Montag, 29. Oktober 2007

Nomen est omen

Guten Morgen nach Deutschland und einen schoenen Start in die neue Woche! Heute wollen wir euch "nur" eine kleine lustige Geschichte zum aufheitern am Wochenstart schicken....

Wie ich schon einmal geschrieben habe muessen wir uns hier ja nicht nur mit einer voellig neuen Kultur auseinandersetzen, sondern auch mit neuen Namen. So war es nicht ganz so einfach, sich an die Namen von den Kollegen zu gewoehnen..... oder kennt ihr Tibeb, Afaf, Israr oder Endale? Und das sind nur ein paar Beispiele aus der Buchhaltung. Dazu kommen dann noch meine Kunden, deren Namen auch nicht immer aussagen, ob sie nun Junge oder Maedchen sind..... zum Beispiel "Masuda"..... aber da kommen wir schon durch. Eine ruehmliche Ausnahme bringt da ja zum Glueck unsere Rezeption, die fast komplett mit deutschen Mitarbeitern besetzt ist. Vor ein paar Tagen sind drei neue Mitarbeiter dort angefangen, und ich habe mal hier im Buero gefragt ob die wohl auch aus Deutschland kommen.... "Ich glaube nicht", war die Antwort meiner Chefin, "denn die Namen klingen nicht deutsch"..... spaeter habe ich dann rausgefunden, dass alle drei aus Deutschland kommen..... und der eine Name ist zum Beispiel Willi Braun...... stimmt, klingt eher spanisch ;-)

Als ich das Christine erzaehlt habe, musste sie lachen, denn auch sie hatte an dem Tag einen Anruf bekommen, von einem neuen Mitarbeiter bei einem ihrer Konkurrenz Appartments, der sich vorstellen wollte.... auch mit dem Namen Willi, naemlich Willi Waffel.... Das ist schon ein Knaller Name. Aber den besten konnte ich Ende letzter Woche noch aus dem Hut zaubern.... denn ich musste fuer einen Kunden einen VIP Shuttle vom Flughafen zum Hotel hier organisieren, und habe dann eine Bestaetigung der Buchung von der Firma bekommen..... unterzeichnet von ihrer Mitarbeiterin "Gina di Blasio".... da moechte ich ja nicht wissen, was ich ihm da fuer einen Shuttle bestellt habe ;-)

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Einmal hin und zurueck, bitte.....

Wie schon im letzten Bericht erwaehnt ging es auch am Sonntag sportlich zu, und dazu musste ich schon frueh aus den Federn. Denn heute ging es (mal wieder) nach New York ins Giants Stadium, dieses Mal zum Football Spiel der New York Giants gegen die San Francisco 49ers. Schon um 5 Uhr stand ich draussen vor der Tuer und rief mir ein Taxi, das war dann auch sofort da. Neben mir stand am "Thomas Circle" noch ein Paerchen, und der Taxifahrer fragte sie wo sie denn hinwollen..... Kreuzung 17.Strasse und P Street..... "Oh, das liegt ja auf dem Weg, ob er sie auch mitnehmen solle".... Gut, dachte ich mir. Ich will von 13 und M nach 1 und L..... da liegt nach meinen rechnerischen Faehigkeiten weder 17 noch P auf dem Weg, aber was soll's. Also habe ich die beiden mit einsteigen lassen und so folgte mal wieder die typische Diskussion.... wo ich denn herkomme... oh, Deutschland.... Oktoberfest! Ja ja, das ist halt was man hier kennt.

Nachdem wir die beiden dann abgesetzt hatten ging es den Weg wieder zurueck und zur Greyhound Station, eine Kreuzung davor hielt mein Fahrer noch einmal an weil jemand nach einem Taxi gewunken hat und er mich ja gleich absetzen wuerde.... allerdings an einer Ecke, an der ich im Leben nicht halten wuerde. In der Naehe scheint wohl auch ein Club zu sein, denn die Strassen waren noch voll (es war ja immerhin kurz nach fuenf morgens), allerdings nicht mit sehr vertrauens erweckenden Personen. Unser neuer Insasse hat dann auch erzaehlt, dass es an dem Abend im Club fuenf "Fights" gab und alle einmal fuer eine Stunde raus mussten da es drinnen eine Schiesserei gab. Na, da moechte ich dann auch mal hin!

Kurz danach waren wir an der Station und ich habe den Bus puenktlich um 6 Uhr nehmen koennen, zum Glueck war der auch nicht ganz voll so dass ich den Platz neben mir frei hatte und noch einmal ein wenig die Augen schliessen konnte. Kurz vor Philadelphia machte unser Fahrer dann Pause, was wir bisher noch nicht erlebt hatten und er schliesslich bei der Abfahrt auch einen "Non-Stop-Service" nach New York versprochen hatte...... die angekuendigten 15 Minuten fuer die Pause war dann auch eine US Viertelstunde, denn sie dauerte 35 Minuten.... in der Zeit konnte ich aber das Treffen eines VW Clubs beobachten.... wie es halt so ist morgens um 8 Uhr auf einem Rasthof. Fast alle hatten vorne ein deutsches Nummernschild, fast alle aus Guetersloh..... GT halt..... und hier kann man das ja machen, da die Autos vorne kein richtiges Nummernschild haben muessen. Knapp 10 Autos standen da, die Leute guckten sich ihre Motoren an und gingen um die Autos..... Sinnlos! Aber das werden die wohl auch ueber einen denken, der acht Stunden im Bus sitzt um sich ein Footballspiel anzugucken. Als es dann weiterging sagte der Fahrer, er rechnet mit einer Ankunft um 10.20.... und nun ratet mal wann ich aus dem Bus gestiegen bin.... auf die Minute um 10.20... nicht schlecht!

Da ich noch ueber 2 1/2 Stunden Zeit bis zum Spiel hatte bin ich noch einmal ueber den Times Square gelaufen, habe mein Butterbrot ausgepackt und auf der Verkehrsinsel am Times Square gefruehstueckt. Danach ging es dann wieder zurueck zur Busstation und mit dem Shuttle zum Stadion, das ja etwa 10 Minuten ausserhalb von Manhatten liegt. Dort angekommen habe ich mich erst einmal ein wenig auf den Parkplaetzen umgeschaut, wo die Leute schon fleissig am grillen und feiern waren. Ich glaube hier koennte man ein Spiel morgens um 8 Uhr beginnen lassen, die Leute waeren trotzdem fuenf Stunden eher da und am grillen. Knapp 30 Minuten vor Anpfiff bin ich dann ins Stadion und auf meinen Platz im Oberrang, natuerlich mitten in der Sonne. Bei einem Tag wie heute, wo es noch einmal um die 28 Grad wurde, war das nicht der beste Platz...... auch wenn die Sicht hervorragend war. Nachdem ich in der Halbzeit schon den ersten kleinen Sonnenbrand bemerkte und das Stadion ja nicht ganz voll war, bin ich dann fuer die zweite Haelfte in den Unterrang der Schattenseite gegangen, schoen auf Hoehe der 30 Yard Linie...... so laesst es sich aushalten. Leider versaeumten die 49ers nach gutem Start ein eben solches Spiel folgen zu lassen und verloren somit voellig verdient am Ende 15:33.

Nach dem Spiel ging es auf dem schnellsten Wege wieder zum Busbahnhof in Manhatten, wo ich ohne Probleme in den 18 Uhr Bus kam, obwohl ich eigentlich ein Ticket fuer den 20 Uhr Bus hatte. Aber so kam ich schon wieder um 22 Uhr in DC an, anstatt erst um 0:30 Uhr und bei dem Arbeitspensum das ich diese Woche hatte war das auch nicht das verkehrte..... insgesamt also mal wieder eine anstrengende aber sehr lohnende Tour.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Sportlich, Sportlich…..

......so ging es zu, unser Wochenende. Am Samstag haben wir uns zwei Fahrraeder geliehen, um noch einmal das letzte schoene Wochenende zu geniessen. Denn mit knapp ueber 25 Grad und ein wenig Wind war es wirklich wunderbar…. Vor allem aber, da es am Abend zuvor kurz geregnet hatte und so die Luftfeuchtigkeite gesunken ist (am Freitag war diese mit 82% noch unertraeglich).

Zunaechst fuhren wir zum Iwo-Jima Denkmal, wo ich schon ein paar Mal hinwollte aber immer was dazwischen gekommen ist. Und da man dort mit der Metro nicht so wirklich hinkommt, bot es sich Samstag einfach an. Dort angekommen wollten wir die Karte checken, um uns einen schoenen Weg auszusuchen, allerdings merkten wir das die “Karte” nur ein Flyer vom Fahrrad-Verleih war. So entschieden wir uns, einfach ein wenig Flussabwaerts zu fahren…. Da kann man ja nicht viel falsch machen. Zunaechst ging es also an Arlington vorbei, dann am Ronald Reagan Flughafen, wo wir in der Idylle der startenden Flugzeuge eine erste Pause machten…. War vielleicht nicht das ruhigste Fleckchen, dafuer aber interessant wenn die Flugzeuge direkt ueber einem starten. Danach kam dann die erwartete Natur und es ging bis nach Alexandria, einem kleinen alten Staedtchen etwa 13 Kilometer suedlich von Washington. Dort schauten wir uns den Hafen und die Altstadt ein wenig an, und machten auch einen Stopp im Weihnachtsladen. Da haetten wir ein paar hundert Dollar ausgeben koennen, was fuer schoene Sachen…. wenn man von den Star Wars Nussknackern mal absieht…aber dafuer gab es auch unseren Papst als Nussknacker! Wir sind Papst!

Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben ging es dann zurueck Richtung DC, wo wir dann gegen 16.30 Uhr unsere Fahrraeder abgegeben haben. Dafuer das wir schon einige Zeit auf keinem Rad mehr gesessen haben, sind ueber fuenf Stunden ja schon eine ganz gute Zeit, oder?

Um 17 Uhr waren wir dann zuhause und konnten uns so noch ein wenig ausruhen, bevor es um 18 Uhr schon wieder los ging zum Verizon Center. Da wir uns nicht mehr selbst bewegen wollten, haben wir dann mal wieder anderen beim Sport zugeschaut, denn die Caps haben gegen die Pittsburgh Penguins gespielt. “Das gibt eh einen auf den Sack”…. hat Christine vorher noch gemeint….. das sollte es dann am Ende auch geben, aber in einem wahrlich umkaempften Spiel, wie man an den Fotos wohl aus unschwer erkennen kann. Nachdem die Caps nach dem ersten Drittel mit 1:0 fuehrten, drehten die Pinguine das Spiel im zweiten Drittel und fuehrten mit 2:1....was die knapp 3000 Gaestefans in der Halle natuerlich froehlich stimmte. Im letzten Drittel gaben die Caps dann noch einmal alles und lieferten wirklich ein starkes Kampfspiel, allerdings ohne den noetigen Torerfolg. Zum ersten mal in dieser Saison gab es bei den Caps auch einen "kleinen" Fight, den dann auch gleich zweimal. Zum ersten Tanz liess sich Donald Brashear nicht lange bitten, beim zweiten Mal wurde ein Caps Spieler von einem Stock von Pittsburgh getroffen und ehe der Schiedsrichter pfeifen konnte ging es wieder los. Das lustigste erlebten wir aber auf der Tribuene, denn wir trafen einen "alten Bekannten"...... Als wir letztes Mal beim College Football Spiel in Maryland waren, gab es nur einen Zuschauer auf der ganzen Tribuene, der das ganze Spiel ueber gestanden hat.... und der "sass" natuerlich genau vor uns.... ich weiss, darueber soll man sich nicht aufregen, aber es nervte doch ein wenig. Und als wir dann so da sassen, kam jemand die Treppe rauf, und Christine fragte mich noch woher wir den kennen, der kommt ihr so bekannt vor. Dann kamen wir darauf, dass es der war der vor ein paar Wochen dort vor uns stand. Und was machte er? Er kam nicht in seine Reihe rein und blieb so auf der Treppe stehen bis zur naechsten Unterbrechung.... und das natuerlich genau vor uns so dass wir nichts mehr sehen konnten.... Was auch sonst! Nach dem Spiel ging es dann direkt nach Hause, denn am naechsten Morgen musste ich ja schon wieder frueh raus. Dazu aber dann beim naechsten Mal mehr ;-)

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Six Flops

Letzten Sonntag war es dann so weit.... der grosse Tag war gekommen und es stand das Team Building Event von Christine Firma auf dem Programm.... ein Besuch im Freizeitpark Six Flags.

Da Christines Chefin gerne ihren Freund mitbringen wollte durfte jeder eine Begleitperson mitbringen, und nach langem Auswahlverfahren hat Christine sich fuer mich entschieden..... Das interessante daran ist auch, dass der Freund ihrer Chefin nur eine Sorge hatte.... ob es in dem Park denn auch Bier geben wuerde.... Die beiden wetteten um 50 Dollar, und Christine und ich konnten schon um 50 Dollar wetten, dass die beiden bestimmt jeder fuenf Stueck trinken und einer dann dennoch nach Hause faehrt.... dumm nur, dass wir beide auf "Ja" gesetzt haben..

Es wurde dann aber auch festgelegt, das wir uns alle um 13 Uhr direkt am Parkeingang treffen, und nicht im Buero. Schlecht fuer uns, denn dann haetten wir ja bestimmt von irgend jemandem mitgenommen werden koennen. Mit dem Auto ist es nur eine halbe Stunde Fahrt zum Park, mit Bus und Bahn haetten wir schon um kurz vor 11 los gemusst, waeren also 90 Minuten laenger unterwegs gewesen. Zum Glueck hat eine von Christines Kolleginnen dann angeboten uns zuhause abzuholen, so dass wir uns das schon einmal sparen konnten. Um 12.30 Uhr sollten wir abgeholt werden, aber wir kennen ja die Puenktlichkeit der Amerikaner. Und hier konnten wir zum zweiten Mal wetten, dass es bestimmt nicht bei 12.30 Uhr bleibt. Richtig! Nachdem wir schoen 20 Minuten in der Sonne sassen kam um 12.50 Uhr der Concierge raus und sagte uns, dass Kristie sich ein wenig verspaeten wird.... sie ist aber jetzt gleich da. Nach weiteren 15 Minuten war sie es dann auch, nun hatten wir also schon die Zeit, wo wir eigentlich am Park sein sollten, aber wir sassen noch hier rum, denn Kristie quatschte noch ein wenig mit dem Concierge. Unsere dritte Wette war dann, dass wir trotzdem die ersten am Park sein werden.... aber diese verloren wir. Nachdem wir uns noch einmal verfahren hatten und schon dreimal angerufen wurden kamen wir um 14 Uhr am Park an, und die anderen waren schon alle drin.... in einer Bar.

Christine und Kristie hatten eine Freikarte bekommen, ich habe von einer Kollegin von Christine ein ermaessigtes Ticket bekommen, so dass ich nur 20 Dollar zahlen musste.... der normale Eintritt ist 49.95 Dollar. Die Kollegin kam auch extra raus, um mir das Ticket zu geben, wartete dann aber nicht bis wir durch die Schlange drin waren sondern ging schon wieder in die Bar, ohne uns zu sagen wo die sei. Nachdem Kristie dann ein paar Mal angerufen hatte hiess es, sie werden uns nun am Eingang abholen.... also haben wir gewartet..... es kam aber keiner. Nach einem weiteren Anruf wussten wir dann, wo wir hinmussten und haben sie auch gefunden. Neben den vier Leuten aus Christines Buero waren auch zwei Concierge Mitarbeiter dabei, und die eine davon hatte noch den ehemaligen UPS Mitarbeiter eingeladen, weil der ja immer so nett war. Mein Gott, war das ein Prolet! Also wenn es hier Blaue geben wuerde, das waere einer!

Na ja, mit dieser lustigen Reisegruppe ging es dann zur ersten Achterbahn, die sah auch ganz gut aus. Das muss man hier dazu sagen, denn der Park ist nicht mehr der neueste. Sie haben gerade 45 jaehriges Jubilaeum.... ich denke mal gleichzeitig auch 45 Jahre ohne Renovierung und Wartung. Vor zwei Wochen waren sie auch in den Nachrichten, denn eine Achterbahn ist stecken geblieben und ein Bremsschlauch ist gerissen, so dass den Leuten eine Saeure ins Gesicht gespritzt wurde und sie ins Krankenhaus mussten......

Da der Park recht leer war konnten wir direkt durchgehen und einsteigen, das war auch sehr lustig. Hier haben wir auch gleich den Kommentar des Tages gehabt.... Nach der Fahrt meinte ich zu Christine "Hast Du die Frau die ganze Zeit schreien gehoert?".... "Ja, das war Shaun".... ihr Kollege der sich fuer Halle Berry haelt, ich wisst schon ;-) Weil es so schoen war sind wir direkt noch einmal rein gegangen, danach wurde dann noch eine Runde Bier geholt und wir sind weiter durch den Park. Lief auch alles sehr gut, erst Kettenkarussel, dann Schiffschaukel, dann noch zwei weitere Achterbahnen.... eine davon war allerdings eine alte Holzachterbahn. Das ist ja eigentlich sehr schoen, nur war die so rappelig das man es nicht geniessen konnte und einem danach alles weh tat. Nun kamen wir so langsam zu den beiden groessten Achterbahnen, mit denen wir auf jeden Fall fahren wollten. An der ersten stellten wir uns an, aber anscheinend gab es einige Probleme denn man lies erst einmal zwei leere Bahnen fahren, von denen dann auch prompt eine stecken blieb. Also wurde diese erst einmal geschlossen und wir gingen zur anderen nebenan. Christines Chefin wollte in der Zeit zur Wildwasserbahn, rief dann aber an waehrend wir in der Schlange bei der Achterbahn waren, dass sie schon nach Hause faehrt und auch Montag, Dienstag und Mittwoch nicht ins Buero kommen wird.... na dann Tschuess! Und auch Shaun nutzte das um direkt nach Hause zu gehen. So standen wir da in der Schlange, kurz hinter dem UPS Mann, und haben uns nur angeschaut. Na ja, was soll's.
Die Achterbahn sah wirklich gut aus, wenn man einsteigt wird man hingelegt und wenn man losfaehrt umgedreht, so das man die Fahrt quasi mit dem Bauch nach unten faehrt. Sah sehr gut aus! Knapp 40 Minuten standen wir an, aber das verging recht schnell denn wir hatten ein interessantes Programm. Die andere Achterbahn fuhr naemlich wieder, aber nur einmal, dann blieb sie wieder stecken, dieses Mal auch mit Leuten drin. Na prima. Kurz bevor wir an der Reihe waren, es standen nur noch sechs Leute vor uns und im naechsten Wagen waeren wir gewesen, fiel auch bei dieser Bahn die Hydraulik aus und nichts ging mehr.... wurde also auch zugemacht. Da hatten wir dann die Nase voll, haben uns noch was zu essen geholt und sind dann gegen 17.30 Uhr nach Hause gefahren..... ein schoener Ausflug! Aber wir haben es uns in etwa auch so vorgestellt..... wenigstens haben wir nun ein paar Tage darueber lachen koennen. Und da wir insgesamt nur 20 Dollar Eintritt statt 99.90 Dollar bezahlt haben und wir noch 50 Dollar von Christines Chefin bekommen haben zum Essen und Trinken, wollen wir uns mal nicht beschweren......

Aber trotzdem.... ich glaube noch nie hat eine Ueberschrift so gut gepasst wie dieses Mal...! Als wir in der Schlange zu der einen Achterbahn standen und die zugemacht wurde sagte Christine:"Also ein's weiss ich ganz genau... die Ueberschrift zu dem Bericht im Blogger kann nur Six Flops heissen!"

Dienstag, 16. Oktober 2007

Der Tag danach.... Donnerstag, 11.10.

Nun hatte uns also das normale Leben wieder…. Soweit wir das hier in den USA ueberhaupt so nennen koennen ;-) Dementsprechend klingelte auch mein Wecker schon um 5 Uhr, denn um 6 Uhr wollte ich auf der Arbeit sein. Nicht weil so viel liegen geblieben ist, das hielt sich eigentlich in Grenzen, sondern ich hatte eine Gruppe im Haus die um 7 Uhr mit ihrer Tagung beginnen sollte und um 6.30 Uhr den Raum kontrollieren wollte. Das wollte ich natuerlich vorher schon machen um zur Not noch was korrigieren zu koennen, und wann kam der Kunde…. natuerlich um 7.00 Uhr. Na ja, bis dahin hatte ich aber schon meine E Mails sortiert und die ersten beantwortet, das war auch gut so, denn der Tag wurde mal wieder verrueckt. Leute die im Juli eine VA haben werden und jetzt meinen, schon einmal die ersten Details besprechen zu muessen, andere die in zwei Wochen kommen aber meinen es ist noch genug Zeit und sich gar nicht melden, und so weiter. Dazu kam dann noch eine meiner Kolleginnen und meinte, dass meine Chefin heute bestimmt mit mir reden will…. Aber sie darf mir nicht sagen warum….. Na ja, das macht ja Mut. Spaeter habe ich dann rausgefunden, dass sich wohl Personalmaessig noch einmal irgendwas in einer anderen Abteilung tut, das auch unsere Abteilung betreffen wird. Aber nun ratet mal, ob meine Chefin mit mir gesprochen hat? Natuerlich nicht! Also insgesamt direkt der richtige Tag um wieder einzusteigen.

Auch bei Christine war es nicht viel besser. Sie war puenktlich auf der Arbeit, der eine Kollege kam 35 Minuten zu spaet und die andere Kollegin 40 Minuten zu spaet. Unser Freund Shaun hat dann Christine erst einmal ein paar Fragen gestellt, was diese Woche schon so war….. Christine hat immer gesagt das sie doch frei hatte…. und dies der erste Tag im Buero diese Woche sei. Aber er hat immer wieder gefragt. Unter anderem auch, wie das neue Passwort sei, das Christine ihm sogar sagen konnte, er aber trotzdem mehrmals falsch eingegeben hat so dass das ganze System gesperrt wurde. Na dann einen frohen ersten Arbeitstag.
Christine hat dann erfahren, dass ein Concierge gekuendigt wurde…. Man hatte sich schon ein paar Mal gewundert, warum er oefter lange Zeit von seinem Arbeitsplatz weg ist. Nun haben sie es rausgefunden, als Christines Chefin einmal frueh morgens nach Hause kam…. Da lag er naemlich waehrend der Arbeitszeit in seinem Auto und hat geschlafen. Und die Tuer oben war natuerlich unbewacht….

Dazu wurde dann ueber den Betriebsausflug am Sonntag gesprochen. Shaun hat sich noch einmal beschwert, dass er dazu keine Lust hat und er viel lieber einen Spieleabend gemacht haette. Aber es ist ja eine Team Building Masnahme, und da muss er wohl mit. Ueber die aktuelle Stimmung im Buero sagt es ja auch schon einiges, dass Christines Chefin vorgeschlagen hat das man ja nicht die ganze Zeit zusammen bleiben muss, sondern sich auch trennen kann und dann nachher wieder treffen. Sie meinte auch im Internet gelesen zu haben, dass im Six Flags noch “Oktoberfest” ist…. Ob Christine das kennen wuerde…. “Aeh, ja, das kommt ja aus Deutschland” war ihre Antwort. Und was sagt ihre Chefin “Wirklich? Ich dachte das kommt von hier.” Na ja, mal sehen wie es wird. Bestimmt haben wir dann wieder ein paar lustige Geschichten zu erzaehlen ;-)

Christines Zitat als sie nach oben kam fast den Tag glaube ich ganz gut zusammen…. “Jetzt waren wir fuenf Tage mit normalen Menschen zusammen, da merkt man erst einmal wieder wie dumm die alle sind” … Aber wir kriegen das schon hin ;-)

Wie die Zeit vergeht.....

Auch an diesem Morgen durften wir noch einmal das leckere Fruehstuecksbuffet im Hilton geniessen. Diesmal beratschlagten wir schon den genauen Tagesablauf, da an diesem Abend der Heimflug fuer meine Ellis auf dem Plan stand...leider...

So verabredeten wir, dass wir nach dem Fruehstueck mit meinen Ellis auf’s Zimmer gehen und sie ihre restlichen Sachen in den Koffer packen und wir sie dann zum Checkout begleiten, doch da am Front Desk 80% Deutsche arbeiten hatten meine Ellis auch so keinerlei sprachliche Hindernisse. Ich muss sagen, dass sie doch gut auch allein zurecht gekommen waeren hier, so schlecht ist ihr englisch nicht. Als der Koffer gepackt war, gingen wir gemeinsam zu unserem Appartment, wo sich die beiden dann die Sachen fuer den Flug schon zurecht legten und wir uns danach noch einmal auf in die Stadt machten.

Diesmal wollten wir wirklich zu Madame Tussauds und zum Ford Theatre, wo President Lincoln erschossen wurde. Und es war naturlich wieder heiss... aber nicht so schwuel wie an den Tagen zuvor. Bei der Madame angekommen bekamen wir einen Schock... ausnahmsweise mal nicht vor Hitze oder Kaelte, sondern der Eintrittspreis war schuld... $25 pro Person plus Steuern.... da waeren wir fuer uns vier locker bei $110 gewesen.... das war es uns dann nicht wert... da wir uns da vielleicht nur eine Stunde aufhalten wollten.... also weiter zum Lincoln Theatre.... leider war dies geschlossen, wegen Restaurierung.... nun gut, es ist ein sehr altes Theater und komplett aus Holz... da muss man bestimmt mal was dran arbeiten, damit es nicht einstuerzt, aber doch nicht gerade heute.... mhh... so, was nun...

Nach kurzer Ueberlegung entschlossen wir uns, in den Zoo zu gehen. Dort kann man noch ein wenig spazieren und gleichzeitig Tiere begucken... so machten wir uns auf den Weg zur Metro und fuhren zum Zoo. Der Zoo ist ja in einem Park gelegen und laed so auch zum spazieren ein, obwohl wir schon des oefteren da waren sahen wir auch diesmal etwas neues... ein Orang Utan kletterte ueber unseren Koepfen... er kann einmal quer ueber den Park zu einem anderen Affenhaus klettern... Das die Moeglichkeit besteht haben wir schon immer gesehen, halt nur nie einen Affen der dies auch tat... zumindest ich nicht, denn Thomas hat dies mit Ronny und Britta gesehen. Nach einer Runde durch den Zoo kehrten wir noch bei Starbucks ein. Wir tranken einen Kaffee, dazu gab es Donuts und Muffins. Schon ging es zurueck mit der Metro zum Appartment. Hier machten meine Ellis sich noch etwas frisch, zogen sich um und legten die Reiseunterlagen zurecht.

Schnell verging die Zeit, es war schon 16.45 Uhr, Zeit das wir uns auf dem Weg zur Metro machten. Mit der fuhren wir nach Rosslyn und dort stiegen wir in den Bus zum Flughafen. Meine Ellis checkten ein und dann wurde es auch schon Zeit Abschied zu nehmen... wir verdrueckten ein paar Traenchen und da waren meine Ellis auch schon im Sicherheitscheck verschwunden. Auf dem Rueckweg ueberlegten Thomas und ich wie schoen die Zeit mit dem Besuch war und hatten ein weinendes und ein lachendes Auge.
Wieder zu Hause im Appartment legten wir die eine uebrig gebleibene Bratwurst und ein paar Tiefkuehlburger auf den Grill und schmunzelten... Jetzt muessen wir wohl die Wurst essen, nun ja…….. ist nicht schlimm, wir liesen sie uns schmecken....