preisen habe ich leider nichts bekommen, das waren Gutscheine fuer verschiedene Laeden, bis hin zu 100 Dollar. Also nicht ganz so uebel. Den hat dann uebrigens eine meiner Kollegin bekommen, die es geschafft hat 90 Minuten zu spaet zu kommen….

Mal sehen, wie es dann morgen und Freitag wieder wird, da bin ich wieder im Hilton Washington, dieses mal aber bei einem anderen Trainer. Ob das Glueck oder Pech ist, werde ich dann beim naechsten Mal berichten. Nur so viel, Christine musste bei ihrem Training in Virginia mit Fischen werfen…..

Montag, 7. Mai 2007

Beinah, Beinah, Beinah…. Beinah haett ich ‘se jebuetzt….

...äver leider kam der George, un dä hät dat Ding jeritz…. Na ja, so weit ist es dann doch nicht gekommen, aber beinahe haette ich sie zumindest gesehen. Wen? Die Queen. Also nicht die Band, sondern die Dame mit dem Huetchen.

In meiner Mittagspause habe ich mich heute entschlossen, mal nicht essen zu gehen, sondern lieber den Sonnenschein ein wenig zu geniessen und einen Spaziergang zu machen. Und wo soll man schon hingehen, wenn nicht zum Weissen Haus um die Ecke. Schliesslich hatte ich ja gelesen, dass die Queen im Gaestehaus direkt gegenueber wohnt, da wollte ich doch mal schauen was so los ist. Sie zu sehen hatte ich aber nicht erwartet, denn die macht ja bestimmt gerade Mittagschlaf oder es ist Teatime oder so….Teatime… also wenn wir auf so einer Auswaertsfahrt sind (ist es ja fuer die Queen), dann gab es aber keinen Tee…..!

Als ich dann ankam habe ich gesehen, wie sich gerade eine lange Parade an Autos vor dem Haus formierte. Mmh, wird sie doch gleich rauskommen? Die Motorraeder standen vorne schon bereit, dann die Polizeiwagen, zwei koenigliche Limousinen und danach ein paar Secret Service Wagen. Die Schuetzen auf den Daechern waren auch schon in Stellung und schauten mit ihren Fernglaesern nach unten.

An Zuschauern waren aber eher wenige da, ein paar englisch aussehende Damen mit Faehnchen in der Hand und vielleicht noch 150 Leute, das war’s dann aber auch. Bezeichnend die Unterhaltung zweier Leute hinter mir. “Was ist denn da los?” “Die Queen kommt bestimmt gleich raus.” “Oh, interessant, aber lass uns mal bei Starbucks ‘nen Kaffee holen.” Ich blieb trotzdem ein wenig stehen und schaute mir das Spektakel an, immer mehr Wagen fuhren vor, aber nichts passierte so richtig und ich sah meine Pause schon vorbeifliegen. Immer mal wieder gab es Anzeichen dafuer, dass gleich jemand rauskommt. Einmal sind alle eingestiegen und haben die Motoren angemacht, eine Minute spaeter wieder alle raus aus den Wagen. Dann wurde die Treppe vor dem Haus gefegt, damit da bloss kein Blatt von den Baeumen mehr liegt, aber raus kam keiner. Nachdem ich dann knapp 40 Minuten da gestanden hatte, musste ich mal wieder zurueck zum Hotel, wirklich gesehen habe ich also nichts aber es ist irgendwie immer interessant so einem Treiben mit Secret Service und Scharfschuetzen und so zuzusehen. Mal sehen, vielleicht haben wir ja gleich noch eine Einladung zum Abendessen heute Abend bei den Bush’s im Briefkasten, dann muss ich mir aber schnell noch einen Frack leihen….. und dann zeige ich ihnen mal koenigliche Manieren ;-)

Sonntag, 6. Mai 2007

Ueberfall lohnt nicht....

So, nachdem wir dann beide unseren Arbeitssamstag hinter uns gebracht haben sind wir wieder einmal nach Wheaton zum Einkaufszentrum gefahren.... "fuer manche ist es nur ein Einkauf, fuer andere die laengste Rolltreppe der Welt" sage ich da nur. Nachdem wir also mit der Metro angekommen sind und uns mit der dreiminuetigen Fahrt hinauf aus dem Boden gekaempft haben, machten wir erst einmal die notwendigen Einkaeufe von unserer Liste.... Nummer 1: Nutella. Jawoll, denn die ist hier draussen mal direkt einiges billiger und kostet nur noch 2.79 Dollar statt 4.09. Und nun kommt mir nicht damit das die Endung beim zweiten Preis besser ist ;-)

Nummer 2: Kaffee. Denn auch der Senseo Kaffee ist hier mal direkt ueber 1.50 Dollar pro Paket billiger. Damit hatten wir dann mehr als die Bahnfahrt schon wieder raus. Nachdem wir dann den kleinen Rest unserer Liste (neue "drunter-zieh T'Shirts" und zwei Baseballmuetzen) besorgt hatten, waren wir eigentlich schon fertig. Da es alles recht schnell ging haben wir uns bei Starbucks noch einen Kaffee gegoennt und uns den freien Tisch direkt am Schaufenster gesichert. Ihr glaubt gar nicht, was da fuer Leute vorbei gekommen sind. Da haette ich den ganzen Tag sitzen koennen. Es hat gefuehlte 20 Minuten gedauert, bis mal jemand halbwegs normales da vorbei kam. Am besten fand Christine meine Aussage "Da vorne steht entweder ein ganz haesslicher Mann oder eine Frau mit Bart." Ihre Antwort war nur: "Und wenn es eine Frau ist waere sie nicht haesslich?" Da schauderte es mich.... "Doch, fuerchterlich!" Leider schaffte es dieses Exemplar nicht bis zu unserem Schaufenster, doch ich fand es noch einmal im Laden nebenan, in einem Frisoersalon. Christine meinte nur, vielleicht will es sich schoen machen, denn sie dachte es haette ein Frottee-Handtuch auf dem Kopf. Doch dann kam er (ja, es war ein Mann) heraus, es waren seine echten Haare. Es waren blonde Rasterlocken zur Wuschelfrisur gemacht, er hatte einen blondierten Kinnbart und dazu ein ganz feminines Gesicht. Puh, Christine lag bald auf dem Boden. Da seine Kollegin das anscheinend mitbekommen hat machten wir uns dann aber auch wieder auf den Rueckweg mit unseren bepackten Tueten, was fuer so manchen der dort rumlungernden Leute eine nette Beute gewesen waere. Doch die Gesichter haette ich mal sehen wollen, wenn sie nur Kaffee und Nutella erbeuten.... Aber wir haben alles sicher nach Hause bekommen, und nun sind die naechsten Fruehstuecke gesichert.

Freitag, 4. Mai 2007

Nur noch zwei….

Nur noch zwei Tage, dann ist der Marathon der Grossveranstaltungen hier vorbei. Das Amerikanisch Juedische Kommittee ist immer noch zu Gange, ab heute werden es dann aber schon weniger Leute und auch die ersten unserer Ansprechpartner reisen ab. Morgen muss ich dann noch einmal von 7 bis 10 Uhr morgens das Fruehstueck beaufsichtigen, danach bin ich fertig. Aber 18 Ueberstunden reichen auch fuer diese Woche…..

Denn es ist schon anstrengend, da die Teilnehmer ein wenig hilflos sind und man sie immer an die Hand nehmen muss. Gestern Abend waren sie zum Dinner ausser Haus (mit insgesamt 1100 Leuten im National Building Museum) und wurden mit Bussen dahin transportiert. Da dies der einzige Abend war, wo sie nicht im Haus waren, sind wir auch recht puenktlich gegangen nachdem wir kontrolliert haben, dass die Parkplaetze fuer die nun kommenden acht Busse abgesperrt sind….. Und natuerlich hat meine Chefin dann abends einen voellig aufgebrachten Anruf bekommen…. Die Leute haben die Busse nicht gefunden und irren nun herum. Es ist ja auch sehr schwer, acht Busse direkt vor dem Haupteingang zu finden, die wenn man rauskommt einem die ganze Sicht versperren. Wahrscheinlich sind die erst einmal an den Bussen vorbeigegangen, damit sie gucken koennen wo die Busse sind.

Aber wie gesagt, morgen ist es dann vorbei, aber wirklich ruhiger wird es dann auch nicht. Erst einmal werde ich mich um meine kleinen Gruppen kuemmern muessen, ich habe insgesamt vier Stueck in den naechsten zwei Wochen (mal so zum Vergleich, in den ersten vier Monaten hatte ich sechs) und bin auch noch zwei Tage naechste Woche auf einem Verkaufstraining im Hilton Washington. Wenn wir da wieder so einen Trainer haben wie beim letzten Mal (Bob Brown, den Bericht schulde ich euch noch), dann baumel ich an einem Strick…..

Aber ansonsten ist hier alles gut ;-) Viele Gruesse!!!

Dienstag, 1. Mai 2007

Wir hoffen, ihr konntet alle den Tag der Arbeit geniessen, wir haben dann mal das getan was man an einem solchen Tag halt macht... gearbeitet. Denn natuerlich ist dies hier kein Feiertag und so gehen wir durch eine ganz normale Woche.... ganz normal? Nicht ganz. Denn bei mir auf der Arbeit ist so einiges los, wir haben das Amerikanisch-Juedische-Kommittee im Haus, seit gestern und bis Sonntag mit 500 Personen. Da habe ich es heute morgen in den ersten zwei Stunden nicht einmal geschafft, meine vier Buchstaben am Schreibtisch zu platzieren, denn die halten uns schon ganz schoen auf Trapp. Ich werde diese Woche auch sechs Tage ran muessen, am Samstag allerdings nur von 7-10 Uhr, das geht ja noch. Da die naechsten Wochen aber so weiter gehen, wird es nichts mit dem "Freizeitausgleich" und so werde ich die Stunden ausgezahlt bekommen.

Mit dem Samstag ist es ja auch nicht so schlimm, schliesslich muss Christine auch diesen Samstag arbeiten.... und da kommt nun die gute Nachricht des heutigen Tages ins Spiel. Gestern wurde naemlich entschieden, dass man die Schichten bei ihr noch einmal neu verteilt und sie naechster Woche wieder von Montags bis Freitags arbeitet (nicht wie zuletzt von Dienstags bis Samstags). So bleiben uns wieder zwei gemeinsame Wochenendtage.....