Am Stadion angekommen habe ich direkt den Gaesteparkplatz gefunden, auf dem auch schon die beiden Busse aus Washington standen. Nachdem ich "Oscar" gefunden hatte, der meine Karte hatte, bin ich auch mit den ersten ins Gespraech gekommen. Das war super locker und echt interessant, es waren Leute aus Kroatien (Dynamo Zagreb), Polen, England, Australien und auch aus Deutschland mit an Bord, allesamt Leute die in die USA gezogen sind aber den Fussball nicht missen wollen.
Knapp eine halbe Stunde vor Anpfiff ging
es dann ins Stadion, und am Eingang gab es die gleichen Diskussionen wie man sie aus der Heimat kennt.... Trommeln sind nicht erlaubt, doch die sind genehmigt, davon wissen wir nichts.... und so weiter. Intelligent war auch, dass die Tueten mit Papierschnippseln nicht mit reingenommen werden durften, direkt hinter dem Eingang aber 20 Kisten mit Stadionheften standen, die man sich kostenlos mitnehmen durfte.... da war das Papier also wieder da.... Das Stadion war recht schwach besucht, die Stimmung im Block von Washington sehr gut, von New York hoerte man nichts. In der Halbzeit bin ich mal unter die Tribuene gegangen und da kam mir doch tatsaechlich jemand im BVB Trikot entgegen. Ich habe ihn dann gefragt, ob er aus Deutschland komme.... "Ne, wie kommst Du darauf?".... war seine Antwort. Natuerlich auf englisch. Ich habe mir eine Erklaerung gespart.
Das Spiel ging mit 1:0 an New York und nach dem Spiel ging es direkt mit dem Bus zurueck. Dort gab es viele interessante Geschichten, denn die Leute reisen wirklich viel mit Fussball. Neben mir sass jemand, der auch aus der USA zur WM nach Deutschland gekommen war (wie uebrigens viele aus dem Bus, die meisten haben zusammen zwei Wochen in Soest gewohnt!) und neun Spiele gesehen hat, der die letzten beiden Wochen bei der U20 WM in Kanada war und ab August jeden Freitag frei hat um verschiedene College Spiele zu besuchen.... ich glaube das nennt man Hopper ;-) Dazu gab es auch viele interessante Geschichten ueber die Fanszenen hier in der USA, die von DC United selbst (inklusive der Amateure) und ich wurde doch auch tatsaechlich ueber Salzburg ausgefragt, ueber die man erstaunlich gut bescheid wusste..... aber kein Wunder, schliesslich hat der Getraenkehersteller hier ja auch seinen Verein und ist daher aeusserst unbeliebt. Gegen 0 Uhr kamen wir wieder in Washington an und jemand hat mich noch bis zur Union Station gebracht, bevor ich dann mit einem Taxi auch die letzten Meter geschafft habe und erschoepft aber zufrieden ins Bett sinken konnte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen