Montag, 31. März 2008

Pain is temporarily, Pride is forever

So, nachdem ich mich ein wenig wieder erholt habe hier der Bericht vom Samstag.... um 4.45 Uhr klingelte der Wecker und schon um 5.30 Uhr machte ich mich auf den Weg zur Metro um mich dort mit Bethany zu treffen.... Die Metro brachte uns zum RFK Stadium, wo wir um sechs Uhr eintrafen und so langsam stieg die Spannung.... und auch die Anspannung. Sollten wir es wirklich schaffen, nach den 10 Kilometern die direkte Steigerung auf ueber 21 Kilometer zu bewaeltigen? Schon am Vortag hatten wir unsere Startnummern und das T-Shirt (lustigerweise schon das "Finisher Shirt") abgeholt und mussten so nur noch unseren Rucksack abgeben und konnten uns dann warm machen.... bei 4 Grad Celsius nicht das schlechteste.

Ansonsten waren die Bedingungen super. Keine Wolke am Himmel, als wir angekommen sind war es noch stockfinster aber nun ging hinter dem Stadion die Sonne auf, und so stellten wir uns dann um kurz vor sieben in die Startaufstellung. Nach der amerikanischen Hymne ging es los und als wir die Startlinie ueberquerten lief "Simply the best" von Tina Turner.... ob das das Motto fuer uns sein sollte? Die ersten Meter liefen wir zusammen, hatten aber vorher schon gesagt das wir dann beide unser eigenes Tempo laufen wollen oder muessen, um das Rennen fuer uns gut einteilen zu koennen. Der Weg fuehrte uns erst einmal gerade auf das Capitol zu... und schon vor dem ersten Schild (1 Meile) ueberholte ich den ersten der schwer atmend am Strassenrand lang ging.... na ja, nur noch 12 Meilen, dann geht das ja ;-)

Ums Capitol herum ging es auf die Constitution Avenue und an allen Museen vorbei zum Washington Monument, von wo aus die vermeintlich schwerste Teilstrecke anstand.... die Connecticut Avenue hoch bis zum Hilton Washington. Eine recht langgezogene Steigung, von der Bethany und ich vorher erwartet haben das sie uns schwer zu schaffen macht.... aber es ging und oben angekommen war die sechs Meilen Marke erreicht, also ziemlich genau 10 Kilometer lagen hinter uns und wir waren obenauf.... im doppelten Sinne. Mental und auch oben auf dem Berg.... Weiter zur Harvard University und auf die North Capitol Street, die direkt wieder auf's Capitol zufuehrte. Direkt ist dabei gut gesagt, denn knapp drei Kilometer war das Stueck dort schon, aber es motiviert schon wahnsinnig zu sehen das man das Capitol und damit zumindest die Zielnaehe wieder vor Augen hat.

Kurz vor dem Capitol bogen wir ab Richtung Greyhound Station und dann durch den "Northeast" Teil von Washington wieder zurueck zum RFK Stadium.... nun wurden auch die Leute am Strassenrand wieder mehr, die einen anfeuerten "You're doing great"... "Almost done"...."Good job!" nach dem zehnten der das ruft glaubt man das auch selbst;-) Ich fuehlte mich immer noch gut und so konnte ich mir nun sicher sein das Ziel zu erreichen. Auf der letzten Meile konnte ich auch mein persoenliches Ziel korrigieren.... gut, das war eigentlich nur ankommen, aber ich habe gedacht 2 1/2 Stunden waere super. Und nun wusste ich das ich noch einmal deutlich schneller sein werde.

Kurz vor der Zielgeraden kam dann der Abzweig fuer alle die den vollen Marathon gelaufen sind, die noch einmal links mussten und die gleiche Laenge nochmal vor sich hatten, und fuer mich ging es nach rechts auf die Gerade..... die Ziellinie erreichte ich nach genau 2:07.04 (jaja, die Sekundenzahl aergert mich auch) und habe meine Medaille umgehaengt bekommen. Nun konnte ich mich also erholen und auf Bethany warten, die nach knapp 2:19 Stunden ins Ziel kam und damit auch viel besser war als sie selbst gedacht hat.... und sie hat es auch geschafft vor dem ersten Laeufer des kompletten Marathons ins Ziel zu kommen, der etwa eine Minute hinter ihr war... Wir holten unseren Rucksack ab und gingen an den Essensstand, um etwas zu uns nehmen zu koennen, einen Bierstand gab es leider nicht.... Nun wollten wir noch das Siegerfoto machen, allerdings waren die Batterien in Bethanys Kamera fast leer und immer wenn wir die einem in die Hand gedrueckt haben ging sie aus und es dauerte bis sie wieder anging. Am Ende haben wir aber zwei Fotos hinbekommen, die ich auch bestimmt noch nachreichen werde.

Mit der Metro sind wir wieder zurueck in die Stadt und kurz ins Hotel um ein paar Minuten zu vertreiben, denn die Bars oeffnen hier erst um 11 Uhr morgens ;-) Und puenktlich auf die Minute trieb es uns dann in Olie's Trolly und danach in den Post Pub, wo wir bis 14 Uhr unseren Erfolg feierten.... mit den anderen Gestalten die um diese Uhrzeit schon in der Kneipe sitzen ;-) Dann ging es nach Hause und erst einmal ins Bett, wo ich bis fast 17 Uhr geschlafen habe und mich erholt habe.... was auch noetig war..... mehr aber vom Feiern nachher als vom eigentlichen Lauf.... Und heute kann ich sagen, dass es mir eigentlich sehr gut geht, die Oberschenkel schmerzen ein wenig, aber ich kann noch laufen und dann kann es ja nicht so schlimm sein.... mal schauen wie es morgen aussieht!

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