Mittwoch, 5. Dezember 2007

Asiaten im Bus und in den Baeumen....

Am Samstag morgen klingelte mal wieder um 4 Uhr morgens der Wecker.... doch diesmal ging es nicht wie so oft zu irgendeinem Football- oder sonstigem Spiel, heute ging es mit dem Bus nach New York um Ronny und Britta zu besuchen... auch wenn Sightseeing an einem Dezember Wochenende dort schon so eine Art Sport fuer sich sein kann....

Um kurz nach sechs starteten wir ab der Greyhound Station und dieses Mal war die Fahrt schon eine Zumutung..... zunaechst sassen links neben uns drei Fahrgaeste, die alle jeweils den Platz am Gang hatten und sich dann ueber die anderen Sitzreihen hinweg unterhielten... dann hinter uns zwei Asiaten, wobei der eine immer versuchte Stimmen nachzumachen und der andere darueber immer laut lachen musste.... und dann der Bus an sich, recht alt und klapprig, und die ganze Fahrt ueber ist von unten was gegen unsere Fuesse gehauen... Na ja, der Fahrer hatte es wohl noch schlimmer, denn seine Scheibe war undicht und er hatte keine Heizung, bei Temperaturen unter 0 Grad mit Sicherheit auch kein Spass. So koennen wir es ihm auch nicht uebel nehmen, dass er unterwegs eine Pause gemacht hat um sich aufzuwaermen und seine Fahrerkabine mit Pappkartons zu umbauen... Etwas verspaetet kamen wir um 10.40 Uhr in New York am Port Authority an, und da strahlte uns schon das "Welcome to New York, Thomas und Christine" Schild entgegen.... irgendwie hatten wir das doch vor kurzem erst mit DC und anderen Namen ;-)

Nach der Begruessung ging es erst einmal ein wenig planlos bis zum Times Square, dort haben wir uns ueberlegt was wir machen koennen, denn wir hatten nichts festes geplant... So entschieden wir uns einmal bis zum Central Park zu laufen und dann weiter zu schauen. Auf dem Weg schauten wir natuerlich am Times Square vorbei, in den Toys'r'us (oder wie auch immer das geschrieben wird) und in den M&M Shop. Am Central Park angekommen entdeckten wir dann was, was wir bisher in Washington und Umgebung vergeblich gesucht haben... einen Weihnachtsmarkt.... also schauten wir uns den natuerlich erst einmal an, auch wenn es weder einen Bratwurst Stand noch Gluehwein gab.... aber fuer die Maedels immerhin einen heissen Aepple, ohne Alkohol ;-) Den Central Park entlang ging es dann ins Kaufhaus Bloomingdales, einfach wahnsinn was da los war.... wenn wir uns da aus den Augen verloren haetten, haetten wir uns wahrscheinlich nie wieder gefunden.... doch das ist zum Glueck nichts passiert und so schauten wir uns ein wenig um. Leider hatte der Burberry Laden nicht mehr sein tolles Angebot das wir noch hier in DC gesehen hatten (6 Unterhosen fuer 298 Dollar...) und der Weihnachtsmann war auch nicht da, um sich mit ihm fotografieren zu lassen.... wenn man dem Schild glauben schenken darf so war er gerade die Rentiere fuettern.

Als wir wieder draussen waren marschierten wir weiter zur Fifth Avenue und kamen am Spielzeugladen "FAO Schwarz" vorbei und sahen die Leute mehr als einen Block lang anstehen, um dort reinzukommen.... Anstehen um in einen Laden reinzukommen? Das ist bestimmt auch bei einem bekannten Dortmunder auf der "No-go Liste" ganz oben mit angesiedelt... Also machten auch wir das nicht und liessen uns ueber die Fifth Avenue schieben, denn von laufen konnte man nicht wirklich sprechen. Am Rockefeller Center angekommen ging es zur Eisflaeche unterm Tannenbaum, aber nur zum gucken, die Vorfuehrung meiner Eistanz Kuenste hebe ich mir fuer unseren naechsten Besuch in New York auf (... sind ja auch nur noch 14 Tage). Der Weihnachtsbaum ist leider mit sehr vielen bunten Lichtern geschmueckt und sieht daher aus wie ein typischer amerikanischer Baum wie man ihn kennt, alle paar Minuten blitzte er dann zusaetzlich mit vielen weissen Lichtern auf. Meine Theorie, dass dies Reisegruppen von Asiaten sind, die im Baum sitzen und fotografieren, konnten wir leider nicht bestaetigen... aber ich bin mir da eigentlich sicher!

Nun war dann auch die Zeit gekommen, wo wir voellig durchgefroren waren, es waren schliesslich immer noch Temperaturen von etwa 0 Grad in der Stadt. Also gingen wir zu Ronny und Britta ins Hotelzimmer zum aufwaermen, was die Maedels mit einem Kakao und wir mit einem SixPack Peroni unterstuetzten ;-) .....und fuer uns gab es erst einmal Bescherung..... ein echtes Glas Nutella, einige Tueten Haribo (mmmh... Cola-Kracher) und das Highlight (zumindest aus meiner Sicht), vier Flaschen Brinkhoff's.... der Fritz in Amerika, ich glaub es nicht! Um 18 Uhr war dann auch Bescherung fuer Britta, schliesslich war es in Deutschland ja schon 0 Uhr und damit ihr Geburtstag.... und wenn wir den nach amerikanischer Zeit gefeiert haetten, waeren wir ja schon nicht mehr da gewesen. Zum Abendessen sind wir in den Olive Garden am Times Square gegangen. Wir hatten vorher versucht einen Tisch zu reservieren, das machen sie dort aber nicht, also waren wir auf unser Glueck angewiesen, nicht zu lange warten zu muessen..... am Eingang draengelte sich dann eine Gruppe von drei Personen vor und fragte nach einem Tisch.... sie muessten 1 1/2 Stunden warten.... dann fragte man uns, wie viele Personen wir seien... vier.... na, dann koennen wir mit durch, man hat gerade einen Tisch fuer uns..... da konnten wir uns ein Grinsen ja nicht verkneifen... Als wir dann sassen hoerten wir, wie hinter uns der "Platzanweiser" der naechsten Gruppe eine Wartezeit von drei Stunden ankuendigte... was soll's... konnte uns ja egal sein ;-) Das Essen war sehr gut, danach sind wir noch einmal ueber den Times Square gegangen und haben auf eine nicht ganz so duestere Person gewartet, der wir unseren Fotoapparat anvertrauen koennen um ein Foto von uns zu machen... das war gar nicht so einfach! Anschliessend ging es dann schon wieder zurueck zur Busstation, um auch sicher zu gehen das wir in den 22 Uhr Bus kommen, was auch ohne Probleme klappte. Dieses Mal war der Bus neuer, keinen nervenden Leute um uns herum und so habe ich fast die komplette Fahrt ueber geschlafen.... bis wir um 2.45 Uhr morgens wieder in Washington waren. Schnell mit dem Taxi nach Hause und ins Bett, schliesslich musste ich ja schon um 7.30 Uhr wieder im Buero sitzen. Schade, dass wir nicht laenger in New York mit den beiden bleiben konnten, aber immerhin hat es fuer den einen Tag geklappt und sich auch gelohnt!

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