Samstag morgen, 4.45 Uhr, der Wecker klingelt.... die Frisur sitzt... Na ja, was soll bei den momentan kurzen Haaren auch nicht sitzen... Dementsprechend ging es schon um halb sechs los Richtung Greyhound Bus Station. Ich wollte mal mutig sein und mit der Metro fahren, mutig deshalb da die Busstation ja nicht in der schoensten Ecke der Stadt liegt. Nach dem kleinen Fussmarsch zur Station musste ich dann aber feststellen, dass die Tore noch runtergelassen waren und anscheinend noch keine fahren wuerde. Also habe ich dann doch ein Taxi genommen und war so recht frueh an meinem Gate.
Die Schlange war super lang, aber schliesslich war es auch kurz vorm Boarding fuer den 6 Uhr Bus, meiner sollte um 6.30 Uhr gehen. Vor mir standen offentsichtlich zwei Touristen, der nach ein paar Minuten mit dem Amerikaner davor ins Gespraech kamen und dann wirklich nur Muell geredet haben. Na ja, die paar Minuten gehen schon um, habe ich da nur gedacht. Sind sie auch, nur der Bus hatte das wohl nicht mitbekommen, denn der kam nicht. Warum nicht? Keine Ahnung, kein Hinweis oder eine Durchsage. Dafuer kamen um 7 Uhr dann zwei Busse und ich konnte einsteigen, weit weg von denen die in der Reihe vor mir standen..... und was machen die? Richtig! Setzen sich noch einmal um zwei Reihen vor mich. Aber es ging dann, denn sie fielen in einen langen Schlaf.

Nach einer recht ruhigen Busfahrt von knapp ueber 4 Stunden kam ich dann um kurz nach 11 Uhr am "Port Authority" an, der Busstation am Times Square. Wer jetzt erwartet, etwas ueber die Stadt erzaehlt zu bekommen, den muss ich leider enttaeuschen. Das kommt erst morgen dran ;-) Mit der Metro ging es hoch in die Bronx, und da ich einen "Schnellzug" erwischte war ich recht zeitig am Stadion. Das ist schon eine ganz andere Nummer als in Washington. Schon alleine die Lage, mit vielen Bars und Schops drumherum, dazu natuerlich die Anzahl der Menschen. Zunaechst habe ich mein Ticket abgeholt und dann eine Runde ums Stadion gedreht, ich konnte mir ja schliesslich etwas Zeit lassen. Als ich dann reinwollte, wurde ich deutlich darauf hingewiesen das Rucksaecke nicht erlaubt seien..... als wenn ich mit meiner Unterbuchse oder meinen Socken darin jemanden verletzen koennte (naja, zumindest nicht mit den ungetragenen ;-) ). Also musste ich noch schnell einen Platz suchen, wo man den Rucksack deponieren konnte, und dann ging es rein und hoch zu meinem Platz, den ich etwa 10 Minuten vor Spielbeginn einnehmen konnte. Hat also irgendwie doch alles geklappt.
Das Stadion fuellt sich mehr und mehr und die

Zuschauerzahl wurde mit knapp 54.500 angegeben. Das ist etwa so viel wie bei allen Spielen die wir hier in DC gesehen haben zusammen. Nach dem zweiten Inning lagen die Yankees dann durch zwei Homeruns von Tampa Bay mit 2:0 hinten und die ersten Leute wurden unruhig. Schliesslich hatte man am Abend zuvor schon hoch verloren, ebenfalls gegen Tampa. Das Spiel war recht gut, was auch heisst das es recht lange dauerte. Und dazu knallte die Sonne die ganze Zeit auf die Zuschauer, denn das Dach deckt nur die obersten 10 Reihen ab. Und fuer eine Abkuehlung konnte zumindest ein Bier nicht wirklich sorgen, denn was will man bei einem Preis von 9 Dollar fuer einen Becher (oder 12 Dollar wenn man es von den fliegenden Haendlern im Block kauft) schon machen. Da musste doch mal ein Wasser herhalten.
Die Yankees drehten mit der Zeit das Spiel und gewannen am Ende mit 7:3 nach knapp ueber 3 1/2 Stunden, was der Auftakt fuer eine gute Serie werden sollte (das Spiel am Abend gewannen sie mit 17:5 und am Sonntag Mittag mit 21:4.... da ist Tampa doch ganz schoen unter die Raeder gekommen). Und so wurde nach dem Spiel Frank Sinatra's "New York, New York" gespielt, wie nach jedem Sieg (nach einer Niederlage laeuft das Lied uebrigens in der Version von Liza Minelli)

Nachdem ich meinen Rucksack hatte ging es mit der Metro wieder zurueck Richtung Manhattan an das ganz andere Ende, wo ich nach einem kleinen Snack bei McDonalds in die Staten Island Ferry gestiegen bin und an der Freiheitsstatue vorbei zum naechsten Spiel fuhr. Auch hier kam ich rechtzeitig an, knapp 20 Minuten vor Spielbeginn und das Stadion war wirklich suess. Und wie im "Vorbericht" schon geschrieben mit einer tollen Aussicht. Hier war alles guenstiger und irgendwie familiaerer, Amateursport halt. Hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und auch das knapp 20 minuetige Feuerwerk ueber Manhattan sorgte fuer eine tolle Atmosphaere. Nach dem achten Inning musste ich mich dann wieder auf den Weg zur Faehre machen, damit ich nicht danach eine Stunde warten muss, aber die Staten Island Yankees (also das Heimteam) lagen auch schon aussichtslos zurueck.
Mit der Faehre und der Metro ging es zurueck zum Times Square und dann mit dem Bus raus nach Secaucus in New Jersey, wo mein Hotel stand (und uebrigens immer noch steht).... Hoert sich weit an, ist aber nur eine Fahrt von knapp 15 Minuten. Da natuerlich um die Zeit gerade alle Theater und Musicals zuende waren, war es auch entsprechend voll und ich kam in den ersten Bus nicht rein, aber nach ein paar Minuten fuhr schon der naechste. Gegen Mitternacht erreichte ich dann das Hotel und bezog meine Suite, die irgendwie zu gross fuer den kurzen Aufenthalt war.... aber wer will sich da beschweren. Ich nicht, denn ich brauchte dringend ein Bett. Denn morgen geht es ja weiter.... und auch mit dem Bericht geht es morgen weiter!
1 Kommentar:
Da isse! Die Puma-Buchse!!
Kommentar veröffentlichen