Freitag, 18. Mai 2007

A sweet escape....

May 17, Washington DC.... so stand es auf dem Tourplan von Gwen Stefani. Na, der Termin ist dann aber gesetzt. Schnell war der Tag des Vorverkaufbeginns gefunden, nur um noch einmal sicher zu gehen wo das Konzert ist haben wir danach geschaut.... Nissan Pavilion. Aha. Nie gehoert. Aber wozu gibt es dieses Internet, in dem konnten wir schnell finden das dieser in Bristow, Virginia ist, was knapp 40 Meilen, also 64 Kilometer ausserhalb ist. Einfach auf dem Land.

Daher haben wir erst einmal mit dem Kauf der Karten gewartet und eine E Mail dorthin geschickt, wie man denn mit oeffentlichen Verkehrsmitteln dahin kommt. Die Antwort war einfach. Gar nicht. Man koenne bis zur Vienna Metrostation fahren (hat nichts mit dem Wien in Euopa am Hut, obwohl mich das auch nicht gewundert haette) und von da faehrt bestimmt ein Taxi. Klar, ist ja dann auch nur noch 20 Meilen. Nach einigem hin und her haben wir uns dann die Karten von meinen Eltern zu meinem Geburtstag schenken lassen, dann koennen wir ein wenig mehr Geld in die Fahrt investieren und so passt das schon.

Am Mittwoch habe ich dann einfach mal eine Kollegin angesprochen, von der ich weiss das sie immer bis zur Station Vienna mit dem Auto faehrt und dann mit der Metro nach DC rein, und siehe da, sie hat versprochen uns dort hinzubringen. Auch wenn es fuer sie ein Umweg ist. Und sie hat es nicht nur versprochen, sie hat es auch gemacht. So bin ich gestern nach meinem Feierabend schnell nach Hause, hab mich umgezogen und danach sind Christine und ich wieder zum Hotel und haben uns mit ihr getroffen. Die Metrofahrt von knapp 30 Minuten verging recht schnell, und schon sassen wir im Auto und waren auf dem Highway.... auf dem Highway ist die Hoelle los? Richtig! Es ging naemlich kaum voran, und nach einiger Zeit war dann auch in meiner Blase die Hoelle los. Ich haette vielleicht doch nicht auf die schnelle beim umziehen ein Bierchen trinken sollen. Aber bei dem Gedanken an die Preise bei den Veranstaltungen hier dachte ich, besser zuhause als spaeter. Na ja, mal einfach nichts anmerken lassen. Das ging auch einige Zeit gut, aber nachdem die Strecke sich immer mehr zog (wie Duisburg) war das Mass voll (im wahrsten Sinne des Wortes) und ich bettelte um einen Stopp an der Tankstelle. Die war auch nicht mehr weit. Nur dumm, dass davor Stau war. Als wir endlich ankamen, war das Klo natuerlich auch noch besetzt und ein anderer wartete schon. Wie das halt so ist..... Aber ich habe es geschafft!!!! ;-)

So, nach diesem kleinen Ausflug wieder zurueck zum "Ernst" der Sache. Der Nissan Pavilion ist schon recht nett, dass Wetter spielte nach dem Regen tagsueber auch wieder mit und es war strahlender Sonnenschein. Das ist auch gut so, denn die Anlage dort ist so eine Art Freilichtbuehne, wo nur die Sitzplaetze ueberdacht sind, und die Stehplaetze dahinter nur aus einer Wiese gebildet werden. Aber echt schoen und zur Sicherheit hatten wir ja auch Sitzplaetze. Das Vorprogramm bildete Lady Sovereign und Akon, was uns nicht ganz so doll interessierte und so haben wir es uns noch draussen bei Nachos, Pommes und einem Bierchen bequem gemacht (also doch... aber hier waren die Klos ja nah). Interessant war, dass eine Dose Bier (ca 0,6l) 10 Dollar kostete, ein frisch gezapftes in der selben Groesse aber "nur" 8 Dollar. Und ratet mal, was die meisten gekauft haben.... die spinnen echt!

Zum Ende der zweiten Vor"band" gingen wir dann auch rein und sahen, wie die Leute total abgingen. Aber wirklich.... selten so etwas gesehen. Zumindest nicht bei einem Konzert, beim Fussball kann ich mich da an ein Ereignis vor ein paar Tagen erinnern, wo mehr los war ;-) War auf jeden Fall interessant anzuschauen, und gegen 21 Uhr begann dann das eigentliche Konzert. Los ging es direkt mit "Sweet escape", also dem Titel zum letzten Album und der Tour, und auch hier war die Stimmung richtig gut. Passte eigentlich alles.... Musik, Stimmung, Anlage, Buehnenshow... kann man nichts gegen sagen. In der Mitte des Konzerts wollte Gwen dann einmal naeher an die Leute hinten auf der Wiese, und rannte durch das Publikum in die Mitte der Sitzplaetze auf eine kleine Buehne, um dann festzustellen, dass sie immer noch weit weg ist und dann sehr zur Freude der Security noch weiter davon rannte und sich auf einen Wellenbrecher stellte und von dort ein Lied sang. Da waren wir dann auch nah dran. Die Leute auf den Stehplaetzen nutzten das natuerlich, um die Ordner zu ueberrennen und auf die Sitzplaetze zu kommen, also alles richtig gemacht.

Um kurz vor 11 war dann das Konzert zu Ende, und wir sollten langsam beginnen uns Gedanken ueber den Heimweg zu machen. Draussen auf den Parkplaetzen schauten wir, ob ein Auto zufaellig aus DC kommt, aber es kamen alle aus Virginia, Maryland oder von noch weiter weg, so dass uns nur das gute alte Taxi blieb. Aber hatten wir ja eigentlich auch so einkalkuliert. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem netten Parkwaechter begleitet, der uns auf jeder "Strasse" (also den Schotterwegen runter vom Parkplatz) mit seinem Leuchtsaebchen den Weg freimachte und die Autos anhielt. Mit dem Taxi brauchten wir dann gute 50 Minuten, was uns 70 Dollar kosten sollte, was halt knapp ueber 50 Euro sind. Aber die haette man in Deutschland ja fuer die Strecke und Zeit auch locker bezaehlt. Auf dem Highway war zum Glueck nichts mehr los, die Blase blieb auch ruhig, Christine fielen langsam die Augen zu und wie ueberholten ein Auto mit deutschen Fahnen aus dem Fenster.... eine ganz normale Fahrt also. Kurz vor Mitternacht erreichten wir "unser" Jefferson und wir koennen auf jeden Fall sagen, dass es ein absolut gelungener Abend war.

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