Montag, 9. April 2007

Drei "geschlagene" Stunden

Und weiter geht das sportliche Wochenende…. Nach dem Besuch des letzten Heimspiels der Capitals gegen Buffalo gestern stand heute die erste Stippvisite beim Baseball auf dem Programm. Jawohl, Baseball.

Die Vorbereitung begann schon am Freitag….. Nicht das wir da schon in eine Kneipe gegangen waeren und angefangen haetten zu trinken oder den Picknick Korb zu packen, nein, ich habe mir auf der Arbeit von einem Kollegen mal die Regeln erklaeren lassen. Die Grundsaetze kannten wir ja schon, aber damit ist es ja leider nicht getan. Trotz allem haben wir noch unseren Gameboy eingepackt, falls es doch zu langweilig werden sollte. Gegen Mittag ging es dann los, Spielbeginn war 13.35 Uhr. Komische Zeit? Nicht wirklich, die Spiele beginnen alle um fuenf nach oder fuenf nach halb. Ausser von einem Team, dessen Sponsor die Supermarktkette "711" ist, die spielen jetzt jedes Spiel um 7.11 Uhr abends…. Die Baseball Saison hat am letzten Sonntag begonnen, Washington hatte das erste Spiel am Montag mit einem Heimspiel, und seit dem jeden Tag ein Heimspiel, also war es heute das siebte Heimspiel in sieben Tagen…. Das sollte man sich in Dortmund mal vorstellen. Insgesamt hat jedes Team 82 Heimspiele, und natuerlich auch 82 auswaerts. Da sieht es fuer Allesfahrer schon schlecht aus, denn danach kommen ja auch noch die Playoffs. Aber wohl nicht fuer Washington, denn die haben von den ersten sechs Heimspielen schon einmal fuenf verloren.

Wir kamen recht puenktlich im Stadion an und nachdem wir unseren Platz gefunden hatten und gerade zwei Sekunden auf unserem Popo sassen, mussten wir schon wieder aufstehen denn die Nationalhymne wurde gesungen. Fuer uns schon zum dritten mal diese Woche. Dann begann das Spiel, und wir haben es tatsaechlich verstanden und wussten wer wann und warum laeuft ;-) Mit der Zeit wurde es dann aber ein wenig langweiliger, denn Washington traf keinen Ball und der Gegner aus Arizona tat nur so viel wie noetig, nachdem sie schon im ersten Inning mit 2:0 in Fuehrung gegangen sind. So wurde die naechste Zeit erst einmal gar nicht gepunktet, doch dann traf mal ein Spieler aus DC einen Ball. Und was passierte? Sein Schlaeger ist durchgebrochen. Na ja, dann war er halt auch raus, da die Gegner den Ball natuerlich sofort hatten.

Aber wir machten uns die Zeit schon recht lustig. Es schien auch alles auf Ostersonntag abgestimmt zu sein. Denn ein Spieler hiess mit Vornamen Jesus, ein anderer mit Nachnamen Zimmerman (diesen Beruf hatte der junge Herr ja), ein anderer hiess Church (Kirche). Daher war auch der offizielle Werbeslogan fuer heute "Go to Church on Easter Sunday". Nur die Nummer 13 von Washington passte da nicht so ganz "rein"… Robert Fick. Wenn er an der Reihe war, blinkte sein Nachname immer in riesigen Buchstaben ueber die ganze Anzeigetafel auf…. Schon lustig.

Auch lustig war die nicht gerade von Schoenheit reich beschenkte Familie vor uns. Wahnsinn, was die alles gegessen haben. Neben allen Sachen die sie selbst mitgebracht haben, haben sie fuer die kleine erst ein paar Cola, Popcorn, Cracker und andere Suessigkeiten gekauft, dazu dann der Vater zwei Hotdogs (je 6,50 Dollar) und fuenf Bier (0.33 Dose fuer lockere 5.50 Dollar, zuerst haben wir ja gedacht er will sich seine Familie schoen trinken, aber dann haben wir sein eigenes Gesicht gesehen). Sie duerften fuer die paar Sachen auf ueber 60 Dollar gekommen sein, dazu die Karten und wir wissen noch nicht, was in der Tuete vom Fanshop noch drin war. Und ich erinnere auch noch einmal an die 82 Heimspiele….

Das Spiel gewann Arizona nach drei Stunden mit 3:1, wie sollte es auch anders sein, und das duerfte man dann mal als Fehlstart der Nationals bezeichnen… aber da passen sie sich ja gut an die Leistungen der anderen Teams hier in der Hauptstadt an. Mal sehen, wann es uns wieder zum Baseball "verschlagen" wird, aber so wie ich uns kenne dauert das nicht mehr so lange ;-)

Freitag, 6. April 2007

Hausmeister Krause laesst gruessen, denn Ordnung muss sein!!!



Ach ja, das faulenzen ist nun wirklich vorbei.... Fehlen tut es mir nicht!! Endlich kann ich arbeiten, das Gefuehl gebraucht zu werden, Geld verdienen mit Kollegen quatschen und scherzen....

Am Montag sollte es um 9 Uhr fuer mich losgehen. Ja, genau sollte... Ich war ueberpuenktlich(ist ja auch sehr weit fuer mich) in der Lobby und wartete auf meine Kollegen... ein paar Minuten spaeter kam noch jemand, wie sich dann heraustellte ein neuer Kollege.... So warteten wir.... um kurz nach neun kam dann Shawn (aus unserem Buero), er stellte sich dann bei dem neuen Kollegen erst einmal vor, mich kennt er ja schon... Dann machten wir eine Tour durch das Haus... Nun ja, kam mir doch alles sehr bekannt vor.. Doch mein neuer Kollege hatte das noch nicht gesehen. Dann waren wir um halb 10 wieder in der Lobby, dann bekamen wir die Info das wir erst um 10 Uhr anfangen, da Kristie, die uns die Kurse geben sollte, noch nicht fertig war. Also ging ich wieder zurueck in unser Apartment und machte mir noch 'nen Kaffee...

Dann ging es um 10 Uhr los (glaubt ihr das wirklich?) Es was 10.20 Uhr... Dann sollte ich erst einmal zwei Tage Orientation (Orientierung) bekommen, da habe ich dann 8 Stunden auf meinem Popo gesessen und musste mich unheimlich konzentrieren (ist ja nun mal alles auf Englisch....) Ich habe meinen Arbeitgeber kennengelernt, was er fuer mich tut und was ich fuer ihn tun und lassen muss. Das heisst ich lernte jede Menge Regeln, Verordnungen und Gesetze kennen. Hier ein paar Beispiele: Es herrscht auf dem gesamten Gelaende Rauchverbot, das heisst wenn jemand Rauchen moechte, muss er auf die andere Strassenseite des Gebaeudes. Ich lernte den Dressing Code kennen, wie ich mich anzuziehen habe, das man sich waschen soll, Deo benutzen u.s.w. (Kannte ich vorher noch nicht... habe mich in Deutschland nie gewaschen....) Ich lernte die Schimmel und Feuchtigkeitsverordnung kennen und musste sie unterschreiben.... Was ist bei Schimmel zu tun? Als erstes ein Formblatt ausfuellen... wo ist der Schimmel, wie gross ist die Flaeche.... Dann vergleicht man die Daten mit dem Formblatt der Nationalen Schimmel und Feuchtigkeits Association ab und dann wird man erst taetig, um den Schimmel vielleicht zu beseitigen... Schimmel ist fuer die Amis nichts besonderes da es hier recht oft vorkommt, da hier vornehmlich mit Trockenmauern gebaut wird. Da zieht gerne mal Wasser rein... Es gibt hier auch oefter Rohrschaeden wo dann Wasser austritt...Ich lernte auch einen Feuerloescher zu benutzen, es kommt im Sommer hier schon mal haeufiger zu kleinen Braenden, im Garten oder auch im Vorgarten....

Also mal zusammengefasst: Ich muss wenn ich Rauchen gehe ein Schimmelformblatt ausfuellen, den Feuerloescher benutzen wenn ich ein Rohrschaden sehe und den Schimmel wenn Wasser austritt abbrennen..????

Desweiteren habe ich noch mal drei Kurse mit anschliessenden Tests machen muessen, ich habe sie bestanden... Juhu!! Es ging um Fair Housing... (Faires Vermieten) Ich lernte alle Arten der Diskriminierung kennen und wieviele Leute in einem Apartment wohnen duerfen. Welche Fragen man Bewohnern oder Besuchern, die sich fuer ein Apartment intressieren nicht stellen darf... z.B. Sind sie ein Terrorist? Sind sie schwanger? Haben sie Kinder? Das ist alles diskriminierent!!

Nachdem ich dann am Dienstag noch bestimmt 10 Formulare ausgefuellt habe, fuer Steuern fuer Schweigepflichten u.s.w. Durfte ich dann am Mittwoch endlich richtig starten. Ich bin nun fuer die Oeffentlichen Bereiche zustaendig, das alles ordentlich, sauber und alles vorhanden ist (im Buissness Center Papier fuer den Drucker, im Pub Kaffee fuer die Maschine...) Am liebsten bin ich den Beispiel Apartments, das sind zwei Apartments die Komplett eingerichtet sind und den Interessenten gezeigt werden. Die sind so nett eingerichtet und sehr gemuetlich!! Nix schwieriges und bestimmt nicht meine Erfuellung, doch es gibt ein gutes Gehalt und einen Rabatt auf unsere Miete, da ich da wohne wo ich arbeite, ich kann in der Mittagpause nach Hause, habe es nicht weit und brauche somit kein Metro- oder Busticket.

Bisher hat meine Arbeit noch keiner kontrolliert oder mich begleitet.... Da ich mich auch noch nicht ein oder ausstempeln kann, koennte ich auch ganz lange Mittagspause machen... Es weiss keiner so genau wo ich mich im Haus aufhalte... Und wenn einer was von mir will kann er mich ueber ein Walkie-Talkie rufen... Kam aber bisher noch nicht vor... Auch meine Arbeitszeiten kann ich mir aussuchen, es interssiert keinen... Die Arbeitstage waren bis gerade auch nicht klar.... Erst hiess es Dienstag bis Samstag... dann Montags bis Freitags... dann wieder nicht... denn leider hat mein Supervisor nicht mit mir darueber gesprochen... und als ich ihn darauf ansprechen wollte hatte er schon Feierabend gemacht... Um 14 Uhr??? Habe aber nun mit ihm telefoniert und soll Dienstag bis Samstag machen... Das heisst habe nun drei Tage frei, da ich dann erst am Dienstag wieder arbeiten gehe...na gut... Weiss auch nicht was mein Supervisor fuer 'ne Funktion hat... habe ich bisher noch nicht herausbekommen... meisst laueft er irgendwie durchs Haus... aber nur im Schneckentempo.. oder sitzt in seinem Buero und isst....noch Fragen?

So... Borussia hat gerade 1:3+1 gewonnen... Das kann ein gutes Wochenende werden!! Wir wuenschen Euch frohe Ostern und ein schoenes langes Wochenende!!!!
P.S.: Hier noch ein lustiger Fund, im Business Center habe ich am letzten Mittwoch beim leeren der Muelleimer eine Maenner-Unterhose gefunden. Aber keine nette Shorts oder so, sondern einen ordinaeren Boffi.... Ob sie benutzt war kann ich nicht sagen, ich habe sie auch nur mit Handschuhen an entsorgt.... und keinen Geruchstest gemacht ;-)

X-Tina

Nun machen wir einen kleinen Sprung und ueberfliegen einmal Christine's ersten Arbeitstag, der Bericht wird dann spaeter folgen. Es war also am Montag, nachdem ich normal arbeiten war, als ich zuhause das leckere Abendessen geniessen konnte und mich dann auf den Weg zum Verizon Center machte. Christine ist zuhause geblieben, schliesslich interessierte die Dame auf der Buehne sie nicht ganz so doll. Fuer mich aber war es eine nette Kombination, sollten doch im Vorprogram die Pussycat Dolls auftreten.

Als ich in die Halle kam, waren diese Dolls schon am singen und ich dachte nur, was fuer ein schwacher Auftritt. Die Zuschauer gingen aber ganz schoen mit, also scheint es ihnen zumindest gefallen zu haben, aber diese Damen haben mir mal gar nicht gefallen....Nach der Show machte ich mich erst einmal auf eine Runde durch die Halle, doch auf einmal ging das Licht aus. Oh my god.... Christina tritt auf. Also schnell wieder zurueck auf meinen Platz, und was sah ich da? Nein, Christina sass nicht auf meinem Stuhl, sie war noch nicht mal auf der Buehne. Aber wer war diese Gruppe dann ? Es waren die echten Pussycat Dolls, das davor habe ich fuer sie gehalten... war wohl eine andere Gruppe. Na ja, so ganz bin ich in dem Thema auch nicht drin ;-) Schande ueber mich.

Danach kam dann aber Christina.... Den ersten Teil des Konzertes habe ich mir von meinem Platz aus im Oberrang angeschaut, und bin dann nach unten gewechselt. Nachdem alle Bierstaende oben geschlossen waren, habe ich mich auf ein kuehles Getraenk unten gefreut, aber dann hiess es auf einmal "Kein Bier waehrend der Show...." Meine Antwort war typisch deutsch: W-A-T- Wat????? Aber es gab wirklich kein Bier mehr , nirgendwo in der Halle. Trotzdem suchte ich mir dann einen Platz im Unterrang und kurz vor Ende des Konzertes schaffte ich es dann bis in Reihe fuenf...Hier in Amerika ist ja bei Konzerten auch der Innenraum bestuhlt.... also mit Stuehlen versehen, nicht was ihr jetzt wieder denkt ;-)

Insgesamt war das Konzert ganz ok, der zweite Teil war deutlich besser als der erste und demnach hat es sich dann auch gelohnt..... das naechste Konzert was wir besuchen ist Gwen Stefani, dann auch gemeinsam....

Donnerstag, 5. April 2007

New York Teil 2

Der zweite Tag begann gegen 8 Uhr morgens mit dem Klingeln des Weckers und mit einem netten Fruehstueck. Man hatte uns vorher gesagt, dass es nur ein bisschen Toast mit Butter vom Pappteller geben wird.... die Pappteller gab es auch (gibt es aber in vielen Hotels hier...) aber ansonsten ein wirklich nettes Buffet mit allem von Hamburgern bis zu Obst, von Bageln bis zu Corn Flakes.
Mit vollem Bauch ging es dann die paar Meter zur Penn Station, der Metro Station am Madison Square Garden und dann runter zur Freiheitsstatue. Dieses Mal wussten wir ja wie es geht, denn die Station dort ist so klein, dass nur die ersten fuenf Wagen geoeffnet werden koennen. Der Rest steht noch im Tunnel. Also sind wir zur Sicherheit weit vorne eingestiegen und waren dann nach knapp 10 Minuten Fahrt am Suedzipfel. Eine Ueberfahrt haben wir uns aufgrund der angegebenen Wartezeit von 2 Stunden gespart, schliesslich muss man ja zurueck dann noch einmal die gleiche Zeit anstehen und dann waere der Tag ja fast schon umgewesen. Trotzdem machten wir es uns auf einer Bank (nicht einer aus der Wall Street...) gemuetlich und schauten dem Treiben ein wenig zu.

Zu Fuss ging es dann erst einmal zum Ground Zero. Ist natuerlich schon ein bedrueckender Platz, und das einem von "fliegenden Haendlern" (vielleicht auch an dieser Stelle der falsche Ausdruck) Fotoalben mit den brennenden Tuermen angeboten werden fanden wir schon ein wenig geschmacklos. Vor allem, wenn sie dann noch vor der Feuerwehrwache stehen, von der die meisten Feuerwehrleute damals kamen und die direkt an der heutigen Baustelle liegt.

Nach einem kurzen Blick in die Wall Street holten wir uns einen Kaffee bei Starbucks und machten es uns auf dem Platz vor dem Woolworth Building (quasi "anne Wollwort") gemuetlich. Direkt dort dran beginnt der Aufgang auf die Brooklyn Bridge, fuer mich immer noch eines der Sehenswertesten Dinge in New York. Vielleicht weil trotz der bildlichen Erklaerung auf der Bruecke nicht in meinen Kopf geht, wie man so etwas schon vor 125 Jahren bauen konnte. Ein weiteres Highlight war dann Chinatown... nicht weil wir auf einmal die groessten Menschen waren, sondern einfach was da auf den Strassen los war. Und als wir um eine Ecke bogen waren wir schon in Little Italy. Nur diese Weltmeister Poster haben da ein wenig gestoert....

Anschliessend sind wir dann noch ein wenig durch die Geschaefte gestoebert, bis dann der touristische Teil durch qualmende Fuesse beendet wurde.

Der Sonntag war ja eigentlich nur als Abreisetag eingeplant, da unser Bus aber erst um 15.30 ging (oder fuhr) blieb uns noch genug Zeit etwas zu unternehmen.... Nach dem Fruehstueck (und ja, ich habe noch mal eine Schueppe zum Vortag drauf gelegt) wollten wir zur Grand Central Station und kamen auf dem Weg an Macy's vorbei, wo gerade eine Tierparade oder Party (oder was auch immer) startete. Alle Tiere (fast alles Hunde, aber auch ein Schwein wurde gesichtet und das war nicht ich) waren in Kleider oder Blumen gesteckt und ihre Besitzer strahlten wie Honigkuchenpferde. War schon ganz lustig. An der Grand Central Station drehte man gerade eine Szene fuer eine neue Seifenoper, die im naechsten Jahr hier im TV starten soll, und wir liefen natuerlich erst einmal ins Bild und schauten uns um..... allerdings wurde die Szene danach noch ein paar Mal gedreht, weil immer irgendjemand in die Kamera getappst ist oder mit Blitz fotografiert hat.

Weiter ging es zum Waldorf Astoria Hotel (um da einmal schoen auf Toilette zu gehen) und noch einmal zum Central Park und dann ueber den Times Square und die M&M's World (wahnsinn... drei Etagen voller Schokolade und Werbeartikeln) zurueck zum Hotel, um die Taschen abzuholen. Auch dieses Mal fuhr der Bus puenktlich ab und war sogar 45 Minuten schneller als er laut Fahrplan sein sollte, so dass wir schon um 19.15 Uhr wieder in Washington waren. Zwar erschoepft aber schon am planen fuer die naechste Reise dran.... schliesslich will ich ja noch einmal die Yankees und die Rangers spielen sehen....

Dienstag, 3. April 2007

Der fruehe Vogel - New York Teil 1


Der fruehe Vogel faengt den Wurm… nach diesem Motto machten wir uns schon um kurz vor sechs auf den Weg zur Greyhound Bus Station, um rechtzeitig fuer unsere Abfahrt da zu sein. Diese war zwar erst fuer sieben Uhr angesetzt, aber auf den Tickets stand extra das man mindestens eine Stunde eher da sein solle. Diese Stunde konnten wir dann damit verbringen, vor der geschlossenen Tuer zu stehen, die dann um kurz vor sieben geoeffnet wurde. Den Sinn dieser Stunde haben wir nicht verstanden, aber da hier ja nicht immer alles so rund laeuft ist es so wohl sicherer. Immerhin konnten wir die Zeit damit verbringen, eine Blondine mit ihrer Mutter zu beobachten, die nach Christines Meinung auf dem Weg zum Dummchen Wettbewerb waren. Um die ordentliche Kleidung dafuer zu haben, hat sie sich waehrend der Wartezeit dann mal eben zwei neue T-Shirts rueckenfrei geschnitten. Die zieht sie dann bestimmt falschrum an ;-)

Das aber das fruehe Aufstehen auch nicht spurlos an uns vorbei gegangen ist sieht man daran, dass unsere Sprueche nicht die ganz Grossen waren. Unser Bus fuhr naemlich ab Gate O-P, was mich natuerlich zu einem Krankenhaus Witz verleitete. Christine meinte dann nur, dass wir zum Glueck nicht von Gate Q fahren, denn da kommen die Busse nicht aus dem Quark. Na ja, Schwamm drueber ;-) Der Bus kam aber ganz gut aus dem Quark, fuhr 5 Minuten vor der normalen Zeit ab und war sogar knapp 45 Minuten eher da. Die Station in New York ist direkt am Times Square, also sehr zentral, und fuer einen Busbahnhof schon ganz schoen beeindruckend. Denn hier werden taeglich 1700 Busse abgefertigt. Da unser Hotel auch recht zentral lag konnten wir vom Busbahnhof aus laufen und taten dies dann auch, denn auf den Strassen ging ueberraschenderweise nichts. Unser Hotel lag direkt in einer Seitenstrasse vom Madison Square Garden, fuenf Minuten zu Fuss zum Empire State Building und 10 Minuten zum Times Square.

Wir hatten ein Rollstuhlfahrer gerechtes Zimmer, was dementsprechend Platz bot. Nachdem wir die Tasche ausgepackt hatten, machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Der erste Weg fuehrte uns ueber den Times Square zum Central Park, und dort in den Central Park Zoo. Der ist nicht besonders gross, dafuer aber ganz nett gemacht und fuer New Yorker Verhaeltnisse auch ganz guenstig vom Eintritt her. Neben der Pinguin Fuetterung konnten wir auch beobachten, wie ein Eisbaer seinen Kaefig sauber haelt…. In dem er ganz gekonnt seinen Popo ueber das Wasser haelt und so…. Ins Detail gehen wir besser nicht…. ;-)

Anschliessend machten wir uns auf den Weg ueber die Fifth Avenue und schauten uns die Sachen dort an… den Spielzeugladen FAO Schwarz (jaja, Zoo und Spielzeuge…. Kinder in Manhattan), die St Patrick’s Cathedral, das Rockefeller Center (wo man uebrigens noch immer Schlittschuh laufen kann) und runter bis zum Flatiron Building. Nach einem kurzen Stopp zum ausruhen im Hotel ging es dann wieder zum Empire State Building, und dieses Mal war die Schlange dort auch nicht so lang wie bei unserem letzten Besuch. Erwartete Wartezeit 60-90 Minuten. Seit wir das letzte Mal dort oben waren hat man den Preis doch tatsaechlich um weitere 4 Dollar erhoeht, so dass man nun 18 Dollar pro Person zahlen muss. Aber schliesslich waren wir ja beim letzten Mal tagsueber oben, nun wurde es schon langsam dunkel. Da wirkt das ganze noch einmal mehr beeindruckend. Die Sicht war total klar und man konnte die Lichter bis in weite Ferne sehen. Unter einem strahlte der Times Square und die ganzen Hochhaeuser, muss man wirklich einmal gesehen haben. Eine Frau neben uns meinte dann auch wie beeindruckend diese Stadt ist, hier noch die Hochhaeuser und ein paar Meter weiter schon das Meer…. Das dies nur der Hudson River war, auf den sie gezeigt hat, haben wir dann mal fuer uns behalten. Waere auch ein sehr kleines Meer gewesen. Gegen 22 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg nach unten, wo man natuerlich auch noch einmal ein wenig anstehen musste, und dann auf zum Times Square, der ja auch erst im dunkeln richtig wirkt. Dort haben wir dann auch zu Abend gegessen (um 22.30!) und sind danach wieder zurueck zum Hotel gegangen. Schliesslich steht ja morgen ein weiterer Tag voller Wanderschaft an…

Den zweiten Teil werden wir dann morgen hier rein setzen. Im Moment haben wir ja viel zu erzaehlen…. New York, Christine’s erste Arbeitstage, ich war gestern auf einem Konzert, heute hatten wir ein tolles Training bei Bob Brown (wer immer das ist) und heute Abend gehen wir zu den Capitals… Also insgesamt viel zu erzaehlen aber wenig Zeit was zu schreiben….. Aber wir geloben Besserung ;-)

Montag, 2. April 2007

2 Birnen im Big Apple.....

Wir wollten Euch nur kurz sagen, dass alles gut geklappt hat und wir auch heile wieder in Washington angekommen sind. Es waren schoene und erlebnisreiche Tage, da werden wir Euch dann morgen in Ruhe von berichten. Jetzt sind wir aber verstaendlicher Weise ein wenig muede (und hungrig) und werden daher mal unser Appartment aufsuchen....