Letzten Sonntag gab es hier in Washington ein Ereignis, ich glaub das hat es hier noch nie gegeben. Die Nationals, also das hier ansaessige Baseball Team, haben in der letzten Woche alle sechs Heimspiele gewonnen.... vielleicht schaffen sie es ja doch noch zur Meisterschaft.... oder aber zumindest weg vom Platz des schlechtesten Teams ;-) Das Spiel am Sonntag gegen die St Louis Cardinals habe ich mir auch angeschaut, waehrend Christine arbeiten war, und das war wirklich gut....
Am Montag ging dann der normale Wahnsinn im Buero weiter, aber was will man machen.... irgendwie muss das Geld ja reinkommen. Ansonsten geht diese Woche eigentlich. Morgen Abend haben wir meine hollaendische Kollegin mit ihrem Freund eingeladen und werden bei uns auf dem Dach grillen. Am Donnerstag haben Christine und ich dann beide frei, zum ersten Mal seit dem 4.7. ein gemeinsamer freier Tag. Und wo werden wir den Abend verbringen? Richtig, im Fussballstadion. Denn da spielt DC United gegen Los Angeles, und die haben angeblich irgend so einen Spieler aus Europa verpflichtet.... Englaender oder so ;-) Am Freitag werden dann meine Koffer gepackt und Samstag morgen geht's los nach Dallas. Ist also nicht so, dass es hier langweilig wird.
Langweilig wird es bei Christine im Buero auch nicht.... das ging schon Samstag los und ging gestern direkt weiter.... aber das wird sie euch mal heute Abend oder morgen selbst erzaehlen.... duerft aber schon einmal gespannt sein.
Dienstag, 7. August 2007
Samstag, 4. August 2007
Leg nochmal ein Wuerstchen nach.....
Heute morgen, also Samstag, haben wir dann
erst gemeinsam gefruehstueckt bevor Christine wieder ins Buero musste, und ich habe danach erst einmal unsere Telefon Flatrate nach Deutschland genutzt und bin dann online gegangen, um ein wenig die Pokaluebertragung auf WDR2 zu hoeren..... von nun an weiss ich ja wieder was Samstags morgens zu tun ist ;-) Danach habe ich es mir eine Stunde lang am Pool gemuetlich gemacht und die knapp 35 Grad genossen, doch dann wurde es mir zu heiss und ich bin zurueck ins Appartment und habe ein wenig gelesen und ein Nickerchen gemacht..... was fuer ein Stress ;-) Auch heute Abend haben wir soweit nichts besonderes vor, und so ein ruhiger Abend tut nach den letzten Wochenenden auch mal wieder ganz gut.....
Mittwoch, 1. August 2007
Harry Potter ist out.....
Ansonsten ist diese Woche recht ruhig. Christine hatte gestern und heute frei, waehrend es bei mir auf der Arbeit auch recht gesittet zugeht (nicht das es sonst anders waere....). Das der August aber ganz ruhig ist kann ich nicht sagen, auch wenn man das aus der Hotellerie eigentlich so kennt (Mallorca und so mal ausgenommen). Denn es ist schon der beste August den wir in der Geschichte des Hotels hier hatten, und ab morgen sind wir auch bis naechsten Dienstag ausgebucht. Aber das ist alles ein grosses Meeting, meine "kleinen" Veranstaltungen haben dann doch Sommerpause. Auch wenn mich die einzige Gruppe, die ich in den naechsten drei Wochen habe, schon ganz schoen am laufen haelt. Das "lustige" daran ist, dass das Buero meiner Kundin nur 2 Blocks entfernt ist, also weniger als fuenf Minuten zu Fuss. Und ich kriege trotzdem den ganzen Tag E-Mails wie "Wie ist denn die Parkplatzsituation bei Ihnen", "Was fuer gute Restaurants liegen in der Naehe vom Hotel" oder "Welche Sehenswuerdigkeiten sind nah am Hotel". Da bin ich immer kurz davor zu sagen, schauen sie doch mal aus dem Fenster.... aber das kann man ja auch nicht machen. Immerhin nennt sie mich am Telefon immer "Darling" oder "Sweetheart", dann kann ich ja soviel bisher noch nicht falsch gemacht haben ;-)
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Montag, 30. Juli 2007
Der grosse Tag des Cal Ripken Jr.
Wer kennt ihn nicht, den Cal.... ihr nicht? Macht nicht. Wir bis vor kurzem auch nicht. Aber mal von Anfang an.
Sonntag morgen machte ich mich um 9 Uhr mit unserem Mietwagen auf in Richtung Baltimore und sammelte auf dem Weg noch "unsere" beiden Hollaender ein. Da Christine leider wieder arbeiten musste traten wir die knapp einstuendige Reise also nur zu dritt an. Um kurz nach 10 sind wir in Baltimore angekommen und haben uns
erst einmal auf die Suche nach einem Parkplatz gemacht, leider ist es dort nicht so wie hier in Washington das man am Wochenende umsonst parken kann. Was soll's, fahren wir halt bis zum Stadion und stellen uns dort auf den Parkplatz, habe ich mir gedacht. Das habe ich dann sogar in die Tat umgesetzt, nur bin ich an der letzten Kreuzung falsch abgebogen und schwupps waren wir wieder auf der Autobahn Richtung New York. Also naechste Abfahrt runter, einmal wenden und wieder rein nach Baltimore, dieses Mal wussten wir ja wie es geht. Am offiziellen Stadionparkplatz machte man uns darauf aufmerksam, dass wir wenn wir da parken 90 Minuten vor dem Spiel wieder vom Parkplatz runter muessen, denn dann steht der Parkplatz exklusiv den Stadionbesuchern zur Verfuegung.... eine Diskussion das wir ja auch zum Spiel wollen brachte nichts, der Parkplatz wird 90 Minuten vor jeden Spiel geraeumt und dann wieder gefuellt. Das findet ihr sinnlos? Wir auch! Also sind wir ein paar Parkplaetze weiter gefahren, bis hinter das in der Naehe liegende Stadion der Baltimore Ravens und da konnten wir dann parken.
Zu Fuss gingen wir in die Stadt (knapp 10 Minuten Fussweg) und schauten uns erst einmal am Hafen um. Das ist auch der wichtigste Punkt Baltimores, denn als einer der wichtigsten Haefen der USA dreht sich hier alles um diesen. Fuer alle
die es interessiert, Baltimore hat knapp 660.000 Einwohner, ist der Geburtsort von Edgar Allen Poe und Frank Zappa und hier in den USA vor allem fuer seine hohe Mordrate bekannt (daher auch der Spitzname "Body more"). Nachdem wir uns die Schiffe (alte Windjammern und ein U-Boot aus dem 2.Weltkrieg) angeschaut haben, wollten wir noch ein weiteres Schiff besuchen, und zwar das einzige US Schiff das den Angriff auf Pearl Harbor ueberstanden hat.... aber das haben wir nirgendwo gefunden.... hoffentlich ist es nicht untergegangen ;-)
Nach einer grossen Runde machten wir es und in einer Bar mit schoenem Blick ueber den Hafen bequem und genossen die vereinzelten Sonnenstrahlen und kuemmerten uns nicht um den zwischenzeitlichen Regen. In der Stadt regierten ohne Frage die Fans aus New York, aber das hatte ja auch einen Grund. Dazu spaeter mehr.
Nach einer grossen Runde machten wir es und in einer Bar mit schoenem Blick ueber den Hafen bequem und genossen die vereinzelten Sonnenstrahlen und kuemmerten uns nicht um den zwischenzeitlichen Regen. In der Stadt regierten ohne Frage die Fans aus New York, aber das hatte ja auch einen Grund. Dazu spaeter mehr.
Freitag, 27. Juli 2007
Schoenes Wochenende
Dieses Wochenende wird mit es mit Sicherheit (und hoffentlich) ein wenig ruhiger als das Letzte. Aber das ist ja auch nicht schwer. Christine muss wieder beide Tage arbeiten, und ich habe zumindest am Samstag tagsueber nichts vor. Abends werden wir ins Kino gehen, in den Simpsons Film.... mit dem habe ich meine Arbeitskollegen ja schon ganz schoen schocken koennen. Denn sie haben nicht verstehen koennen, dass es den Film auch in Deutschland schon in deutscher Sprache im Kino gibt, und das er sogar ueber einen Tag eher erscheint als hier (hier kommt er erst heute, also Freitag!). Dafuer konnte ich sie dann wieder mit Harry Potter beruhigen, da es das Buch ja im Moment noch nicht auf deutsch gibt.
Sonntag fahre ich mit meiner Kollegin aus Holland und ihrem Freund nach Baltimore und schauen uns da mal ein wenig die Stadt an, und natuerlich darf auch der Sport nicht zu kurz kommen. Daher geht's nachmittags zum Baseball Spiel der Orioles gegen die NY Yankees.
Ansonsten ist die Woche recht ruhig verlaufen, es gab nur kleinere Fragen, zum Beispiel ob es ein Zeichen ist das Christine auf der Arbeit von einer Frau Christine Thomas angerufen wurde, oder ob es was zu sagen hat das mein neues Deo von der Marke "Full Throttle" ist...... und darauf moechte ich jetzt keine Antwort haben, jede Aehnlichkeit mit einem deutschen Wort ist rein zufaellig ;-)
Dienstag, 24. Juli 2007
Kreuz gemacht!
Am Stadion angekommen habe ich direkt den Gaesteparkplatz gefunden, auf dem auch schon die beiden Busse aus Washington standen. Nachdem ich "Oscar" gefunden hatte, der meine Karte hatte, bin ich auch mit den ersten ins Gespraech gekommen. Das war super locker und echt interessant, es waren Leute aus Kroatien (Dynamo Zagreb), Polen, England, Australien und auch aus Deutschland mit an Bord, allesamt Leute die in die USA gezogen sind aber den Fussball nicht missen wollen.
Knapp eine halbe Stunde vor Anpfiff ging
es dann ins Stadion, und am Eingang gab es die gleichen Diskussionen wie man sie aus der Heimat kennt.... Trommeln sind nicht erlaubt, doch die sind genehmigt, davon wissen wir nichts.... und so weiter. Intelligent war auch, dass die Tueten mit Papierschnippseln nicht mit reingenommen werden durften, direkt hinter dem Eingang aber 20 Kisten mit Stadionheften standen, die man sich kostenlos mitnehmen durfte.... da war das Papier also wieder da.... Das Stadion war recht schwach besucht, die Stimmung im Block von Washington sehr gut, von New York hoerte man nichts. In der Halbzeit bin ich mal unter die Tribuene gegangen und da kam mir doch tatsaechlich jemand im BVB Trikot entgegen. Ich habe ihn dann gefragt, ob er aus Deutschland komme.... "Ne, wie kommst Du darauf?".... war seine Antwort. Natuerlich auf englisch. Ich habe mir eine Erklaerung gespart.
Das Spiel ging mit 1:0 an New York und nach dem Spiel ging es direkt mit dem Bus zurueck. Dort gab es viele interessante Geschichten, denn die Leute reisen wirklich viel mit Fussball. Neben mir sass jemand, der auch aus der USA zur WM nach Deutschland gekommen war (wie uebrigens viele aus dem Bus, die meisten haben zusammen zwei Wochen in Soest gewohnt!) und neun Spiele gesehen hat, der die letzten beiden Wochen bei der U20 WM in Kanada war und ab August jeden Freitag frei hat um verschiedene College Spiele zu besuchen.... ich glaube das nennt man Hopper ;-) Dazu gab es auch viele interessante Geschichten ueber die Fanszenen hier in der USA, die von DC United selbst (inklusive der Amateure) und ich wurde doch auch tatsaechlich ueber Salzburg ausgefragt, ueber die man erstaunlich gut bescheid wusste..... aber kein Wunder, schliesslich hat der Getraenkehersteller hier ja auch seinen Verein und ist daher aeusserst unbeliebt. Gegen 0 Uhr kamen wir wieder in Washington an und jemand hat mich noch bis zur Union Station gebracht, bevor ich dann mit einem Taxi auch die letzten Meter geschafft habe und erschoepft aber zufrieden ins Bett sinken konnte.
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