Sonntag, 13. Mai 2007

Derbysieg!



War schön mit euch! Tolle Überraschung, toller Sieg, toller Tag!
Wir hoffen ihr seid gut zurück in die Staaten gekommen.

Mittwoch, 9. Mai 2007

TRAINING wird hier gross geschrieben…..

Damit man die Qualitaet seiner Arbeitnehmer auch gewaehrleistet, macht hier jedes Unternehmen seine regelmaessigen Trainings. Ich hatte ja ein paar Tage Ruhe seit dem letzten, aber darueber wollte ich euch noch kurz berichten. Nicht ueber die Ruhe, sondern ueber das Training ;-)

Um acht Uhr morgens sollte es losgehen, und ich bin zum Hilton Washington hoch gelaufen. Es ist schon ein Stueckchen bis dahin, knappe 25 Minuten habe ich gebraucht. Meine Kollegen haben mich fuer bekloppt gehalten, warum ich denn nicht mit der Metro fahren wuerde. Na ja, vielleicht weil ich 10 Minuten bis zur Station laufe, dann nur eine Station fahren kann und dann wieder 10 Minuten zum Hotel brauche….. wuerde ich also nicht wirklich was gewinnen. Aber ich glaube sie haben es nicht kapiert.

Um zehn vor acht war ich dann da, zusammen mit einer Kollegin von mir war ich der Erste. Wohlgemerkt in einem Raum, der fuer 100 Leute eingedeckt war. Und genauso sah es auch noch um 8 Uhr aus, dem eigentlichen Trainingsbeginn. Da war dann aber immerhin schon der Trainer da….. Bob Brown … der Name kommt euch bekannt vor? Wundert Euch nicht. So wie erzaehlt hat war er mal ein Weltstar, und hat unter anderem mit Celine Dion gesungen… Na ja, vielleicht in der Karaoke Bar. Spaeter stellte sich dann heraus, dass er frueher Kellner war und ein Service Experte ist. Wir wunderten uns schon ein wenig, allerdings nur bis wir merkten das wir die einzigen “Nicht-Kellner” waren. Denn so langsam trudelten die Leute alle ein, um kurz vor neun ging es dann los.

Ich glaube, Herr Brown hat sich selbst fuer einen Motivations Kuenstler gehalten. Immer wieder mussten wir aufstehen, rumlaufen, laut schreien, und sonstige Spielchen mitmachen. Da ich natuerlich in der zweiten Reihe direkt am Gang sass, war ich immer einer der Dummen der mitmachen musste. Sehr motivierend wirkte auch sein Satz: “Wo kommen Sie her? Sie sehen aus wie ein Franzose.” Danke! Er hat auch immer kleine Geschichten aus seinem Leben erzaehlt, und dann immer gesagt “Ton, Klappe…” und alle mussten dann “Action” rufen. Bin ich hier beim Film? Ich kam mir eher vor wie in einem…. von der versteckten Kamera. Aber es war alles Ernst, die Leute haben riesen Spass gehabt und ich habe nachher noch ein tolles Geschenk bekommen…. Das kleine braune Buch des Service. Was fuer ein Wortspiel, Herr Brown. Von den anderen Preisen habe ich leider nichts bekommen, das waren Gutscheine fuer verschiedene Laeden, bis hin zu 100 Dollar. Also nicht ganz so uebel. Den hat dann uebrigens eine meiner Kollegin bekommen, die es geschafft hat 90 Minuten zu spaet zu kommen….

Mal sehen, wie es dann morgen und Freitag wieder wird, da bin ich wieder im Hilton Washington, dieses mal aber bei einem anderen Trainer. Ob das Glueck oder Pech ist, werde ich dann beim naechsten Mal berichten. Nur so viel, Christine musste bei ihrem Training in Virginia mit Fischen werfen…..

Montag, 7. Mai 2007

Beinah, Beinah, Beinah…. Beinah haett ich ‘se jebuetzt….

...äver leider kam der George, un dä hät dat Ding jeritz…. Na ja, so weit ist es dann doch nicht gekommen, aber beinahe haette ich sie zumindest gesehen. Wen? Die Queen. Also nicht die Band, sondern die Dame mit dem Huetchen.

In meiner Mittagspause habe ich mich heute entschlossen, mal nicht essen zu gehen, sondern lieber den Sonnenschein ein wenig zu geniessen und einen Spaziergang zu machen. Und wo soll man schon hingehen, wenn nicht zum Weissen Haus um die Ecke. Schliesslich hatte ich ja gelesen, dass die Queen im Gaestehaus direkt gegenueber wohnt, da wollte ich doch mal schauen was so los ist. Sie zu sehen hatte ich aber nicht erwartet, denn die macht ja bestimmt gerade Mittagschlaf oder es ist Teatime oder so….Teatime… also wenn wir auf so einer Auswaertsfahrt sind (ist es ja fuer die Queen), dann gab es aber keinen Tee…..!

Als ich dann ankam habe ich gesehen, wie sich gerade eine lange Parade an Autos vor dem Haus formierte. Mmh, wird sie doch gleich rauskommen? Die Motorraeder standen vorne schon bereit, dann die Polizeiwagen, zwei koenigliche Limousinen und danach ein paar Secret Service Wagen. Die Schuetzen auf den Daechern waren auch schon in Stellung und schauten mit ihren Fernglaesern nach unten.

An Zuschauern waren aber eher wenige da, ein paar englisch aussehende Damen mit Faehnchen in der Hand und vielleicht noch 150 Leute, das war’s dann aber auch. Bezeichnend die Unterhaltung zweier Leute hinter mir. “Was ist denn da los?” “Die Queen kommt bestimmt gleich raus.” “Oh, interessant, aber lass uns mal bei Starbucks ‘nen Kaffee holen.” Ich blieb trotzdem ein wenig stehen und schaute mir das Spektakel an, immer mehr Wagen fuhren vor, aber nichts passierte so richtig und ich sah meine Pause schon vorbeifliegen. Immer mal wieder gab es Anzeichen dafuer, dass gleich jemand rauskommt. Einmal sind alle eingestiegen und haben die Motoren angemacht, eine Minute spaeter wieder alle raus aus den Wagen. Dann wurde die Treppe vor dem Haus gefegt, damit da bloss kein Blatt von den Baeumen mehr liegt, aber raus kam keiner. Nachdem ich dann knapp 40 Minuten da gestanden hatte, musste ich mal wieder zurueck zum Hotel, wirklich gesehen habe ich also nichts aber es ist irgendwie immer interessant so einem Treiben mit Secret Service und Scharfschuetzen und so zuzusehen. Mal sehen, vielleicht haben wir ja gleich noch eine Einladung zum Abendessen heute Abend bei den Bush’s im Briefkasten, dann muss ich mir aber schnell noch einen Frack leihen….. und dann zeige ich ihnen mal koenigliche Manieren ;-)

Sonntag, 6. Mai 2007

Ueberfall lohnt nicht....

So, nachdem wir dann beide unseren Arbeitssamstag hinter uns gebracht haben sind wir wieder einmal nach Wheaton zum Einkaufszentrum gefahren.... "fuer manche ist es nur ein Einkauf, fuer andere die laengste Rolltreppe der Welt" sage ich da nur. Nachdem wir also mit der Metro angekommen sind und uns mit der dreiminuetigen Fahrt hinauf aus dem Boden gekaempft haben, machten wir erst einmal die notwendigen Einkaeufe von unserer Liste.... Nummer 1: Nutella. Jawoll, denn die ist hier draussen mal direkt einiges billiger und kostet nur noch 2.79 Dollar statt 4.09. Und nun kommt mir nicht damit das die Endung beim zweiten Preis besser ist ;-)

Nummer 2: Kaffee. Denn auch der Senseo Kaffee ist hier mal direkt ueber 1.50 Dollar pro Paket billiger. Damit hatten wir dann mehr als die Bahnfahrt schon wieder raus. Nachdem wir dann den kleinen Rest unserer Liste (neue "drunter-zieh T'Shirts" und zwei Baseballmuetzen) besorgt hatten, waren wir eigentlich schon fertig. Da es alles recht schnell ging haben wir uns bei Starbucks noch einen Kaffee gegoennt und uns den freien Tisch direkt am Schaufenster gesichert. Ihr glaubt gar nicht, was da fuer Leute vorbei gekommen sind. Da haette ich den ganzen Tag sitzen koennen. Es hat gefuehlte 20 Minuten gedauert, bis mal jemand halbwegs normales da vorbei kam. Am besten fand Christine meine Aussage "Da vorne steht entweder ein ganz haesslicher Mann oder eine Frau mit Bart." Ihre Antwort war nur: "Und wenn es eine Frau ist waere sie nicht haesslich?" Da schauderte es mich.... "Doch, fuerchterlich!" Leider schaffte es dieses Exemplar nicht bis zu unserem Schaufenster, doch ich fand es noch einmal im Laden nebenan, in einem Frisoersalon. Christine meinte nur, vielleicht will es sich schoen machen, denn sie dachte es haette ein Frottee-Handtuch auf dem Kopf. Doch dann kam er (ja, es war ein Mann) heraus, es waren seine echten Haare. Es waren blonde Rasterlocken zur Wuschelfrisur gemacht, er hatte einen blondierten Kinnbart und dazu ein ganz feminines Gesicht. Puh, Christine lag bald auf dem Boden. Da seine Kollegin das anscheinend mitbekommen hat machten wir uns dann aber auch wieder auf den Rueckweg mit unseren bepackten Tueten, was fuer so manchen der dort rumlungernden Leute eine nette Beute gewesen waere. Doch die Gesichter haette ich mal sehen wollen, wenn sie nur Kaffee und Nutella erbeuten.... Aber wir haben alles sicher nach Hause bekommen, und nun sind die naechsten Fruehstuecke gesichert.

Freitag, 4. Mai 2007

Nur noch zwei….

Nur noch zwei Tage, dann ist der Marathon der Grossveranstaltungen hier vorbei. Das Amerikanisch Juedische Kommittee ist immer noch zu Gange, ab heute werden es dann aber schon weniger Leute und auch die ersten unserer Ansprechpartner reisen ab. Morgen muss ich dann noch einmal von 7 bis 10 Uhr morgens das Fruehstueck beaufsichtigen, danach bin ich fertig. Aber 18 Ueberstunden reichen auch fuer diese Woche…..

Denn es ist schon anstrengend, da die Teilnehmer ein wenig hilflos sind und man sie immer an die Hand nehmen muss. Gestern Abend waren sie zum Dinner ausser Haus (mit insgesamt 1100 Leuten im National Building Museum) und wurden mit Bussen dahin transportiert. Da dies der einzige Abend war, wo sie nicht im Haus waren, sind wir auch recht puenktlich gegangen nachdem wir kontrolliert haben, dass die Parkplaetze fuer die nun kommenden acht Busse abgesperrt sind….. Und natuerlich hat meine Chefin dann abends einen voellig aufgebrachten Anruf bekommen…. Die Leute haben die Busse nicht gefunden und irren nun herum. Es ist ja auch sehr schwer, acht Busse direkt vor dem Haupteingang zu finden, die wenn man rauskommt einem die ganze Sicht versperren. Wahrscheinlich sind die erst einmal an den Bussen vorbeigegangen, damit sie gucken koennen wo die Busse sind.

Aber wie gesagt, morgen ist es dann vorbei, aber wirklich ruhiger wird es dann auch nicht. Erst einmal werde ich mich um meine kleinen Gruppen kuemmern muessen, ich habe insgesamt vier Stueck in den naechsten zwei Wochen (mal so zum Vergleich, in den ersten vier Monaten hatte ich sechs) und bin auch noch zwei Tage naechste Woche auf einem Verkaufstraining im Hilton Washington. Wenn wir da wieder so einen Trainer haben wie beim letzten Mal (Bob Brown, den Bericht schulde ich euch noch), dann baumel ich an einem Strick…..

Aber ansonsten ist hier alles gut ;-) Viele Gruesse!!!

Dienstag, 1. Mai 2007

Wir hoffen, ihr konntet alle den Tag der Arbeit geniessen, wir haben dann mal das getan was man an einem solchen Tag halt macht... gearbeitet. Denn natuerlich ist dies hier kein Feiertag und so gehen wir durch eine ganz normale Woche.... ganz normal? Nicht ganz. Denn bei mir auf der Arbeit ist so einiges los, wir haben das Amerikanisch-Juedische-Kommittee im Haus, seit gestern und bis Sonntag mit 500 Personen. Da habe ich es heute morgen in den ersten zwei Stunden nicht einmal geschafft, meine vier Buchstaben am Schreibtisch zu platzieren, denn die halten uns schon ganz schoen auf Trapp. Ich werde diese Woche auch sechs Tage ran muessen, am Samstag allerdings nur von 7-10 Uhr, das geht ja noch. Da die naechsten Wochen aber so weiter gehen, wird es nichts mit dem "Freizeitausgleich" und so werde ich die Stunden ausgezahlt bekommen.

Mit dem Samstag ist es ja auch nicht so schlimm, schliesslich muss Christine auch diesen Samstag arbeiten.... und da kommt nun die gute Nachricht des heutigen Tages ins Spiel. Gestern wurde naemlich entschieden, dass man die Schichten bei ihr noch einmal neu verteilt und sie naechster Woche wieder von Montags bis Freitags arbeitet (nicht wie zuletzt von Dienstags bis Samstags). So bleiben uns wieder zwei gemeinsame Wochenendtage.....