Na ja, der erste Teil stimmt. Denn das war mein Wecker. Nur der putzmuntere Thomas entspricht nicht so ganz der Wirklichkeit. Irgendwie hatte die Anstrengung der letzten Tage und wohl auch die Feier des gestrigen Abends dazu beigetragen, dass ich lieber noch einmal den Wecker ein wenig vorgestellt und das Fruehstuck mal glatt ausgelassen habe. Christine war aber unten und hat noch einmal mit ihren Eltern gespeist, bevor uns dann meine Eltern abgeholt haben und wir uns wieder auf den Rueckweg machen mussten.Erste Etappe war wieder Frankfurt, kurz vor 12 Uhr kamen wir dort an und drehten erst einmal ein paar Ehrenrunden auf der Suche nach einem freien Parkhaus, bevor es dann mit der Skytrain und einigen Fussmaerschen knapp 15 Minuten bis zum Schalter dauern sollte…. Dieser war aber ganz leer und so hatten wir schnell alles erledigt, es blieb noch genug Zeit um was trinken zu gehen. Das obligatorische “Vor-Flug-Bier” schenkte ich mir aber, dass gab es ja gestern schon zur genuege und um Punkt 14 Uhr starteten wir wieder Richtung Island (man erinnere sich, Reykjavik-Keflavik). Lange blieb der Platz neben mir frei, doch kurz vor Ende des Boardings kam noch eine junge Dame herein mit einer Muetze auf dem Kopf, die passend zum gestrigen Tag das VfB Wappen zierte. “Na, einen schoenen Samstag gehabt?” fragte ich, aber zurueck bekam ich nur ein kurzes “Mmh…”, bevor ihr Kopf zu einer roten Bombe anschwoll und sie ganz nervoes wurde. Wohl noch nicht so oft geflogen die kleine….
Der Flug verlief ganz gut, ich konnte noch einmal ein paar Minuten schlafen und nach guten drei Stunden erreichten wir Island. Auch diesmal hatten wir nur eine Stunde Aufenthalt, ich versuchte diesmal nicht einen Stempel in den Ausweis zu bekommen und hatte so auch keine weiteren Diskussionen mit den Zollbeamten, und wir sind quasi nur raus, einmal auf’s Klo und wieder in den naechsten Flieger rein. Dieser sollte uns nach 5 ½ Stunden wieder sicher gegen 19 Uhr (US Zeit) auf amerikanischem Boden aufsetzen lassen, und die erste erfreuliche Ueberraschung gab es dann bei der Einreise. Da wir fast nur US Buerger an Bord hatten (die dann in einer anderen Schlange stehen mussten) kamen wir fast direkt dran und mussten nicht wie zum Beispiel einmal in New York 90 Minuten anstehen…. Der Beamte fragte dann noch einmal die ueblichen Sachen, warum wir hier sind und so weiter, und ob wir in Deutschland Urlaub gemacht haetten…. “Na ja, als Urlaub wuerde ich es nicht bezeichnen”. Aber einen Kommentar wie “Wat, Urlaub…. War doch Derby” ersparte ich mir.
Draussen kam dann recht rasch der Bus der uns wieder zur Metro bringen sollte, und im Vergleich zur Hinfahrt war er rappelvoll. Wir bekamen aber einen Sitzplatz und das tat nach den Anstrengungen auch gut. In Greenbelt verpassten wir die Metro um ein paar Sekunden und mussten so 15 Minuten warten, so dass wir am Ende gegen 21.30 Uhr wieder in unserem Appartment waren. Die Tasche haben wir nur schnell abgestellt und sind dann totmuede ins Bett gefallen, denn schliesslich mussten wir ja beide ja auch wieder am Montag frueh arbeiten.
So gingen ein paar unvergessliche Tage zuende, und ganz im Ernst, es war noch besser als wir es uns in den besten Traeumen gedacht haben. Euch alle wieder zu sehen, sich wieder zuhause zu fuehlen und das Derby zu gewinnen, einfach nur wahnsinn. Jetzt geht es hier wieder zurueck in den Alltag, aber auch hier koennen wir nur sagen…. To be continued. Wenn auch wieder mit amerikanischen Geschichten.
1 Kommentar:
Das sind Geschichten, die nur das Leben schreiben kann!
Bis bald!
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